Die Glarner Kantonalbank bietet ab sofort Rollover-Hypotheken auf Basis des Saron «Swiss Average Rate Overnight» an. Der Libor wird nur noch bis Ende 2021 als Referenzzinssatz für Finanzierungen zur Verfügung stehen und in der Schweiz durch den Saronabgelöst. Der Saronexistiert seit 2009. Er wird auf der Basis besicherter Ausleihungen zwischen Schweizer Finanzinstituten täglich dreimal durch die SIX Group AG fixiert und ist jeweils für einen Tag gültig. Rollover-Hypotheken haben eine Gesamtlaufzeit von mindestens zwei Jahren. Neuabschlüsse und Verlängerungen müssten vor Ende 2021 und somit während der Laufzeit von Libor auf Saronumgestellt werden. Das würde den Kundinnen und Kunden einen bedeutenden Mehraufwand verursachen. Damit dieser Aufwand nicht entstehe, biete die Glarner Kantonalbank ab sofort Saron-basierte Hypotheken an, teilt die Bank mit.

Die Steiner Investment Foundation (SIF) hat mit ihrer Anlagegruppe Swiss Development Residential in der Stadt Genf ein Grundstück mit einer Fläche von über 40‘000 qm erworben, teilt Steiner mit.  Es liegt mitten im Jardin des Nations und das Projekt sieht eine gemischte Nutzung mit Büros, Wohnungen, Geschäften und Dienstleistungsbereichen vor. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Steiner AG entwickelt und realisiert. Das Projektkonzept ist eng mit der Genfer Wirtschaft verbunden und soll künftig neue, komplementäre Dienstleistungen für die Stadt, die Mitarbeitenden der internationalen Organisationen und die Bewohner Genfs bieten. Der Baubeginn ist für 2024 geplant und mit der Fertigstellung wird per 2027 gerechnet.

Die Migros sucht einen neuen Besitzer für das Glattzentrum. Der Detailhändler will künftig nur noch Mieter sein. Wie der Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) mitteilte, erfolgt der Verkauf des Glattzentrums im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Migros. Diese will sich künftig vermehrt um ihr Kerngeschäft und digitale Geschäftsmodelle kümmern. Immobilien seien hingegen kein strategisches Geschäftsfeld der Migros mehr, hieisst es im Communiqué. Gleichzeitig teilte die Migros mit, dass von diesem Entscheid derzeit keine weiteren Einkaufszentren der Migros-Gruppe betroffen seien. Wie bereits länger bekannt ist, verkauft Migros m Zusammenhang mit der Neuausrichtung auch die Warenhausgruppe Globus, das Möbelhaus Interio, den deutschen Einrichtungs- und Dekorationsspezialisten Gries Deco mit der Marke Depot sowie die E-Bike-Tochter M-way. Die Migros gehörte seit den Anfängen zu den Mitbesitzern des Glattzentrums, bevor sie es später vollständig übernahm. Der Shoppingtempel vor den Toren Zürchs wurde 1975 eröffnet. Seither wurde es mehrmals umgebaut und modernisiert.

Manuel Itten, Finanzchef von Mobimo seit 2008, wird das Unternehmen per Ende Juli 2020 verlassen. Er will nach über 15-jähriger Tätigkeit für Mobimo neue unternehmerische Herausforderungen annehmen, wie es in einer Mitteilung heisst. Manuel Itten begann 2004 als Verantwortlicher für das Controlling und wurde vier Jahre später zum Chief Financial Officer ernannt. Während seiner Amtszeit entwickelte sich Mobimo zu einem bedeutenden Akteur im Schweizer Kapitalmarkt. Mobimo übernahm und integrierte die LO Holding Lausanne-Ouchy SA, die Dual Real Estate Investment SA und die Immobiliengesellschaft Fadmatt AG. Manuel Itten werde bis zum Sommer unverändert als CFO tätig sein, heisst es weiter. Die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger werde unverzüglich eingeleitet.

Die Analyse der Immobiliengesellschaft Jones Lang LaSalle (JLL) für den Markt Luxemburg bestätigt, wie mancher wohl schon ahnte: Die Immobilienpreise im Grossherzogtum steigen und steigen. So hat sich im letzten Jahr der Quadratmeterpreis für eine Wohnimmobilie in der Hauptstadt auf durchschnittlich 10.436 Euro erhöht, das ist eine Verteuerung um 18 Prozent gegenüber 2018. In Limpertsberg werden sogar Preise von über 12.000 Euro für den Quadratmeter verlangt. Laut Eurostat ist die Hauptstadt Luxemburg auf Platz 9 der teuersten Stadt Europas. Der Anstieg der Immobilienpreise hat mehrere Gründe, wobei der Hauptgrund der ist, dass Bevölkerung sowie Wirtschaft und damit die Nachfrage nach neuen Wohnungen schneller wachsen als das Angebot. Gleichzeitig brauchen Genehmigungen für Entwicklungsprojekte viel zu lange, finden die Immobilienexperten. Im schlimmsten Fall könne der nicht befriedigte wachsende Bedarf an zusätzlichen Büros und Wohnungen das Wirtschaftswachstum in Luxemburg abbremsen.

«Eigentum verpflichtet» – ein aktuelles, in der öffentlichen Wahrnehmung allerdings zu wenig beachtetes, Thema stand über dem diesjährigen Real Estate Symposium der fünf Fachkammern des SVIT. Nicht im Trafo in Baden fand es statt, sondern erstmals im Ambassador House in Zürich. Kritisch setzen sich Historiker, Fachexperten und Juristen mit demMotto auseinander und beleuchteten es von verschiedenen Seiten. Eine Tour d’horizon über Themen, welche die Immobilienbranche zunehmend beeinflussen werden.

Vor allem rechtlich und politisch wird der Druck auf die gebaute Umwelt immer grösser. Die Freiheit des Eigentums hat zwar einen hohen Stellenwert in der liberalen Wirtschaftsordnung, sie unterliegt aber auch Einschränkungen und Verpflichtungen aus dem Privatrecht, dem öffentlichen Recht und nicht zuletzt dem moralischen Anspruch einer Gesellschaft. Die Zunahme der Bevölkerung und das Gebot zur Verdichtung der Siedlungsfläche schaffen Situationen mit denen die Immobilienwirtschaft umgehen muss.

Grundsätzlichtrete jeder Inhaber von Kapital und jeder Eigentümer, in verschiedene Beziehungen: als Gläubiger, als Haus- oder Bodenbesitzer, als Arbeitgeber, als Anbieter oder Nachfrager. So begann der Oekonom und Sozialwissenschaftler Beat Kappeler seine Ausführungen. Eigentum sei meistens «relationell» und der Eigentümer stehe immer in Pflichten und Rechten zu andern. Dazu geniesse das Bodeneigentum eine ökonomische «Rente», werte sich also bei steigendem Volkseinkommen ewig auf. Hingegen ist es «immobil», der Eigentümer ist ein «sitting duck» und könne vom Staat oder von Opponenten belangt werden. «Eigentum ist nicht verpflichtet für die Gesellschaft wohltätig zu sein, sondern die Gesellschaft ist verpflichtet, Eigentum sich streuen zu lassen.»

«Liegenschaften wertgeschätzt – Ein Streifzug durch zwei Jahrhunderte Schweizer Bewertungsgeschichte», so der Titel des Buches von Urs Hausmann, selbständiger Unternehmensberater mit Fokus Strategieentwicklung. Er stellte auch sein Referat unter dieses Thema und wies zu Beginn auf die vielen Verpflichtungen hin, welchen Liegenschaftsbesitzer ausgesetzt sind. «Dazu kommt grosse Anzahl von Gesetzen, die eingehalten werden müssen und so das Grundeigentum tangieren.» Um Eigentum einordnen zu können, muss es geschätzt, also bewertet werden, sagte Urs Hausmann und blickte in die Vergangenheit des Schätz- und Bewertungswesen. Innerhalb der letzten gut 200 Jahre veränderte sich das kollektive, mentale Bewusstsein der Marktteilnehmer fundamental. So wurde bei der Grundlage zur individuellen Erwartungsbildung über die zukünftig zu erwartenden «Cashflows» ein Richtungswechsel um 180 Grad vollzogen. «Statt wie ursprünglich die vergangene und später die gegenwärtige Ertragssituation als Referenz für die Zukunft zu nehmen, orientiert man sich richtigerweise an der weitgehend unbekannten Zukunft. Ergebnis: Die Streubreite der Schätzergebnisse hat sich vergrössert», hielt Urs Hausmann fest.

Mit verschiedenen Gesprächsrunden vertieften die Anwesenden am Real Estate Symposium ihre Eindrücke des Hauptthemas und der Referate. «Unter Grundeigentum verstehen wir das dingliche Vollrecht, das der berechtigten Person umfassende Herrschaftsbefugnisse an einem Grundstück einräumt», stellte der Notar und Grundbuchverwalter Adrian Mühlematter klar. Aber: «Je mehr Rechte man hat, desto mehr Pflichten hat man». In seiner Ausführungen fand sich denn auch eine lange Liste von Einschränkungen, die den Eigentümer von Land oder Liegenschaften tangieren.

Die Immobilienspezialistin Béatrice Gollong tritt ab 1. Mai 2020 in das Management der HIAG. Sie wird die Verantwortung für Akquisitionen und die Vermarktung von Geschäftsflächen übernehmen. Bis zum Wechsel zu HIAG arbeitet Béatrice Gollong bei SPG Intercity Zurich AG, wo sie Head Investment und Consulting und seit Anfang 2014 zudem auch stellvertretende CEO ist. Davor war sie in ähnlichen Funktionen unter anderem bei UBS Fund Management (Switzerland) AG und Wüest Partner AG tätig. Die Diplom-Bauingenieurin (FH) ist Chartered Surveyor MRICS und verfügt über einen MBA Internationales Immobilienmanagement der Akademie der Hochschule Biberach (Deutschland).

Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) European Properties hat zwei Jahre nach seiner Lancierung mit drei Zukäufen in Dortmund, Offenbach und Den Haag die Schwelle von EUR 500 Millionen Gesamtvermögen per Ende 2019 überschritten. Das teilt die Fondsleitung mit. Ein Wohnblock mit 111 Wohnungen zu durchschnittlich 70 Quadratmetern befindet sich in Dortmund zwischen der Uhland- und Münsterstrasse im Norden der Ruhrmetropole. Das zweite Wohnobjekt steht in Offenbach bei Frankfurt an der Fritz-Remy-Strasse 5-13 und besteht aus zwei freistehenden Wohnblocks, welche 317 Wohnungen zu durchschnittlich 70 Quadratmetern beherbergen. Im Südosten von Frankfurt gelegen, ist dessen Stadtzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln in rund 30 Minuten erreichbar.Mitte Dezember 2019 erwarb dr Fonds die erste Liegenschaft in den Niederlanden. Der Haagsche Hof in Den Haag befindet sich im historischen Stadtzentrum in Gehdistanz zum Niederländischen Regierungssitz und der zentralen Einkaufslage. Für Sommer 2020 plant die Fondsleitung eine Kapitalerhöhung.

Ton Büchner (1965) soll neuer Verwaltungsratspräsident bei Swiss Prime Site werden. Er wird an der kommenden Generalversammlung am 24. März 2020 den Aktionärinnen und Aktionären zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Der niederländisch-schweizerische Doppelbürger und studierte Bauingenieur war zwischen 2012 und 2017 CEO und Vorstandsvorsitzender der in den Niederlanden börsenkotierten Unternehmensgruppe AkzoNobel NV. Davor war Ton Büchner während beinahe 20 Jahren für die Schweizer Unternehmensgruppe Sulzer tätig. Von 2007 bis 2011 als deren CEO. Aktuell ist Ton Büchner Verwaltungsrat sowie Mitglied des Audit and Compliance Committees der Novartis AG und gehört darüber hinaus dem Präsidial- und Gesellschafterausschuss der Voith GmbH an. Hans Peter Wehrli stellt sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl. Er wurde 2002 in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt. Ab 2005 war er der Präsident des Gremiums.

Basel-Stadt kauft der MCH Group AG das Musical Theater und die Messehalle 3 ab. Diese beiden Gebäude sollen in den kommenden zehn Jahren abgerissen und durch Wohngebäude ersetzt werden. Die Verantwortlichen des Kantons rechnen mit einem Potenzial von bis zu 200 Wohnungen beim Basler Messe-Areal. Die MCH Group AG hielt bislang das Land im Baurecht. Obwohl die zwei Gebäude rückwirkend auf 1. Januar 2020 ins Finanzvermögen der Einwohnergemeinde übergehen, werde nicht sofort gebaut. Die Messehalle 3 wird noch bis Ende 2025 von der Messe zurückgemietet. Das verschaffe der Stadt Zeit, die Planung für eine Neubebauung der Parzelle im Finanzvermögen voranzutreiben.