Der von der Schweizer Beteiligungsgesellschaft Capvis AG beratene Fonds Capvis Equity V LP («Capvis») kauft von Swiss Prime Site die Tertianum Gruppe, das teilt Swiss Prime Site heute mit. Die Käuferin ist eine Beteiligungsgesellschaft in Europa. Der Kaufvertrag umfasse den operativen Betrieb von über 80 Wohn- und Pflegezentren sowie Residenzen in allen Landesteilen der Schweiz. «Als Schweizer Markführer für Leben und Wohnen im Alter ist Tertianum eine einzigartige Healthcare Services Plattform», erklärt Boris Zoller, Partner bei Capvis AG. Die rund 4700 Mitarbeitenden und das Management der Tertianum Gruppe werden von der neuen Eigentümerin übernommen. Die von Swiss Prime Site gehaltenen Liegenschaften verbleiben weiterhin im Besitz des Immobilienunternehmens. Über den Transaktionspreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der Vertragsvollzug (Closing) wird im 1. Semester 2020 erwartet. Die durch den Verkauf frei gewordenen Mittel sollen in die Stärkung der Bilanz und in die Umsetzung der bereits kommunizierten Vorhaben in der Projektpipeline der SPS fliessen. Das EBIT der Tertianum Gruppe (ca. CHF 30 Mio.) wird über die Realisation der Immobilienprojekte kompensiert werden. Nach Abschluss der Transaktion (Closing) erwartet Swiss Prime Site einen signifikanten Gewinnbeitrag in der Konzernrechnung 2020.

Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma publiziert zum ersten Mal ihren «Risikomonitor». Insgesamt identifiziert die Finma darin secfürchtet hs Hauptrisiken für den Schweizer Finanzplatz und für die von ihr beaufsichtigten Institute. Die Gefahr einer Korrektur am Immobilien- und Hypothekarmarkt gehöre zu den Hauptrisiken für den Schweizer Finanzsektor.Dazu kommen «Cyberrisiken» aus IT-Störungen und -Ausfällen, der absehbare Wegfall der Libor-Referenzzinsätze, die Gefahren aus Geldwäscherei und Risiken aus Einschränkungen des Marktzugangs in wichtigen Zielländern der Finanzbranche. Die anhaltend tiefen Zinsen etwa drücken laut der Finma auf die Gewinne der Banken. Das wiederum könnte diese dazu bringen, die Negativzinsen an breite Kundenkategorien weiterzugeben. Es sei schwierig abzuschätzen, was dann geschehe, heisst es im Risikomonitor. Die Finma befürchtet aber, dass dadurch die bis anhin stabilen Kundeneinlagen als Finanzierungsquelle für die Institute gefährdet seien.Auch skizziert die Finma im Risikomonitor, wo der Fokus ihrer Tätigkeit liegen soll. So will sie etwa bezüglich der Risiken im Hypothekargeschäft ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklungen im Teilbereich «Buy to let» legen. Der Immobilienkauf durch Private zur Vermietung ist durch die Selbstregulierung nicht abgedeckt.

Die vier Immobilienfonds der Credit Suisse Funds AG mit Geschäftsjahresende per 30. September 2019 präsentieren ihre Jahresabschlüsse. Die Ausschüttungsrenditen wurden auf  den Vorjahreniveaus gehalten, wie die CS mitteilt.

Credit Suisse 1a Immo PK  

Der Credit Suisse 1a Immo PK (CS 1a Immo PK, Valor 844 303) schloss per 30. September 2019 das Geschäftsjahr mit einer Anlagerendite von 5,3 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent) ab. Der Verkehrswert der Liegenschaften stieg auf CHF 4’158,8 Mio. (Vorjahr: CHF 3’834,4 Mio.). Die Mietausfallrate entwickelte sich mit 5,9 Prozent (Vorjahr: 5,8 Prozent) stabil. Die Restlaufzeit fixierter kommerzieller Mietverträge (WAULT) konnte auf 4,7 Jahre (Vorjahr: 4,5 Jahre) erhöht werden. Die Ausschüttung von CHF 50 pro Anteil bleibt konstant. Der Anstieg des Verkehrswertes der Liegenschaften resultiert aus dem Kauf von Bestandesliegenschaften im Umfang von CHF 208,6 Mio. sowie dem Kauf der Immobilienprojekte «Parc du Simplon» in Renens (VD) für CHF 141,1 Mio. und «Valle Maggia Center» in Locarno (TI) für
 CHF 28,4 Mio. Im Zusammenhang mit dem Portfoliowachstum stieg die Fremdfinanzierungsquote auf 11,4 Prozent an (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss  

Der Credit Suisse Real Estate Fund Interswiss (CS REF Interswiss, Valor 276 935) schloss das Geschäftsjahr per 30. September 2019 mit einer Anlagerendite von 5,9 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) ab. Der Verkehrswert der Liegenschaften stieg auf CHF 2’416,6 Mio. (Vorjahr: CHF 2’340,5 Mio.), und die Mietzinseinnahmen erhöhten sich auf CHF 109,1 Mio. (Vorjahr: CHF 107,4 Mio.). Die Ausschüttung bleibt mit CHF 8.40 unverändert. Die Performance betrug im Geschäftsjahr 2018/19 17,9 Prozent (Vorjahr: –2,8 Prozent). Per 1. Juli 2019 erwarb der CS REF Interswiss eine praktisch voll vermietete, kommerzielle Liegenschaft in Crissier (VD) mit einem WAULT von rund zehn Jahren.

Credit Suisse Real Estate Fund LogisticsPlus 

Der Credit Suisse Real Estate Fund LogisticsPlus (CS REF LogisticsPlus, Valor 24 563 395) verzeichnete im Geschäftsjahr per 30. September 2019 eine Performance von 15,4 Prozent. Das Portfolio wies per 30. September 2019 einen Verkehrswert von insgesamt CHF 444,6 Mio. (Vorjahr: CHF 401,9 Mio.) auf, was einem Zuwachs von rund 11 Prozent entspricht. Die Mietzinseinnahmen stiegen von CHF 19,4 Mio. auf CHF 22,8 Mio. (+17,5 Prozent). Die Ausschüttung bleibt mit CHF 3.90 stabil.  Im vergangenen Geschäftsjahr konnte eine Logistikliegenschaft in der Flughafenregion Zürich erworben werden. Diese verfügt über 13’751 qmMietfläche und ist für 15 Jahre fest vermietet. Ferner erfolgte in Basel der Baubeginn für das Parkhausprojekt am Kunstmuseum.

Credit Suisse Real Estate Fund Siat

Per 30. September 2019 stieg der Verkehrswert der Liegenschaften des Credit Suisse Real Estate Fund Siat (CS REF Siat, Valor 1 291 370) auf CHF 3’304,7 Mio. (Vorjahr: CHF 3’007,6 Mio.).  Zudem erzielte der Fonds eine Anlagerendite von 7,6 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Die Ausschüttung bleibt unverändert bei CHF 5.40 pro Anteil. Die Mietzinseinnahmen betrugen im Geschäftsjahr 2018/19
CHF 140,7 Mio. (Vorjahr: CHF 136,6 Mio.).  Das Projekt «Bâleo Erlenmatt» in Basel, an welchem der Fonds zu einem Drittel beteiligt ist, wurde per 1. Mai 2019 fertiggestellt. Von den 311 Wohnungen waren per 31. Oktober 2019 bereits 276 Wohnungen beziehungsweise 88 Prozent vermietet. Von den 7400 qmVerkaufs- und Büroflächen sind 5500 qmmittel- bis langfristig vermietet, was einem Vermietungsstand von rund 74 Prozent entspricht.

Im November 2019 steigen die Angebotsmieten in der Schweiz um 0.09 Prozent. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des homegate.ch-Mietpreisindexes. Der Index Schweiz steht bei 113.9 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat steigen die Mieten um 0.62 Prozent. Im Kanton Zürich sinken die Angebotsmieten gegenüber dem Vormonat um 0.08 Prozent. Im Kanton St. Gallen stagniert der Indexstand bei 112.7 Punkten. Besonders die Kantone Genf (+0.64 Prozent), Basel-Stadt (+0.71 Prozent) und Neuchâtel (+1.42 Prozent) stechen mit einem Plus ins Auge. Das andere Ende der Skala besetzen die Kantone Basel-Land (-0.36 Prozent), Graubünden (-0.39 Prozent) und Waadt (-0.48 Prozent). Bei den Städten sieht das Bild ähnlich aus. Inbesondere die Stadt Genf (+1.81 Prozent) verzeichnet einen hohen Anstieg. In der Stadt Lausanne (-1.41 Prozent) sind die Mietpreise zurückgegangen. Einzig in der Stadt Lugano stagnieren die Angebotsmieten. Der homegate.ch-Angebotsmietindex wird vom Immobilienportal homegate.ch in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Das Re-Opening der Anlagegruppen «Immobilien Schweiz» und «Geschäftsimmobilien Schweiz» der Anlagestiftung Swiss wurde abgeschlossen. Beide Anlagegruppen wurden mehrfach überzeichnet. Zudem konnte dadurch der Anlegerkreis der Anlagestiftung um 25 Prozent erweitert werden und beläuft sich nun auf total über 550 Schweizer Vorsorgeeinrichtungen, teilt Swiss Life mit. Mit dem neu aufgenommenen Kapital in Höhe von CHF 650 Millionen wurde der Erwerb eines Portfolios mit 44 Liegenschaften und einem Volumen von über CHF 500 Millionen finanziert. Zudem sind der Ankauf weiterer Liegenschaften und die Realisierung von Bauprojekten vorgesehen. Die Anlagegruppe «Immobilien Schweiz» besteht seit zehn Jahren und legt ihren Fokus auf Wohnliegenschaften in Schweizer Städten oder deren Agglomeration. Die Anlagegruppe «Geschäftsimmobilien Schweiz» investiert in Geschäftsliegenschaften an zentralen Lagen. Die Anlagerenditen betragen 5,42 Prozent beziehungsweise 5,16 Prozent.

Die Utilita Anlagestiftung für gemeinnützige Immobilien befindet sich in ihrem dritten Geschäftsjahr und kündigt die dritte Kapitalerhöhung ihrer Anlagegruppe «gemeinnützige Immobilien Schweiz» von maximal 50 Mio. CHF an. Die Zeichnungsfrist dauert vom 20. Januar bis zum 14. Februar 2020.Zielgruppe dieses Angebots sind Schweizer Pensionskassen.Seit der Gründung am 3. Februar 2017 baute die Utilita eine Anlagegruppe von rund CHF 100 Millionen auf. Obwohl das Portfolio sich noch im Aufbau befinde, sei es mit Bestandesliegenschaften in der deutschen und französischen Schweiz, sowie zwei grösseren Liegenschaften in Bau schon gut diversifiziert und auf Zielkurs, schreibt Utilita. Das vorgesehene jährliche Wachstum von CHF 40 bis 60 Millionen wurde im letzten Geschäftsjahr mit ca. CHF 64 Millionen erreicht. Als erste Anlagestiftung mit einem spezialisierten Anlagefokus auf gemeinnützige Immobilien investiert Utilita in Wohnimmobilien in der ganzen Schweiz, die eine gemeinnützige Ausrichtung aufweisen und die der Förderung von preiswertem Wohnraum dienen. Damit seien Wohnbauten mit preiswerten Kostenmieten, Spezialwohnbauten, wie zum Beispiel Alters-, Studenten-, oder Genossenschaftswohnungen, oder unter anderem auch Grundstücke, die im Baurecht abgegeben werden, gemeint», schreibt Utilita weiter. «Anlagen in gemeinnützige Immobilien sind eine sinnvolle Diversifikation zu traditionellen Immobilien und anderen Anlageklassen, sie bieten einen stabilen und langfristigen Ertrag mit grossem Potential.» Mit der im Januar geplanten Kapitalaufnahme von rund 50 Mio. soll die Wachstumsstrategie fortgesetzt und das Portfolio weiter ausgebaut werden.

Zug Estates verzeichnet einen Verkaufserfolg: die letzte der 85 Eigentumswohnungen im Gartenhochhaus Aglaya auf dem Suurstoffi Areal in Rotkreuz wurde verkauft. Damit sei das hochgesteckte Ziel, alle Wohnungen bis zur Fertigstellung des Gebäudes zu verkaufen, erreicht worden, erklärt Tobias Achermann, CEO der Zug Estates Holding AG. Der gestaffelte Bezug der Eigentumswohnungen im 70 Meter hohen Gebäude werde Ende März 2020 abgeschlossen sein. Bereits seit längerer Zeit sind die 1800 qm Gewerbeflächen vom 1. bis 3. Obergeschoss langfristig an den internationalen Coworking-Anbieter Spaces vermietet. Aufgrund des Verkaufs der Eigentumswohnungen von Aglaya soll der Generalversammlung von Zug Estates 2020 und 2021 jeweils eine zusätzliche Sonderdividende vorgeschlagen werden. Über die Höhe des Gewinnanteils, der für diese Sonderausschüttung zur Verfügung steht, entscheidet der Verwaltungsrat im ersten Quartal 2020.

Der hypothekarische Referenzzinssatz für die Mieten bleibt auch ab dem 3. Dezember 2019 unverändert bei 1,5 Prozent. Dies gibt das Bundesamt für Wohnungswesen bekannt. Bei bestehenden Mietverhältnissen gibt es daher keinen aktuellen Bedarf zur Mietzinsanpassung. Aufgrund der extrem hohen Anzahl leerstehender Wohnungen erwarten Fachleute für 2020 allerdings sinkende Anfangsmieten.

Kempinski Hotels S.A. hat Christophe Piffaretti zum Chief Development Officer und Mitglied des Vorstands ernannt. In dieser Funktion zeichnet er sowohl für den Ausbau des Kempinski-Portfolios verantwortlich, als auch für die Strategieentwicklung im Bereich Real Estate. Darüber hinaus ist er für den Bereich Technik & Design in der Voreröffnungsphase von Neu- und Umbauprojekten zuständig. Christophe Piffaretti war zuletzt als Leiter von zwei Immobilienfonds im Credit Suisse Asset Management tätig, wo er für die Strategie, Entwicklung, den Betrieb und die Performance eines Portfolios von über 150 Immobilien in der Schweiz mit einem Totalwert von CHF 3.9 Milliarden verantwortlich war. Von 1998 bis 2007 arbeitete Christophe Piffaretti bereits für Kempinski Hotels, zunächst als Vice President Development, bevor er zum Senior Vice President Development befördert.