Die UTLITA Anlagestiftung für gemeinnützige Immobilien verlängert die Frist für eine weitere Kapitalerhöhung von 50 Millionen CHF bis am 24. März. Auf Anfrage von verschiedenen Anlegern habe sich UTILITA dazu entschlossen die Zeichnungsfrist um 5 Wochen zu verlängern. Die Zuteilung wird neu am Donnerstag 26. März bekannt gegeben, die Liberierung vom 3. April werde jedoch wie geplant beibehalten. Den Anlegern, die bis zum 14. Februar gezeichnet haben, wird der volle Betrag zugeteilt. Die korrigierten Unterlagen zur 3. Kapitalerhöhung werden auf der Webseite   www.utilita.ch/wordpress/emission3  publiziert. Die Initiative für mehr bezahlbaren Wohnungen habe aufgezeigt, dass das Bedürfnis nach günstigen Wohnungen bestehe. UTILITA ermögliche eine Anlage von Pensionskassengelder in ein nicht spekulatives und stabiles Immobilienmarktsegment.

UBS Direct Residential hat die Mietzinseinnahmen gegenüber dem Vorjahr um CHF 2,2 Mio. erhöht, wie UBS mitteilt. Zu diesem Ergebnis habe auch die Reduktion der Mietausfallrate von 7,9% auf 5,5% innerhalb eines Jahres beigetragen. So sei beispielsweise die im November 2019 fertiggestellte Wohnliegenschaft in Egerkingen bereits vollvermietet und trage zu den positiven Perspektiven des Fonds bei. Auch UBS Direct Urban weise einen soliden Halbjahresabschluss aus. Die Ertragskraft sei durch eine Leerstandsreduktion (6,4% per 31. Dezember 2019, resp. 5,4% stichtagsbezogen), den Bezug der Neubauliegenschaft in Aarburg sowie einer Akquisition in St.Gallen gesteigert worden, heisst es weiter. Die beiden Neubauprojekte in Locarno (Frühjahr 2020) und Zürich (Ende 2020) würden 2020 fertiggestellt

Im Jahr 2019 befand sich schweizweit knapp die Hälfte (49%) der Mietwohnungen im Besitz von Privatpersonen und etwa 8% im Besitz von Wohnbaugenossenschaften. Das teilt das Bundesamt für Statistik mit. Es zeigen sich grosse regionale Unterschiede in den Eigentumsverhältnissen. Der Anteil Mietwohnungen im Besitz von Privatpersonen lag im Tessin mit rund zwei Dritteln (69%) deutlich höher als in den anderen Grossregionen. Am tiefsten ist dieser Anteil in den Grossregionen Zürich (44%) und Genferseeregion (44%). Der Anteil Mietwohnungen im Besitz von Wohnbaugenossenschaften lag in der Grossregion Zürich mit 16% am höchsten. Fast 70% der vor 1946 gebauten Mietwohnungen sind im Besitz von Privatpersonen, nach 2000 erstellte Mietwohnungen gehören nur noch zu 38% Privatpersonen. Die Daten zum Eigentümertyp beziehen sich auf die rund 2,2 Millionen Mietwohnungen und basieren auf der Erhebung des Mietpreisindexes.

Der Betriebsertrag von Swiss Prime Site stieg 2019 um 3.7% auf CHF 1258.8 Mio. Im Kerngeschäft Immobilien konnten die Erwartungen erfüllt und der Betriebsertrag auf CHF 519.5 Mio. erhöht werden, verdeutlichte SPS an einer Medienkonferenz. Die Zunahme um CHF 10.3 Mio. oder 2.0% basiere zur Hauptsache auf der Steigerung der Erträge aus Immobilienentwicklungen. Das Leerstandsmanagement sowie Neu- und Wiedervermietungen leisteten Beiträge zu diesem Resultat. Im Segment Dienstleistungen wuchs der Betriebsertrag 2019 um 4.8% auf CHF 828.4 Mio. Wincasa konnte den Ertrag aus Immobiliendienstleistungen mit CHF 148.1 Mio. (+2.5%) gegenüber dem Vorjahresniveau erhöhen. Die Digitalisierung des Geschäftsmodells und der damit eingeleitete Kulturwandel werde konsequent umgesetzt. Das Portfolio der von Wincasa bewirtschafteten Immobilien erreichte einen Marktwert von rund CHF 71 Mrd. Jelmoli – The House of Brands erzielte einen Ertrag aus Retail von CHF 127.8 Mio. [CHF 131.3 Mio.]. Der Premium Department Store habe im die Ausweitung seiner Dienstleistungs- und Markenangebote forciert. Tertianum erreichte 2019 einen Ertrag aus Leben im Alter von CHF 423.9 Mio. (+6.8%). Swiss Prime Site Solutions führte für die Swiss Prime Anlagestiftung zwei Emissionen durch. Dadurch stiegen die Assets under Management von CHF 1.6 Mrd. auf CHF 2.3 Mrd. Der Ertrag aus Asset Management stieg deutlich um 60.2% auf CHF 13.5 Mio. [CHF 8.5 Mio.].

Das Betriebliche Ergebnis (EBIT) von Swiss Prime Site wuchs um 31.3% auf CHF 628.3 Mio. [CHF 478.6 Mio.]. Das Segment Immobilien trug den Löwenanteil zu diesem Ergebnis bei. Das EBIT im Kerngeschäft erreicht CHF 572.9 Mio. (+32.9%). Darin enthalten sind Neubewertungen in der Höhe von CHF 204.4 Mio. [CHF 68.3 Mio.]. Der durchschnittliche reale Diskontierungssatz betrug per Ende 2019 3.06%. Damit lag er 16 Basispunkte unter dem Wert des Vorjahres. Ohne Neubewertungen resultierte beim EBIT ebenfalls ein Anstieg um 3.4% auf CHF 424.9 Mio. [CHF 411.1 Mio.]. Die anteiligen Vorsteuergewinne der veräusserten Entwicklungsprojekte in Plan-les-Ouates (Espace Tourbillon) und Bern (Weltpost Park) sowie einer im 1. Halbjahr verkauften Retail-Liegenschaft in Genf und weitere Verkäufe kleinerer Immobilien im 2. Semester 2019 summierten sich auf insgesamt CHF 37.6 Mio. Der Betriebsaufwand des Segments Immobilien erhöhte sich um CHF 6.3 Mio. auf CHF 171.4 Mio. [CHF 165.1 Mio.]. Diese Zunahme ist zur Hauptsache auf den Aufwand in Zusammenhang mit den verkauften Immobilienentwicklungen zurückzuführen. Im Segment Dienstleistungen resultierte ein EBIT von CHF 55.5 Mio. [CHF 47.6 Mio.].

Swiss Prime Site erzielte 2019 einen Gewinn von CHF 608.5 Mio. [CHF 310.9 Mio.]. Dazu beigetragen haben operative Verbesserungen, höhere Neubewertungen sowie die Auflösung von latenten Steuerverbindlichkeiten im Umfang von CHF 172.5 Mio. aufgrund beschlossener kantonaler Steuersatzsenkungen. Refinanzierungen und höhere aktivierte Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit Immobilienentwicklungen reduzierten den Finanzaufwand auf CHF 70.7 Mio. [CHF 75.8 Mio.]. Ohne Neubewertungen und latente Steuern betrug der Gewinn CHF 315.7 Mio. (+9.7%). Der Gewinn pro Aktie (EPS) erhöhte sich auf CHF 8.00 [CHF 4.27]. Ohne Neubewertungen und latente Steuern lag der EPS bei CHF 4.14 [CHF 3.95], dies bei einer um 4.6% höheren gewichteten Anzahl Aktien.

Per Ende 2019 betrug die Eigenkapitalquote von Swiss Prime Site 44.4% [43.9%]. Der Belehnungsgrad des Immobilienportfolios liegt mit 45.7% praktisch auf Vorjahresniveau [45.3%]. Mit CHF 71.87 pro Aktie lag der NAV nach latenten Steuern um 6.1% über dem Vorjahreswert. Darin berücksichtigt ist die am 4. April 2019 erfolgte verrechnungssteuerfreie Ausschüttung von Reserven aus Kapitaleinlagen von CHF 3.80 je Aktie. Die Eigenkapitalrendite von Swiss Prime Site erreichte 11.5% [6.4%].

Peter Lehmann (1958), CEO Swiss Prime Site Immobilien, wird sich nach über 20 Jahren auf eigenen Wunsch hin per Ende 2020 aus dem Unternehmen zurückziehen, jedoch weiterhin auf Mandatsbasis für Swiss Prime Site verfügbar sein. Zur künftigen Führung und Organisation des Kernsegments Immobilien wolle Swiss Prime Site im Verlaufe des Geschäftsjahres informieren, hiess es an der Medienkonferenz. Der Verwaltungsrat schlägt an der ordentlichen Generalversammlung vom 24. März 2020 den Aktionären eine Ausschüttung von CHF 3.80 pro Aktie vor (Ex-Datum: 30. März 2020, Valuta: 1. April 2020).

 

 

Der Procimmo Swiss Commercial Fund erhöhte die Mietzinseinnahmen per 31. Dezember 2019 auf CHF 27.2 Mio. Die Anlagerendite des Immobilienfonds beläuft sich auf 5.18 Prozent (auf zwölf Monate) und der Nettoinventarwert beträgt CHF 137.05 pro Anteil (31. Dezember 2018: CHF 135.70), wie Procimmo mitteilt. Das Total der Mietzinseinnahmen des Fonds erhöhte sich per Stichtag 31. Dezember 2019 auf CHF 27’220’388.-, was einem Zuwachs von 2.20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Anlagerendite beziffert sich über zwölf Monate auf 5.18 Prozent (31.12.2018: 6.10%) und der Nettoinventarwert (NIW) beträgt CHF 137.05 pro Anteil (31.12.2018: CHF 135.70). Der Gesamterfolg des Fonds erhöhte sich auf CHF 21’250’247.- (gegenüber CHF 16’980’942.- per 31.12.2018). Die Erträge steigen ebenfalls auf CHF 27’732’474.- (gegenüber CHF 26’947’681.- per 31.12.2018), wobei die gesamten Aufwände CHF 15’123’746.- (gegenüber 15’022’512.- per 31.12.2018) betragen. Die Mietausfallrate hat sich im ersten Halbjahr auf 15.28 Prozent erhöht (31.12.2018: 12.03 Prozent), beeinträchtigt durch vorzeitige Auszüge von Mietern. Per 31. Dezember 2019 nimmt das Eigenkapital auf CHF 735’185’473.- (gegenüber CHF 655’271’048.- per 31.12.2018) zu und das Gesamtvermögen steigt auf CHF 994‘184’722.- an (gegenüber 946’353’749.- per 31.12.2018). Die TER REF (GAV) nimmt ab und beträgt neu 0.94% (31.12.2018: 0.96%).

Im ersten Quartal 2020 kann der Bauindex das hohe Niveau des Vorquartals nicht halten und sinkt um 6.3%. Auch gegenüber dem 1. Quartal 2019 erwartet die Credit Suisse einen leichten Rückgang um 0.7%. Dies sowohl für den Tiefbau (–4.4%) als auch für den Hochbau (–8.2%). Nach dem erfolgreichen 2019 dürfte das Bauhauptgewerbe damit verhalten in das neue Jahr starten. «Die Korrektur, von welcher der Wirtschafts- und der Wohnungsbau am stärksten betroffen sind, war letztlich eine Frage der Zeit, wurde sie doch von der negativen Entwicklung der Baubewilligungen (bewilligtes Hochbauvolumen 2019: –9.4%) seit Längerem angekündigt», schreibt die CS. Bis weit ins Jahr 2018 hinein rechneten viele Immobilienanleger mit einer bevorstehenden Zinswende. Gleichzeitig stieg die Besorgnis um die zunehmenden Leerstände auf dem Mietwohnungsmarkt. Dazu gesellte sich schliesslich auch noch eine konjunkturelle Abkühlung. «In der Summe führten diese Faktoren dazu, dass neue Projekte etwas zurückhaltender geplant wurden – was sich nun mit einiger Verzögerung in den Umsätzen der Baumeister niederschlagen dürfte. Inzwischen hat der geldpolitische Wind jedoch wieder gedreht und ein Ende der Negativzinspolitik ist in weite Ferne gerückt.» Für Anleger führe weiterhin kein Weg an Immobilien vorbei und die Finanzierungsbedingungen bleiben attraktiv. Beim erwarteten Umsatzrückgang dürfte es sich folglich um eine Korrektur auf Zeit handeln und bereits im weiteren Jahresverlauf dürfte sich laut CS die Baukonjunktur wieder stabilisieren.

Der IMMOFONDS hat per 31. Dezember 2019 die Mietzinseinnahmen im Vergleich zur Vorjahresperiode um 3.9% auf CHF 38.0 Mio. gesteigert. Das teilt die Fondsleitung mit. Die Steigerung sei vorwiegend auf die in den vergangenen 12 Monaten neu akquirierten Liegenschaften zurückzuführen. Zudem wurden die Leerstände weiter gesenkt von 4.6% in der Vorjahresperiode auf 3.9%. Trotz höherem Liegenschaftenaufwand lag der Nettoertrag mit CHF 22.3 Mio. um 3.6% über dem Vorjahresniveau. Der Gesamterfolg unter Berücksichtigung der Kapitalgewinne betrug CHF 23.6 Mio. Positiv zu Buche schlug der Erlös von knapp CHF 4.0 Mio. aus dem Verkauf von sieben Wohnungen im Stockwerkeigentum. Per Ende Dezember waren damit alle acht Stockwerkeinheiten der Liegenschaft Fliederweg 21 in Unterentfelden verkauft. Es konnte mit dem Verkauf ein Gewinn von total CHF 0.7 Mio. realisiert werden, wobei CHF 0.6 Mio. im Geschäftsjahr 2019/2020 ertragswirksam sind. Der IMMOFONDS investierte im ersten Halbjahr 2019/2020 CHF 3.4 Mio. in die laufenden Sanierungen. Im Oktober 2019 schüttete der IMMOFONDS wiederum CHF 13.50 pro Anteil an die Anleger aus, was zum Kurs per 30.06.2019 einer Ausschüttungsrendite von 2.9% entsprach. Der Börsenkurs stieg in der Berichtsperiode von CHF 464.50 auf CHF 503.00, woraus sich eine Performance von 11.3% ergab.

Infolge der Immobilienverkäufe und der Entmietung einer grösseren Entwicklungsliegenschaft sanken die Mieterträge2019 der Intershop-Gruppe auf CHF 82.8 Mio. Das teilt das börsenkotierte Unternehmen mit. Die Bruttorendite der Renditeliegenschaften betrug 6.2%. Auf den 31. Dezember 2019 umfasste das Portfolio 54 Liegenschaften inklusive Entwicklungs- und Promotionsliegenschaften. Die Mieterträge entstammen den folgenden Nutzungsarten: 48% Büro und Bildungswesen, 32% Gewerbe und Logistik, 6% Detailhandel und Gastronomie sowie 6% Wohnen und 8% Parking. Der Wert des Immobilienportfolios betrug am Ende des Berichtsjahrs CHF 1313 Mio. und stieg im Vorjahresvergleich marginal um 0.8% an. Die Neubewertung des Portfolios durch KPMG ergab, nach Abzug der in der Berichtsperiode getätigten Investitionen, eine Aufwertung von CHF 16.6 Mio. respektive 1.3%. Aus dem Verkauf von Liegenschaften resultierte zudem ein Erfolg von CHF 7.4 Mio. Die Leerstandsquote beträgt neu 8%. Die Nettorendite des Renditeportfolios verblieb auf 5.4%. Das Eigenkapital sank aufgrund des im Geschäftsjahr erfolgten Aktienrückkaufs im Umfang von CHF 51.5 Mio. auf CHF 666 Mio., was einer Eigenkapitalquote von 49.6% entspricht. Der Verwaltungsrat hat entschieden, der Generalversammlung eine um CHF 3 erhöhte Dividende von CHF 25 zu beantragen. Dies entspricht einem Ausschüttungsvolumen von CHF 47.5 Mio.

Die Mobimo Holding AG hat eine festverzinsliche Anleihe über CHF 220 Mio. mit einem Coupon von 0,25% und einer Laufzeit von acht Jahren begeben. Mit den der Gesellschaft zufliessenden Mitteln sollen bestehende, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abgelöst und laufende Projekte aus der Pipeline sowie die allgemeine Geschäftstätigkeit finanziert werden, heisst es in einer Mitteilung. Die Zürcher Kantonalbank, Credit Suisse sowie UBS fungierten als Joint Lead Manager der Transaktion, der Co-Lead lag bei der Basler Kantonalbank. Der Handel der Obligation an der SIX Swiss Exchange sei beantragt.

Attraktive Neubauwohnungen ausserhalb der Zentren ziehen immer mehr Mieter aus Städten und lokalen Altbauwohnungen an. Besitzer von Altbauwohnungen geraten dadurch unter Zugzwang – sie werden auf Dauer um Sanierungen oder Preiskonzessionen nicht mehr herumkommen. Das als Fazit der Immobilienstudie von Raiffeisen Schweiz.

Die Eigenheimpreise haben auch 2019 zugelegt. Bei den Einfamilienhäusern betrug der Anstieg trotz leicht rückläufiger Preise im vierten Quartal fast 4 Prozent. Die Preise für Stockwerkeigentumswohnungen stiegen 2019 um knapp 1 Prozent, allerdings nicht mit der Dynamik der Vorjahre, rechnet Raiffeisen vor. Die Entwicklung sei dem Zusammenspiel zweier Faktoren geschuldet: «Erstens ist seit gut drei Jahren die Projektionstätigkeit im Eigentumssegment rückläufig. Die dadurch herbeigeführte Verknappung des Angebotes treibt die Preise weiter in die Höhe. Zweitens gilt aufgrund der anhaltend rekordtiefen Finanzierungskosten nach wie vor, dass Eigentum finanziell deutlich attraktiver ist als Miete. Für eine durchschnittliche 3- bis 4,5-Zimmerwohnung sind Einsparungen der Wohnkosten von 20 Prozent möglich.»

Im Markt für Renditeliegenschaften seien aufgrund der anhaltend hohen Bautätigkeit ausserhalb der grossen Zentren spannende Anpassungsprozesse zu beobachten. Innerhalb der peripheren Gemeinden mit erhöhten Leerständen spielen sich derzeit Verlagerungsprozesse vom Altbaubestand in moderne und komfortable Neubauprojekte ab. Diese sind aufgrund sinkender Angebotsmieten attraktiver geworden. «Für einen nur geringen Aufpreis können viele Einheimische ihrer in die Jahre gekommenen Mietwohnung den Rücken kehren und in einen zeitgemässen Neubau einziehen. Besitzer älterer Liegenschaften sind jetzt gefordert, wollen sie, dass ihre Objekte konkurrenzfähig bleiben. Konzessionen beim Mietzins oder aufwändige Sanierungen werden nötig», erklärt Martin Neff, Chefökonom von Raiffeisen Schweiz.

Städter ziehen vermehrt in periphere, gut erschlossene und ländliche Gemeinden um. Betrachtet man jeweils nur die inländische Wohnbevölkerung, ziehen mehr Menschen aus der Stadt weg als in die Stadt. «Die Städte wachsen nur noch durch den Zustrom von Zuwanderern mit geringen Kenntnissen des lokalen Immobilienmarktes. Ist ein Städter zum Umzug gezwungen, muss er für die neue Stadtwohnung eine viel höhere Miete bezahlen als für seine alte Wohnung. In den fünf grössten Schweizer Städten zahlt er für die neue Stadtwohnung durchschnittlich 35 Prozent mehr», heisst es in der Studie weiter. Ziehe er in die Agglomeration oder aufs Land, könne er nicht nur seine Mietkosten senken, sondern seine Lebensqualität durch eine neuere und grössere Wohnung sogar steigern. «Kein Wunder entscheiden sich viele für den Wegzug aus der Stadt», folgert Martin Neff. «Der Unterschied ist dabei umso grösser, je länger man in seiner Wohnung gelebt hat. Dies ist eine Folge des Mietrechts, das in vielen Teilen der Schweiz zur Entstehung einer grossen Schere zwischen Bestandes- und Angebotsmieten geführt hat.»

Die Immobilien-Studie von Raiffeisen Schweiz beschäftigt sich ausserdem mit den Auswirkungen von Teilzeit, flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice auf dem Büromarkt. Verstärkt wird dieser branchenübergreifende Trend zu modernen Arbeitsbedingungen zusätzlich durch die internetbasierte Plattformarbeit. Zurückzuführen ist die Zunahme ebenfalls auf die Erwerbsbeteiligung der Frauen, die vergleichsweise mehr Teilzeit arbeiten als Männer. Teilzeitpensen mit 80 Prozent und mehr sind aber auch bei Männern immer häufiger gefragt. Nur jeder Dritte hat noch ein Einzelbüro. Martin Neff ist überzeugt: «Die Auslastung des Büromarkts wird unweigerlich sinken.» Der Büromarkt allerdings ist träge. Bisher wird meist weiterhin jedem Mitarbeitenden ein fixer Büroplatz zugewiesen, egal wie oft er diesen tatsächlich braucht. Dies hat die Büronachfrage in der jüngeren Vergangenheit stark beflügelt. Dieser Effekt dürfte künftig wegfallen.