Die Zug Estates Holding AG hat eine festverzinsliche Obligationenanleihe von CHF 100 Mio. mit einem Coupon von 0.70 Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren platziert. Der Erlös wird in die weitere Entwicklung des Portfolios der Zug Estates investiert. Die Obligationenanleihe ermöglicht es der Gruppe, ihre Finanzierungsinstrumente zu diversifizieren und von den aktuell attraktiven Bedingungen am Kapitalmarkt zu profitieren. Die Credit Suisse und Bank Vontobel fungierten als Joint Lead Manager/Joint Bookrunner der Transaktion. Es wird ein Gesuch für die Zulassung zum Handel der Anleihe an der SIX Swiss Exchange gestellt. Die Liberierung der Obligationenanleihe ist für den 17. Februar 2017 vorgesehen.

Mehr als 43’000 Gebäude sind in der Schweiz nach Minergie zertifiziert. Der Anteil Minergie-Bauten am gesamten Neubauvolumen liegt je nach Region bei über 25 Prozent. In Zürich entstand mit dem Freilager ein neues Quartier mit 800 Mietwohnungen und 200 Zimmern für studentisches Wohnen. Erstellt wurden die Bauten nach den Baustandards Minergie-ECO und Minergie-P-ECO. Als Reaktion auf die nationale und internationale Klimapolitik (Nationale Energiestrategie 2050, UN-Klimakonferenz in Paris 2015, COP 21) sind bei Minergie-Neubauten keine fossilen Feuerungen mehr erlaubt; indirekte fossile Belastungen in Strom und Fernwärme bleiben zulässig. Bei Grossbauten und Minergie-A wird ein Energie- Monitoring eingeführt. Die neuen Produkte «MQS Bau» und «MQS Betrieb» sollen zudem gewährleisten, dass Gebäude nicht nur überdurchschnittlich gut geplant, sondern auch mängelfrei gebaut und hoch effizient betrieben werden. Die Behebung von Baumängeln kostet in der Schweiz jährlich ca. 1.6 Mrd. Franken. 

Vadea AG heisst das neue Tochterunternehmen der Hälg Building Services Group für Energie- und Gebäudetechnikplanung. Das Ingenieurbüro entsteht aus dem Zusammenschluss der Brunner Haustechnik AG und der Engineering-Einheit der Hälg & Co. AG. An ihren beiden Standorten Wallisellen und St. Gallen bietet Vadea Dienstleistungen aus der klassischen Planung von Heizung, Lüftung, Klima, Kälte und Sanitär sowie einigen Spezialdisziplinen an. Die Vadea AG nahm am 1. Januar 2017 ihren Betrieb auf.

Im Oktober 2016 verzeichnete der Baupreisindex gegenüber April 2016 einen Rückgang um 0,5 Prozent. Er steht damit bei 99,0 Punkten (Basis 2015 = 100). Dieses Ergebnis ist auf den Preisrückgang im Hochbau und auf einen leichten Preisanstieg im Tiefbau zurückzuführen. Innert Jahresfrist sind die Baupreise um 1,0 Prozent gefallen. Dies geht aus den Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervor. Im Hochbau ist der Rückgang des Preisindexes im Vergleich zum vorangehenden Halbjahr hauptsächlich eine Folge der Preissenkung im «Rohbau 2» (Fenster, Aussentüren, Bedachungen, Dichtungen und Dämmungen, äussere Malerarbeiten, Storen) und bei den Sanitäranlagen. Der «Rohbau 1» (Maurer- und Stahlbetonarbeiten, Stahl- und Holzkonstruktionen) wurde hingegen teurer. Die Preise gingen in allen Grossregionen ausser in Zürich, wo sie stabil geblieben sind, zurück. In der Ostschweiz wurde die grösste Abnahme verzeichnet (–1,3%). Der Anstieg des Preisindexes im Tiefbau gegenüber April 2016 ist auf eine Preiserhöhung bei fast allen Arbeiten zurückzuführen. Die Honorare der Bauingenieurinnen und -ingenieure sind hingegen gesunken. Am stärksten war der Preisrückgang in der Genferseeregion und im Tessin (je –1,4%), während die Ostschweiz am deutlichsten zulegte (+2,8%).

Der Detailhandel insgesamt bleibt unter Druck. Online-Shopping und Einkaufstourismus reduzieren die Umsätze im stationären Handel. Dies geht aus dem neuen Retail-Snappshot von Wincasa hervor. Die negative Umsatzdynamik konnten die zehn betrachteten Einkaufszentren in den letzten beiden Quartalen etwas abschwächen; für das Q3 2016 gelte es aber, wiederum einen markanten Rückgang von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zu verkraften. Dieses Minus sei vor allem durch den Rückgang von 10,2 Prozent bei der Branche Bekleidung getrieben; die überdurchschnittlich milden Spätsommertemperaturen liessen die Konsumlust auf die Herbst- / Wintermode sinken. Um dem Trend zum Online-Shopping entgegenzuwirken, setzen die Shopping Center laut Wincasa vermehrt auf das Einkaufen als emotionales Rundum-Erlebnis mit Mehrwerten, die ein Einkauf im Web nicht bieten kann. Erfolgreiche Shopping Center sind zunehmend mehr als reine Konsumtempel – sie werden zu Orten der Begegnung, die Menschen neben dem Zuhause und dem Arbeitsplatz als «dritte Orte» dienen. Die Hoffnungen liegen nun auf einem guten Weihnachtsgeschäft, so dass die Umsatzeinbussen im 2016 so gering wie möglich ausfallen.

Intershop hat den Bürokomplex World Trade Center Lausanne rückwirkend auf den 1. Dezember 2016 erworben. Das Ensemble von fünf Gebäuden liegt in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Lausanne-Blécherette und unweit des Autobahnzubringers zur A9. Der Mietertrag des Objekts beläuft sich auf CHF 6.5 Mio. und verteilt sich auf mehrere Dutzend Mieter. Durch die Vermietung von vollständig eingerichteten Büros sowie Konferenzräumen wird ferner ein Mietertrag von rund CHF 0.8 Mio. erzielt. Der Kaufpreis inklusive Transaktionskosten beläuft sich auf rund CHF 105.5 Mio. Erworben wurde auch die vor Ort ansässige WTCL Services SA, die mit ihren elf Mitarbeitern für Vermietung, Verwaltung, Facility Management und Servicedienstleistungen verantwortlich zeichnet.

Beat Schwab wird der Generalversammlung der Zug Estates Holding als neuer Verwaltungsratspräsident vorgeschlagen. Er folgt auf Hannes Wüest, der altershalber aus dem Verwaltungsrat ausscheiden wird. Mit dem Erreichen der statutarischen Alterslimite beendet Hannes Wüest seine Tätigkeit im Verwaltungsrat der Zug Estates. Beat Schwab ist seit 2014 als Verwaltungsrat der Gruppe tätig, seit 2016 ist er Mitglied des Strategie- und Investitionsausschusses. Der 50-jährige Beat Schwab war von 2006 bis 2012 CEO der Immobilien-Dienstleisterin Wincasa und führt seit 2012 und noch bis im Frühjahr 2017 das Real Estate Investment Management Schweiz der Credit Suisse. Er hat an der Universität Bern als Dr. rer. pol. promoviert und anschliessend ein MBA an der Columbia University erworben. Die GV findet am 11. April 2017 statt. 

Die Stimmbevölkerung von Risch Rotkreuz hat die Anpassung des Bebauungsplans Langweid, neu Suurstoffi West, genehmigt. Damit kann die Entwicklung des Areals Suurstoffi weiter geführt werden. Rechtskräftig wird der angepasste Bebauungsplan jedoch erst mit der Genehmigung durch den Regierungsrat, welche im ersten Halbjahr 2017 erwartet wird. «Wir freuen uns über das Vertrauen der Bevölkerung und interpretieren das Abstimmungsresultat als Bestätigung für die nachhaltige Weiterentwicklung des Areals», sagt Tobias Achermann, CEO der Grundeigentümerin Zug Estates. Der Bebauungsplan Suurstoffi West ermöglicht im westlichen Arealteil die Verdichtung direkt beim Bahnhof. Gestützt auf den öffentlichen Projektwettbewerb sollen an dieser städtebaulich wichtigen Lage drei Gebäude, darunter ein 60 Meter hohes Hochhaus, entstehen, die Platz für den Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern und zusätzliche Dienstleistungsflächen bieten. Zudem ist hier auch die Anbindung der von der Gemeinde Risch geplanten Personenüberführung Ost vorgesehen, die die beiden Ortsteile zusätzlich verbinden und an die SBB-Perrons anschliessen wird.

Der Patrimonium Swiss Real Estate Fund investiert in Wohn- und gemischt genutzte Liegenschaften, mit klarem Fokus auf Wohnliegenschaften im unteren und mittleren Mietpreissegment, überwiegend in der Genferseeregion und auf der Achse Freiburg, Bern, Basel und Zug. Das Portfolio besteht per 30. September 2016 aus 48 Wohn-liegenschaften, 7 gemischt genutzten Liegenschaften und 5 kommerziell genutzten Liegenschaften im Gesamtwert von CHF 705 Mio. (30.09.2015: CHF 637 Mio.). Der Nettoinventarwert wurde von CHF 122.37 (nach Ausschüttung) auf CHF 123.72 gesteigert. Die Fremdfinanzierungsquote beträgt per 30.09.2016 25.31% (30.09.2015: 29.62%) bei einem durchschnittlichen Zinssatz von 1.92%. Per 1. Juli 2016 wurden die beiden Liegenschaften in Grenchen/SO für CHF 5 Mio. verkauft (Verkehrswert CHF 4’136’000) und in Echandens/VD wurden per 1. April 2016 fünf Wohnungen der neu erstellten Überbauung im Stockwerkeigentum für CHF 2 Mio. Verkauft, teilt die Fondsleitung mit. Mit dem Neubauprojekt in Montreux/VD, Stockwerkerhöhungen von Liegenschaften in den Kantonen Genf und Waadt sowie dem Entwicklungspotential des Areals «Spinnerei an der Lorze» in Baar/ZG verfügt der Fonds über Wachstumspotenzial. Die Mieteinnahmen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um CHF 2.88 Mio. Dies entspricht einer Steigerung von 17.8%. Die zusätzlichen Mieteinnahmen sind zum grossen Teil auf den Kauf der Liegenschaft in Baar/ZG und die Fertigstellung der beiden Neubauprojekte Erlenmatt/BS und Echandens/VD zurückzuführen. Der Nettoertrag von CHF 7.2 Mio. für die Halbjahresberichtsperiode hat sich gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr (31.03.-30.09.2015) um CHF 2.1 Mio. erhöht. 

Während die Preise für Einfamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen über die ganze Schweiz gesehen konstant blieben, setzte sich die hohe Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern fort. Dies geht aus der jährlichen Umfrage des Schweizerischen Hauseigentümerverbandes hervor. Über 230 Experten aus der Immobilienbranche haben sich an der HEV Immobilienumfrage beteiligt. Die Umfrage wird seit 1980 durchgeführt. Die Umfrageergebnisse zeigen konstante Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen. Allerdings gibt es in verschiedenen Regionen unterschiedliche Entwicklungen. Während eine Mehrheit der Befragten konstante Preise beobachtete gab es auch Beobachtungen von sinkenden oder steigenden Preisen. Für das kommende Jahr erwarten die Experten eine Fortsetzung dieser Entwicklung. Die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern scheint ungebrochen. 70 Prozent der Umfrageteilnehmer beobachteten steigende oder sogar stark steigende Preise. Auch für 2017 erwartet über die Hälfte der Experten steigende Preise für Mehrfamilienhäuser. Nach wie vor pessimistisch sind die Einschätzungen im Bereich der Büro- und Geschäftsliegenschaften. 65 Prozent der Befragten meldeten für 2016 eine rückläufige Nachfrage nach Flächen in diesem Segment. Sogar für Liegenschaften an grossstädtischen Zentrumslagen erwartet mehr als die Hälfte der Befragten sinkende Preise.