Im Rentenalter sinkt das bisherige Einkommen. Für Personen mit Wohneigentum stellt sich damit die Frage, ob dieses im hohen Alter noch finanzierbar und als private Vorsorge geeignet ist. Damit Eigentümer bis ins hohe Alter selbständig in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben können, ist es wichtig, dass sie sich frühzeitig mit der Finanzierung ihres Wohneigentums auseinandersetzen. Die ZHAW hat im Auftrag des Bundesamtes für Wohnungswesen (BWO) rund 1600 Mitglieder des Hauseigentümerverbands der Generation 50+ zu den Plänen für ihr Wohneigentum befragt. Untersucht wurde, ob Eigentümer ihr Haus oder ihre Wohnung dereinst verkaufen, vererben oder behalten wollen. Dabei hat sich gezeigt, dass Eigentümer eine starke emotionale Bindung an ihre eigenen vier Wände haben und dass die Bindung zum Wohneigentum mit der Länge der Wohndauer und den damit verbundenen persönlichen Erinnerungen steigt. Dies verdeutlicht die geringe Verkaufsbereitschaft von durchschnittlich 26 Prozent. Gleichzeitig sind durchschnittlich 71 Prozent bereit, das Wohneigentum einmal zu vererben. Lediglich persönliche Risikoereignisse beeinflussen signifikant die Verkaufsbereitschaft der Befragten. Beim Tod des Partners oder der Partnerin steigt die Verkaufsbereitschaft auf rund 38 Prozent, bei einer Pflegebedürftigkeit sogar auf 48 Prozent an. 

Eine positive Wertentwicklung des Bestandesportfolios und erfolgreiche Sanierungs- und Neubauprojekte vermeldet der UBS Simafür das Geschäftsjahr 2018. Damit erhöhte sich der Nettoinventarwert pro Anteil um 2,7%, was einer Anlagerendite von 6,6% entspricht. Der Marktwert des Portfolios liegt bei über CHF 9,3 Mrd. Die Ausschüttung verbleibt auf CHF 3.25 pro Anteil. Auf Basis des Börsenkurses von CHF 106.70 könne per Ende Geschäftsjahr 2018 eine Ausschüttungsrendite von 3,0% ausgewiesen werden, heisst es von der UBS. Beim UBS Foncipars erhöhte sich Wert des Liegenschaftsportfolios um 5,8% auf CHF 1,43 Mrd. Aus der Ausschüttung des letzten Jahres und dem Anstieg des Nettoinventarwertes pro Anteil um 6,8%, ergibt sich eine Anlagerendite von 10,4%. Dank einem Mietertragszuwachs von 6,5% wurde die Ertragskraft verbessert. Die Ausschüttung verbleibt auf dem Vorjahresniveau mit einer Payout-Ratio von 96,7%. Per Jahresende 2018 stieg der Marktwert des kommerziellen Portfolios des UBS Swissrealum 3,8% auf rund CHF 1,97 Mrd. Die Mietzinseinnahmen fielen mit CHF 98,4 Mio. um 2,5% höher aus als im Vorjahr, bei einer Mietausfallrate von 4,2%. Daraus resultiert eine Anlagerendite von 4,8%. Die Ausschüttung verbleibt auf dem Vorjahresniveau. 

Die Zusammenstellung des Verwaltungsrats der Procimmo SA hat sich verändert. Patrick Richard, VR-Präsident und langjähriges VR-Mitglied, und Philippe Beckers (Vizepräsident) sind anlässlich der ordentlichen Generalversammlung per aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten. Neuer Präsident wird Serge Ledermann. Er besitzt einen Master in Wirtschaftswissenschaften der Universität Lausanne und ist als Consultant für verschiedene Stiftungen, Pensionskassen und Family Offices tätig. Neu für Philippe Beckers tritt Yves Hervieu-Causse in den Verwaltungsrat ein und nimmt das Amt des Vizepräsidenten wahr. Er verfügt über ein Anwaltspatent und hat vertiefte Kenntnisse bezüglich Asset Management, Corporate Finance und Family Office. Arno Kneubühler, CEO der Procimmo SA, tritt als delegierter Verwaltungsrat ebenfalls in den Verwaltungsrat ein. Dominique Hentsch de Méhérenc de Saint Pierre behält ihr Mandat im Verwaltungsrat bei. 

Mobimo schliesst die Transformation des ehemaligen Industrieareal Aeschbachquartier in Aarau in ein gemischt genutztes Quartier ab. Ein Jahrzehnt nach Entwicklungsstart weist das Aeschbachquartier fast 1000 Arbeitsplätze und knapp 600 Bewohner auf. Die Zone ist das erste von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zertifizierte Schweizer Quartier. Die DGNB-Zertifizierung berücksichtigt nicht nur ökologische Faktoren, sondern beurteilt auch die bauökonomischen, planerischen und soziokulturellen Eigenschaften eines Entwicklungsprojekts. In die Analyse vor der Zertifikatsvergabe fliessen Themen wie Lage, Mobilität, Energieversorgung, Aufenthaltsqualität und soziale Durchmischung ein. Auftakt für die Entwicklung des in vier Baufelder aufgeteilten Areals mit einer gesamten Investitionssumme von CHF 268 Mio. war im Jahr 2012 die Fertigstellung des Gebäudes Polygon (Baufeld 3). Es folgten die aufsehenerregende Sprengung des Sprecher-Hochhauses im Jahr 2013 und der Bau des GastroSocial-Towers auf dem Baufeld 1, der 2016 von den Mitarbeitenden der Sozialversicherung GastroSocial bezogen wurde. 2015 wurde der Grundstein für den Bau der 92 Eigentumswohnungen auf dem Baufeld 4 gelegt. 2016 nahm Mobimo das Baufeld 4 in Angriff und erstellte darauf 167 Mietwohnungen und gut 2600 qm Gewerbeflächen. Parallel dazu wurde die Aeschbachhalle, ein Industriegebäude aus dem Jahr 1910, sanft renoviert.

An der Jahresmedienkonferenz der Finanzmarktaufsicht (Finma) hat Direktor Mark Branson von einer Überhitzung im Immobiliensektor gewarnt. Tendenzen bestünden «gegenwärtig im Bereich der Renditeliegenschaften, denn parallel zu den gestiegenen Preisen beobachten wir rekordhohe Leerstände», sagte Finma-Chef Branson laut einer Mitteilung. Für die Finma wie andere Beobachter ist klar, dass die Situation auf die sehr tiefen Zinsen in der Schweiz zurückzuführen ist. «Wir schreiten ein, wenn einzelne Institute hier zu hohe Risiken eingehen.» Weil dies an der allgemeinen Risikosituation nichts ändern würde, überlege sich die Finma zusätzliche Massnamen. Branson führte dazu aus, dass der Überhitzung nur «mit wirksamen Anpassungen der Selbstregulierung oder der Regulierung erfolgreich begegnet werden» könne.

Der Schweizer Elektrokomponentenhersteller LEM verlegt Genfer Hauptsitz, Forschung und Entwicklung sowie eine Produktionseinheit auf das HIAG-Areal «The Hive» in Meyrin (GE). LEM ist nach Hewlett Packard Enterprise, HP Inc. und Regus der vierte Ankernutzer auf dem Areal. Der Neubau für die an der SIX Swiss Exchange gelistete LEM umfasst eine Fläche von rund 7000 qm mit Büroflächen sowie zwei Stockwerken für die Forschungs- und Entwicklungseinheit und eine Produktionseinheit. Die Realisierung wird nach Baugenehmigung für das Jahr 2020 angestrebt.

Die Nachfrage nach Einfamilienhäusern befindet sich auf einem Höchststand. Mit über 34’000 ausgeschriebenen Einfamilienhäusern sind knapp 6000 Objekte mehr verfügbar als noch im Jahr 2015 (+17%). Gleichzeitig ist die durchschnittliche Insertionszeit auf Schweizer Online-Immobilienportalen trotz des höheren Angebotes auf 81 Tage gesunken (2016: 104 Tage), was die enorm hohe Nachfrage erklärt. Dies zeigt die Online Home Market Analysis (OHMA) von homegate.ch in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. In der Region Zürich gehen die Häuser am schnellsten weg (nach 48 Tagen), während die Einfamilienhäuser in den Regionen Waadt/Wallis (90 Tage) und Tessin (92 Tage) fast doppelt so lange inseriert werden müssen. Nach dem Erreichen eines Höchststandes der durchschnittlichen Insertionszeit von 104 Tagen im Jahr 2016 reduzierte sich 2018 die Insertionszeit auf 81 Tage (kumulierter Rückgang seit 2016: -22%), was in Kombination mit dem höheren Angebot die anhaltend steigende Nachfrage nach Einfamilienhäusern dokumentiert. Die Nachfrage scheint trotz einer merklich gestiegenen Wohneigentumsquote (auf knapp 40%), der 2014 eingeführten deutlichen Verschärfung der Regulierungen zur Hypothekarfinanzierung sowie rekordhohen Eigenheimpreisen nicht zu bremsen. Peter Ilg vom Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft sieht drei Gründe für diese erstaunliche Entwicklung: «Erstens fiel 2018 das gesamtwirtschaftliche reale Wachstum mit 2.5% so hoch aus wie seit acht Jahren nicht mehr. Zweitens haben sich die Befürchtungen, dass die Zeit der Negativzinsen bald zu Ende geht, verflüchtigt. Die ausserordentlich tiefen Hypothekarzinsen bleiben noch länger bestehen. Drittens ist Sparen aufgrund der tiefen Zinsen nach wie vor uninteressant.»

Die Leerwohnungsziffer in der Schweiz ist gegenüber dem Vorjahr laut Bundesamt für Statistik erneut stark angestiegen und belief sich am 1. Juni 2018 auf 1,62%. Am Stichtag wurden 72 294 leere Wohnungen gezählt, dies sind knapp 13% bzw. 8020 Einheiten mehr als im Vorjahr. Die Leerwohnungs-ziffer steigt seit 2010 kontinuierlich an. In den beiden Grossregionen Ostschweiz (2,08%) und Tessin (2,02%) überschritt sie erstmals seit mehr als 15 Jahren die Zwei-Prozent-Marke. Auf gesamtschweizerischer Ebene betraf die Zunahme alle betrachteten Segmente: Einfamilienhäuser, übrige Gebäude mit Wohnnutzung, Neu- und Altwohnungen sowie Miet- und Eigentumswohnungen. Gleich verhielt es sich bei den Wohnungskategorien (Anzahl Zimmer). Auf kantonaler Ebene wiesen im Jahresvergleich 20 Kantone eine höhere Leerwohnungsziffer auf, in sechs Kantonen entwickelte sie sich zurück. Dabei verzeichneten 13 Kantone eine Leerwohnungsziffer unter dem nationalen Mittel von 1,62%, bei den übrigen Kantonen lag die Ziffer darüber. Im Kantonsvergleich verzeichnete der Kanton Solothurn (2,98%) die schweizweit höchste Leerwohnungsziffer, gefolgt von den Kantonen Aargau (2,65%) und Jura (2,56%). Wie im Vorjahr wurde die tiefste Ziffer im Kanton Zug registriert (0,44%). In den Kantonen Genf (0,53%) und Obwalden (0,70%) war sie nur geringfügig höher.

Ende 2017 gab es in der Schweiz rund 1,7 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung, gibt das Bundesamt für Statistik bekannt. Dies entspricht einer Zunahme von 6% gegenüber 2010. Knapp die Hälfte aller Gebäude (49%) befindet sich in den fünf bevölkerungsreichsten Kantonen Zürich, Bern, Waadt, Aargau und St. Gallen. Dabei sind die verschiedenen Gebäudekategorien räumlich sehr unterschiedlich verteilt. Mehrfamilienhäuser befinden sich zu 55% im städtischen Kernraum, gegenüber 43% der Einfamilienhäuser. Die Bauperioden sind ein weiteres charakteristisches Merkmal. Etwas mehr als ein Drittel (37%) aller Gebäude mit Wohnnutzung wurde nach 1980 gebaut und der Anteil der in dieser Zeit erstellten Einfamilienhäuser (43%) übersteigt diesen Wert deutlich. Der Gesamtwohnungsbestand der Schweiz umfasst rund 4,5 Millionen Wohnungen. Dies entspricht einer Zunahme von 10% gegenüber 2010. Wie bei den Gebäuden sind auch bei den Wohnungen rund die Hälfte (51%) in den fünf bevölkerungsreichsten Kantonen (ZH, BE, VD, AG und SG) zu finden. Über die Hälfte (55%) des Gesamtwohnungsbestands in der Schweiz sind Wohnungen mit 3 oder 4 Zimmern. Ein Viertel der Wohnungen ist grösser und ein Fünftel kleiner. Im städtischen Kernraum verfügt ein Fünftel (20%) der Wohnungen über 5 oder mehr Zimmer. Im Einflussgebiet städtischer Kerne ist der Anteil der grossen Wohnungen am höchsten: 87% der Wohnungen haben 3 oder mehr Zimmer und 36% haben 5 oder mehr Zimmer