«Während die Abkehr vom Mindestwechselkurs für viele Unternehmen eine veritable Herausforderung darstellt, haben die flankierend eingeführten Negativzinsen den Wert von Immobilien erhöht», schreibt die Credit Suisse im neusten Immobilienmonitor. Weil sich die Renditedifferenzen von Immobilienanlagen gegenüber alternativen Anlagen ausgeweitet haben, fliesse viel Kapital in die Immobilienmärkte. Innerhalb weniger Wochen sind deshalb Anfang Jahr die Agios und Prämien der kotierten Immobilienanlagen auf Rekordwerte geklettert. Spiegelbildlich dazu sind die Handelsvolumina markant angestiegen. «Nicht nur institutionelle Investoren favorisieren Anlagen in Immobilien, auch für Privatinvestoren hat aufgrund der niedrigen Verzinsung von Sparkapitalien und der Angst vor Negativzinsen die Neigung zu Immobilieninvestitionen zugenommen. Das treibt die Preise in die Höhe» heisst es weiter. Als Folge davon sei die Abschwächung des Preiswachstums im Wohneigentum ins Stocken geraten. Der vermehrte Kapitalzufluss dürfte laut Credit Suisse auf dem Immobilienmarkt zusätzliche Entwicklungen auslösen. Das freue die Bauwirtschaft. Meldungen, wonach sich diese bereits im Abschwung befindet, seien daher verfrüht. Für die kommerziellen Vermietermärkte bringe die neue Ausgangslage dagegen kaum Linderung. Während der Büroflächenmarkt mit sinkenden Mieten kämpfe und mit einer wechselkursbedingten Dämpfung der Nachfrage rechnet, wiegen auf dem Verkaufsflächenmarkt die durch Onlinehandel und Frankenstärke ausgelösten Unsicherheiten schwerer als die günstigen Finanzierungsbedingungen, weshalb Investoren derzeit um den Verkaufsflächenmarkt einen grossen Bogen machen.

Der Bauindex der Credit Suisse sinkt im ersten Quartal 2015 auf den Stand von 130 Punkten. Die CS erwartet nun für das zweite Quartal 2015 einen saisonbereinigten Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 1.3% zum Vorquartal und 9.0% gegenüber dem Vorjahresquartal. Verantwortlich für die Abschwächung sei ausschliesslich die Indexkomponente Tiefbau, welche gegenüber dem Vorquartal erneut 3.8% einbüsst. Eine leichte Erholung im Vergleich zum Vorquartal zeichnet sich hingegen beim Hochbau ab (+1.2%). Diese Erholung wird sowohl vom Wirtschafts- (+4.1%) als auch vom Wohnungsbau (+0.8%) getragen und sie dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen. Für eine Stabilisierung der Umsätze im Hochbau sprechen laut CS drei Faktoren. Erstens dürfte beim Zweitwohnungsbau der Tiefpunkt in der zweiten Jahreshälfte vorerst durchschritten werden. Bei der Planungstätigkeit ist in den Tourismusregionen eine Stabilisierung auf tiefem Niveau zu beobachten. Ausserdem werden sich die vorherrschenden Unsicherheiten mit Inkrafttreten des Zweitwohnungsgesetzes (voraussichtlich 2016) etwas reduzieren. Zweitens entwickelt sich die Projektierungstätigkeit ausserhalb der Zweitwohnungsgemeinden auf hohem Niveau seitwärts. Drittens sorgen die Negativzinsen für eine erhöhte Attraktivität von Immobilienanlagen gegenüber Obligationen und flüssigen Mitteln, was zusätzliche Projektentwicklungen auslöst. Trotzdem dürften laut CS die Umsätze des erfolgreichen Jahres 2014 ausser Reichweite bleiben.

Die Schweiz ist ein Land für Mieter: Landesweit liegen 75 Prozent der Mieten unter CHF 180.- pro Quadratmeter und Jahr. Mittelgrosse Städte wie St. Gallen, Schaffhausen, Aarau, die Region Espace Mittelland, Neuchâtel, Freiburg oder Sion sind für Mieter sehr preiswert. Hotspots mit Preisen über CHF 255.- sind die grossen Städte und die Tourismusgebiete. Der Preisanstieg über die letzten 10 Jahre ist sehr moderat und liegt mit 9 Prozent sogar unter der Inflationsrate. Einzig die Agglomerationen Genf und Zürich zeigen eine starke Zunahme. Beim Wohneigentum zeigt sich eine deutlich andere Entwicklung: Hier stiegen in den letzten 10 Jahren die Preise um 48 Prozent. Stagniert nun die Preisentwicklung im Jahr 2015? Der aktuelle Index von ImmoCompass weist auf eine preisliche Entlastung hin.

Im Fokus der 53. Generalversammlung der Schweizerischen Zentralstelle für Baurationalisierung CRB stand die neue Unternehmensstrategie. Ziel sei es, die bewährten CRB-Standards so mit neuen Planungsmethoden zu verbinden, dass die Anwender von den vorhandenen Vorteilen – Rechts- und Kostensicherheit sowie Transparenz – auch zukünftig profitieren können. CRB-Direktor Thomas Pareth: «Mit den neugebildeten Geschäftseinheiten Daten und Services sowie den beiden Aussenstellen hat sich CRB konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet». Die Umorganisation der Geschäftsstelle sowie die Erweiterung der Geschäftsleitung seien erste sichtbare Auswirkungen. Neben der Strategieentwicklung sei die NPK-Ausgabe 2015 – zu der zwei komplett neu erarbeitete Kapitel zählen – in allen drei Sprachen termingerecht fertiggestellt worden. Mit dem Webservice NPK-Navigator haben die Anwender via Smartphone, Tablet oder PC jederzeit Zugriff auf die gesamte NPK-Datenbibliothek. 

Das Real Estate Investment Management der Credit Suisse plant, für den Credit Suisse Real Estate Fund Global (CS REF Global, Valor 13 985 167) im ersten Halbjahr 2015 eine Emission durchzuführen. Der 2011 lancierte CS REF Global, mit einem Gesamtfondsvermögen von CHF 354,9 Mio. per 31. Dezember 2014, ist ein Schweizer Immobilienfonds, der in ausländische Immobilien investiert und an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert ist. Der Fonds verschafft privaten sowie institutionellen Investoren Zugang zu einem internationalen Immobilienportfolio. Der Anlagefokus liegt auf kommerziellen Liegenschaften in Amerika, Asien/Pazifik und Europa (ohne die Schweiz).

Das Ergebnis vor Steuern und Neubewertungen 2014 der Dual Real Estate Investment AG aus Fribourg, kotiert an der BX Berne eXchange, belief sich auf CHF 5’084’832, was CHF 2.16 je Aktie entspricht. Die Cashflow-Rendite erreichte 6,27 Prozent. Der Nettoinventarwert (NAV) je Aktie steigerte sich um 46.73 Prozent auf CHF 34.51 (letzter NAV 31.12.2013 CHF 23.52). Die Grundstücke und Immobilien befinden sich hauptsächlich im Kanton Genf. Über 85 Prozent der Mieteinnahmen werden in Wohnimmobilien erwirtschaftet. Im Berichtsjahr 2014 wurde keine Immobilien-Transaktion getätigt. Mit einem Jahresschlusskurs am 31. Dezember 2014 von CHF 24.25 erzielte DREI 2014 eine positive Performance von CHF 10.79 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Ende des Jahres wurden die Aktien mit einem Discount von 29.74 Prozent gegenüber dem NAV gehandelt. Bei konstantem Umfang stieg der Verkehrswert des Immobilienportfolios auf CHF 244.4 Mio., was einer Aufwertung von 13.6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert entspricht. In Übereinstimmung mit den internationalen Regeln, hat DREI Jones Lang LaSalle Zürich als neuen Bewertungsexperten beauftragt. 

Das Emirat Katar investiert Milliarden in die Infrastruktur und den Tourismus – nicht nur zur Fussball-Weltmeisterschaft im November/Dezember 2022. Mit dem Masterplan «Vision 2030» werden unter anderem die Erweiterung des Flughafens und eine komplett neue Stadt vor den Toren der Hauptstadt Doha geplant. Der Tourismus soll ebenfalls entscheidend gestärkt werden. Derzeit werden in Katar 41 neue Tophotels mit insgesamt 11600 Zimmern gebaut, wie tophotelprojects.comberichtet. Insgesamt sind in Katar Investitionen in die Infrastruktur in Höhe von rund 200 Milliarden US-Dollar in Planung. Rund 5,7 Milliarden US-Dollar davon sollen in neue Hotels und Restaurants fliessen. Für die Fussball-WM 2022 müssen noch acht Sportstadien entstehen.

Die Aktionäre der Zug Estates Holding AG beschlossen für das Geschäftsjahr 2014 insgesamt CHF 9.1 Mio. beziehungsweise CHF 1.85 je Namenaktie A und CHF 18.50 je Namenaktie B aus den Kapitaleinlagereserven an die Aktionäre auszuschütten. Die Auszahlung erfolgt spesenfrei und ohne Abzug der Verrechnungssteuer am Dienstag, 21. April 2015.

Die Intershop Holding AG wird ihre Inhaberaktien in Namenaktien umwandeln. Das beschloss die ordentliche Generalversammlung, an  der 62,52 Prozent des stimmberechtigten Aktienkapitals vertreten waren. Allen weiteren Anträgen des Verwaltungsrats wurde zugestimmt. Unter anderem wurde beschlossen: Auszahlung der Dividende von CHF 20 je Aktie am 9. April 2015 (ex-Datum 7. April 2015); Neufassung der Statuten; Wiederwahl von Dieter Marmet und Charles Stettler sowie Wahl von Michael Dober in den Verwaltungsrat und den Vergütungsausschuss; Wiederwahl von Dieter Marmet zum Präsidenten des Verwaltungsrats; Genehmigung des maximalen Gesamtbetrags der Vergütung des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung. Die Amtsdauer aller gewählten Vertreter endet mit Abschluss der nächsten ordentlichen Intershop-Generalversammlung.

Der Bundesrat hat die strategischen Ziele der SBB verabschiedet und beschlossen, dass die SBB keine aktive Wohnungspolitik betreiben sollen. Der schweizerische Mieterverband fordert nun, dassdie SBB eine wohnpolitische Verantwortung tragen und dadurch noch mehr preisgünstigen und gemeinnützigen Wohnungsbau fördern sollten. Dieser Forderung möchte der Mieterverband allenfalls mit einer Volksinitiative Nachdruck verleihen. Ganz anders sieht es der Schweizerische Hauseigentümerverband. Dieser geht davon aus, dass sich der gegenwärtige Leerstand von rund 46 000 Wohnungen preissenkend auf die Mieten auswirken wird. Die SBB seien mit einem Anteil von 30 Prozent bereits stark im preisgünstigen Segment vertreten.