57,1 Prozent der Stimmbevölkerung war gegen die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen», 42,9 waren für die Vorlage. Die Vorlage ist auch am Ständemehr gescheitert. Von den Deutschschweizer Kantonen sagte einzig Basel-Stadt ja. Der HEV Schweiz ist erfreut, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Mieterverbandsinitiative eine klare Absage erteilt haben. Starre Quoten seien keine Lösung für den lokal so unterschiedlichen Wohnungsmarkt. Für lokale Probleme brauche es massgeschneiderte Lösungen vor Ort. Der Wohnungsmarkt habe sich in weiten Teilen der Schweiz entspannt. «Dort, wo punktuell angespannte Wohnungsmärkte vorherrschen – vornehmlich in den Städten – wurden in der Regel bereits Massnahmen ergriffen. Die Kantone, Städte und Gemeinden verfügen bereits über die notwendigen Instrumente oder können sie selbständig einführen», ist der HEV überzeugt.

Nach knapp zwei Monaten eröffnet die Anlagestiftung Steiner Investment Foundation (SIF) mit der Anlagegruppe «Swiss Development Residential» bereits die nächste Emission. Investiert wird in Schweizer Städte mit über 20’000 Einwohner und in attraktive Mikrolagen mit guter Verkehrsanbindung. Die Emission wird lanciert damit das Portfolio weiter ausgebaut werden kann und neue Anleger aufgenommen werden können. Die Eckdaten der 11.Emission: Emissionsvolumen: CHF 150 Mio, Beginn der Zeichnungsfrist ist am 10. Februar 2020,Ende der Zeichnungsfrist ist am 28. Februar 2020,Zuteilung ist am 3. März 2020,Liberierungen: Bis zu maximal drei Liberierungen, verteilt über 9 Monate zwischen dem 20. März 2020 und dem 23. Dezember 2020,Ausgabekommission: 1.50%.

 

Rund ein Viertel aller Gemeinden im Kanton Luzern hat zu grosse Bauzonen und muss deshalb zurückzonen. Der Kanton unterstützt sie mit verschiedenen Massnahmen. Rückzonungen stellen die Kantone und Gemeinden vor grosse Herausforderungen. Der Kanton Luzern geht beispielhaft an diesen schwierigen Prozess heran, schreibt Espace Suisse.  Genau 21 Gemeinden weisen zu grosse unüberbaute Bauzonen auf – insgesamt 67 Hektaren Bauland, wie es in einer Mitteilung des Kantons vom 30.1.2020 heisst. Der Kanton und die Rückzonungsgemeinden müssen die potenziellen Rückzonungsflächen bis zur öffentlichen Auflage der revidierten Ortsplanung vor Bebauung freihalten – zum Beispiel, indem Baugesuche sistiert oder eine kommunale Planungszone erlassen werden. Um die betroffenen Gemeinden und Grundeigentümerinnen und -eigentümer im schwierigen Rückzonungsprozess zu unterstützen, setzt der Kanton Luzern eine regional breit abgestützte Begleitgruppe ein. Zusammen mit dem Kanton wurden Merkblätter und Musterschreiben entwickelt. Dabei flossen auch die unterschiedlichen Anliegen der Gemeinden mit ein.

Mobimo verzeichnete im Mietgeschäft eine deutliche Steigerung des Ertrags, teilt das Unternehmen mit. Der Erfolg aus Neubewertung ist positiv. Das Immobilienportfolio erreichte im Berichtsjahr einen Gesamtwert von knapp CHF 3,3 Mrd. Aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft resultierte wie im Herbst angekündigt nur ein geringer Ergebnisbeitrag.

Mobimo blickt auf ein insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019 zurück. Das geht aus der Präsentation des Jahresergebnisses hervor. Es war geprägt durch die Eröffnung zweier grosser Deutschschweizer Quartiere, des Aeschbachquartiers in Aarau und des Mattenhofs in Kriens, und durch die gleichzeitigen Stabübergaben an der operativen und an der strategischen Spitze des Unternehmens. Der Gesamtwert des Portfolios wuchs plangemäss und beträgt neu knapp CHF 3,3 Mrd. (Vorjahr CHF 3,1 Mrd.). Der den Aktionären der Mobimo Holding AG zurechenbare Gewinn beläuft sich auf CHF 103,2 Mio. (Vorjahr CHF 90,6 Mio.), exklusive Neubewertung auf CHF 61,7 Mio. (Vorjahr CHF 59,2 Mio.). Der aus der eigenen Entwicklung resultierende Neubewertungserfolg beträgt CHF 16,0 Mio. (Vorjahr CHF 23,2 Mio.). Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung erneut eine Ausschüttung von CHF 10.00 pro Aktie vorschlagen.

Wachstum und Qualitätssteigerung

Das Jahr 2019 verlief im Mietgeschäft erfreulich: Im Geschäftsjahr 2019 wurden mehrere Liegenschaften, so zum Beispiel die Gewerbeliegenschaft Seehallen Horgen oder die Anlageobjekte des Aeschbachquartiers, aus der Entwicklungspipeline in das Portfolio überführt. Im zweiten Halbjahr schloss Mobimo zudem die Bauarbeiten im Mattenhof in Kriens weitgehend ab und kurz vor Jahresende wurde auch das Moxy-Hotel in Lausanne pan die Mieterin SV Hotel übergeben. Die Mieteinnahmen übertrafen mit CHF 125,0 Mio. erwartungsgemäss das Niveau des Vorjahres (CHF 114,1 Mio.) deutlich. Die Quote des direkten Aufwands aus Vermietung lag mit 15% tiefer als im Vorjahr (Vorjahr 18%). Der Erfolg aus Vermietung konnte somit um 14% auf CHF 106,7 Mio. (Vorjahr CHF 94,0 Mio.) gesteigert werden. Der Leerstand beläuft sich auf 3,8% (Vorjahr 2,9%). Im Aeschbachquartier beträgt der Vermietungsstand der Gewerbe- und Wohnflächen Anfang des Jahres nun über 90% und im Mattenhof aktuell 70% (bezogen auf den Soll-Mietertrag) .

Höhepunkte der Nachhaltigkeitsmassnahmen

Mit dem Aeschbachquartier eröffnete Mobimo das erste gemäss den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltigkeit (DGNB) zertifizierte Schweizer Stadtquartier. Im Mattenhof ist die Wärme- und Kälteversorgung dank der Nutzung der Sonnenenergie und dank eines Verbundsystems (sogenannte Anergieanlage) zu einem grossen Teil CO2-neutral. Und in den Seehallen Horgen versorgt die Photovoltaikanlage die Mieter mit hauseigenem Solarstrom. Das Portfolio von Mobimo wurde vom Global Real Estate Sustainability Benchmark (GRESB) erneut als Green Star bewertet.

Tiefes Ertragsniveau bei Entwicklungen und Verkauf Promotion

Der Erfolg aus dem Entwicklungs- und Promotionsgeschäft lag im Berichtsjahr mit CHF 3,0 Mio. wie im Herbst angekündigt auf tiefem Niveau (Vorjahr CHF 6,2 Mio.). Grund dafür sind zeitliche Verschiebungen bei zwei Projekten aus der Entwicklungstätigkeit für Dritte. Mobimo erwartet dank der gut gefüllten Pipeline in den kommenden Jahren wieder substanziellere Ergebnisbeiträge aus Entwicklungen und Verkauf Promotion. Vor diesem Hintergrund erwähnenswert sei der Erwerb von drei Grundstücken im Berichtsjahr: eines in der Stadt Zürich, eines in Stadtnähe und eines an bevorzugter Lage in der Zentralschweiz. Diese eignen sich für Stockwerkeigentum im stark nachgefragten mittleren Preissegment. Auf dem im Jahr 2017 erworbenen Grundstück in Meggen werden die Bauarbeiten für 30 Eigentumswohnungen voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2020 starten. Das laufende Jahr wird für eines der Projekte aus der langfristigen Pipeline bedeutsam: Voraussichtlich im Juni 2020 wird die Stimmbevölkerung von Biel und Nidau über die Eckdaten der Realisierung von Agglolac entscheiden. Agglolac ist eine grosse Quartierentwicklung, bei der Mobimo als Kompetenz- und Finanzpartner der beiden Städte beteiligt ist.

Erfolgte und geplante Veränderungen in der Führung

Die Geschäftsleitung von Mobimo wird seit Anfang April 2019 von Daniel Ducrey geführt. Seit 1. August ist auch der langjährige Leiter Bewirtschaftung, Christoph Egli, Mitglied des Gremiums. Auch im Verwaltungsrat wurde der Generationenwechsel eingeleitet: Peter Schaub übernahm das Präsidium von Georges Theiler, zusätzlich wurden mit Bernadette Koch und Dr. Christoph Caviezel neue Mitglieder gewählt. Aufgrund des Rücktritts seines Verwaltungsratskollegen Peter Barandun per Generalversammlung 2019 verlängerte Wilhelm Hansen seine Amtszeit. Anlässlich der Generalversammlung vom 31. März 2020 steht er nun definitiv nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Als seine Nachfolgerin schlägt der Verwaltungsrat den Aktionären Martha Scheiber (CH, 1965) vor. Martha Scheiber war bis 2019 Leiterin Asset Management und Mitglied der Geschäftsleitung der Pax Holding und in dieser Funktion unter anderem zuständig für das Immobilienanlageportfolio des Versicherers. Als Ereignis nach dem Bilanzstichtag zu erwähnen ist der Entscheid von Geschäftsleitungsmitglied Manuel Itten, Mobimo per Sommer 2020 zu verlassen, um eine neue unternehmerische Herausforderung anzunehmen.

Die SGI City Immobilien AG, eine Tochtergesellschaft der Intershop Holding AG, reichte ein Baugesuch für den Neubau einer Montagehalle für die Firma Stadler Rail auf ihrem Areal im Industriepark Neuhegi in Oberwinterthur ein. Die Montagehalle soll auf einer Landfläche von rund 13’250 qm erstellt werden. Laut Intershop ist vereinbart, dass Stadler das Gebäude langfristig anmieten wird. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist Anfang 2022 vorgesehen. Beide Parteien verfügen über ein Rücktrittsrecht vom Mietvertrag, sollten im weiteren Planungs- und Bewilligungsverlauf Sachverhalte eintreten, welche die angestrebte Wirtschaftlichkeit des Bauvorhabens verhindern würden, heisst es in einer Mitteilung.

Acron vereint in der Acron Helvetia XIV Immobilien AG zwei Immobilien in St. Gallen – das Hotel Radisson Blu mit Grand Casino sowie das Westcenter Fachmarktcenter – und bietet sie qualifizierten Anlegern aus der Schweiz und weiteren Ländern an. Erwarten könnten die Anleger eine sofortige Ausschüttungen in Höhe von 5 Prozent p.a., heisst es in einer Mitteilung. Acron wolle damit dem Wunsch von Kunden entgegen kommen, die eine Alternative zu herkömmlichen indirekten Anlageformen in Schweizer Liegenschaften suchen und die Vorteile eines Club Deals schätzten.

Die aktuellen Tragbarkeitsregelungen seien nicht mehr zeitgemäss und berücksichtigten die Situation am heutigen Hypothekarmarkt nicht mehr ausreichend, schreibt MoneyPark. «Mittlerweile haben über 40 Prozent der Eigenheimkäufer eine erhöhte Tragbarkeit und dies in einem Anbieter-Markt der im Bereich erhöhter Tragbarkeiten sehr intransparent ist. Wir plädieren deshalb für die Offenlegung der Finanzierungsbedingungen durch die Anbieter, um Transparenz und Zugang zu Hypotheken zu verbessern», schreibt die Hypothekarspezialistin. Die Tragbarkeit müsse im Vergleich zur bestehenden Praxis detaillierter berechnet werden. Mit einem neuen Positionspapier zeigt MoneyPark ihre Sicht für den den Weg zu einer zeitgemässen Berechnung der Tragbarkeit bei Eigenheimfinanzierungen auf. Der Anbieter-Markt sei im Bereich erhöhter Tragbarkeiten sehr intransparent. Vielfach ist nicht bekannt, welche Anbieter unter welchen Bedingungen finanzieren.«Die aktuellen Tragbarkeitsregelungen sind nicht mehr zeitgemäss und berücksichtigen die Situation am heutigen Hypothekarmarkt nicht mehr ausreichend. Eine pauschale Senkung des kalkulatorischen Zinssatzes erachten wir aber als nicht zielführend», heisst es weiter. Bereits die Offenlegung der Finanzierungsbedingungen durch die Anbieter würde die Transparenz und damit den Zugang zu Hypotheken deutlich verbessern.Die Berechnungen in Bezug auf die Tragbarkeit müssten detaillierter sein:

  • Berechnung der Lebenshaltungskosten anhand von Referenzwerten
  • Kalkulatorischer Zinssatz in Abhängigkeit der Laufzeit der Festhypothek
  • Berechnung kalkulatorische Nebenkosten vom Objektwert (ohne Landwert)
  • Berücksichtigung des energetischen Zustandes des Objektes

Die Anwendung von individuellen Lösungsansätzen hinsichtlich flexiblerer Amortisationen etc. würde zudem helfen, den Kauf des Eigenheims früher zu vollziehen. «Wir gehen davon aus, dass die Umsetzung dieser Änderungen eine leicht erhöhte Nachfrage generieren würde. Eine erhöhte Bautätigkeit über die Zeit könnte dies jedoch weitgehend absorbieren.»

Die Glarner Kantonalbank bietet ab sofort Rollover-Hypotheken auf Basis des Saron «Swiss Average Rate Overnight» an. Der Libor wird nur noch bis Ende 2021 als Referenzzinssatz für Finanzierungen zur Verfügung stehen und in der Schweiz durch den Saronabgelöst. Der Saronexistiert seit 2009. Er wird auf der Basis besicherter Ausleihungen zwischen Schweizer Finanzinstituten täglich dreimal durch die SIX Group AG fixiert und ist jeweils für einen Tag gültig. Rollover-Hypotheken haben eine Gesamtlaufzeit von mindestens zwei Jahren. Neuabschlüsse und Verlängerungen müssten vor Ende 2021 und somit während der Laufzeit von Libor auf Saronumgestellt werden. Das würde den Kundinnen und Kunden einen bedeutenden Mehraufwand verursachen. Damit dieser Aufwand nicht entstehe, biete die Glarner Kantonalbank ab sofort Saron-basierte Hypotheken an, teilt die Bank mit.

Die Steiner Investment Foundation (SIF) hat mit ihrer Anlagegruppe Swiss Development Residential in der Stadt Genf ein Grundstück mit einer Fläche von über 40‘000 qm erworben, teilt Steiner mit.  Es liegt mitten im Jardin des Nations und das Projekt sieht eine gemischte Nutzung mit Büros, Wohnungen, Geschäften und Dienstleistungsbereichen vor. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der Steiner AG entwickelt und realisiert. Das Projektkonzept ist eng mit der Genfer Wirtschaft verbunden und soll künftig neue, komplementäre Dienstleistungen für die Stadt, die Mitarbeitenden der internationalen Organisationen und die Bewohner Genfs bieten. Der Baubeginn ist für 2024 geplant und mit der Fertigstellung wird per 2027 gerechnet.