Die HIAG Immobilien AG und die Firma Stadler Rail AG haben sich über einen Baurechtsvertrag für das rund 70‘000 qm grosse Areal in St. Margrethen (SG) im Rahmen des Evaluierungsprozesses geeinigt. Das Baurecht hat eine Laufzeit bis zum 31.12. 2080 und die Möglichkeit zu einer Verlängerung. Thorsten Eberle, Arealentwickler und Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bei HIAG betont, dass dies ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und der Region sei. Die Wirtschaftsförderung des Kantons St. Gallen war federführend in der Vermittlung tätig. Der Baurechtsvertrag ist abhängig von der rechtskräftigen Umzonung des Grundstücks in die Industriezone.

Bei Schweizer Immobiliendirektanlagen ist die Performance im Vorjahresvergleich gesunken und beträgt per Ende 2016 5.8 % (2015: 6.6 %). Das geht aus dem neusten IAZI Swiss Property Benchmark hervor. Am meisten ist die Performance bei Bürohäusern und Verkaufsflächen (2016: 4.3 %; 2015: 5.5 %) zurückgegangen, was die anhaltende Krise in diesen Segmenten widerspiegelt. Einen Performancerückgang verzeichnen auch gemischt genutzte Liegenschaften (2016: 6.1 %; 2015: 6.8 %), während allein bei den Wohnliegenschaften (2016: 6.8 %; 2015: 7.3 %) der Rückgang vergleichsweise gering ausgefallen ist. Die Spitzenreiter bei den kantonalen Performancewerten für Wohnliegenschaften sind Wallis (8.4 %), sowie Basel-Stadt (7.8 %) und Zürich (7.7 %). Bei den Schweizer Städten verzeichnen Lausanne (6.6 %) und Luzern (6.7 %) höhere Performancewerte als der frühere Hotspot Genf (5.5 %). 

Die Performance summiert sich aus der Wertentwicklung (2016: 2.5 %; 2015: 3.0 %) und der Netto-Cashflow-Rendite, respektive NCF-Rendite (2016: 3.3 %; 2015: 3.6 %). «Wir stellen fest, dass im Berichtsjahr beide Werte rückläufig sind», sagt Donato Scognamiglio, CEO von IAZI. «Aus unserer Sicht ist der diesjährige Performancerückgang vor allem auf die geringe Wertsteigerung von Geschäftsliegenschaften zurückzuführen, die per Ende 2016 nur 1.0 % beträgt.» Uneinheitlich sei das Bild bei den Kantonen. Während die Performance der Geschäftsliegenschaften in den Kantonen Zug (6.3 %) und Freiburg (11.8 %) vergleichsweise hoch ausgefallen ist, ist die Performance für Bürohäuser und Verkaufsflächen in den Kantonen Solothurn (2.8 %) sowie in den Kantonen Tessin (2.0 %) und Graubünden (0.5 %) auf einem tiefen Stand. 

Baloise vergibt den Totalunternehmer-Auftrag für den ersten grossen Bauabschnitt für den Baloise-Park in Basel an die Steiner AG, die somit den Bau des von Miller & Maranta entworfenen Hochhauses verantwortet. Bis 2020 soll der Baloise Park fertig gestellt sein. Der rund 90 Meter hohe Turm wird mehrheitlich vom Hotelbetreiber Mövenpick genutzt. Die obersten sieben Etagen vermietet die Baloise als attraktive Büroflächen. Für die Gestaltung des Hochhauses zeichnen die Architekten Miller & Maranta verantwortlich, welche auch den Bebauungsplan des Baloise Park ausgearbeitet hatten. Neben dem 5-Sterne Hotel mit 264 Zimmern, Konferenzcenter, Restaurants und Ballsaal entstehen in den Neubauten des Baloise Park rund 1’300 Arbeitsplätze, die zur Hälfte vermietet werden.

Die Arealentwicklerin HIAG wird ihr Management per Mai 2017 verstärken, wie das Unternehmen mitteilt. Neben CEO Martin Durchschlag und CFO Laurent Spindler wird neu Dr. Jvo Grundler (51) als General Counsel zur Geschäftsleitung stossen. Zudem wird der Verwaltungsrat an der kommenden Generalversammlung vom 20. April 2017 Jvo Grundler als fünftes Mitglied zur Wahl in den Verwaltungsrat vorschlagen. Jvo Grundler war zuletzt als General Counsel und Managing Partner Legal Switzerland bei EY Schweiz tätig. Er hat in St. Gallen und Cambridge studiert, 1993 das Anwaltspatent erworben und weist eine über zwanzigjährige Expertise in der Rechtsberatung, insbesondere rund um M&A und Kapitalmarkt-Transaktionen, auf. Jvo Grundler wird auch ausserhalb der HIAG für ausgewählte Unternehmen tätig bleiben 

2017 sind weltweit 435 Milliarden Dollar an neuem Kapital verfügbar, das in Immobilien angelegt wird – ein kleiner Rückgang gegenüber letztem Jahr. Dies hält der diesjährige Report «Great Wall of Money» von Cushman & Wakefield fest. Der jährliche Bericht zeigt seit 2009 auf, wie viel neues Kapital weltweit für Immobilieninvestments bereitgestellt wird. Der stetige Aufwärtstrend, den Cushman & Wakefield seit Beginn des Reportings aufzeichnet, setzt sich 2017 nicht fort. Allerdings ist der Rückgang mit 2 Prozent gering, und das diesjährige Kapitalvolumen, welches in Immobilien investiert werden soll, ist das zweithöchste seit 2009. Als Grund für den leichten Rückgang gibt Cushman & Wakefield an, dass Kredite zurückhaltender vergeben werden als in den Jahren zuvor und damit weniger Fremdkapital zur Verfügung steht.

Wie verhalten sich die Anleger? Die hohe Nachfrage und geringe Verfügbarkeit von Core-Anlagen lässt Investoren vermehrt auf neue Strategien ausweichen – so wird stärker in Added-Value-Immobilien und in die Entwicklung neuer potenzieller Core-Immobilien («Build-to-core-Strategie») investiert. Der Wettbewerb um attraktive Anlagemöglichkeiten bleibt also auch 2017 bestehen.

Vermehrt konzentrieren sich Investoren auf ein einziges Land. Single-Country-Investitionen machen heute 61 Prozent des verfügbaren Kapitals aus. Cushman & Wakefield schätzt, dass die USA 2017 der grösste Investment-Markt im Fokus der Anleger bleiben wird. Erstmals stehen in Nord- und Südamerika mehr Mittel zur Verfügung – 173 Milliarden Dollar, ein Plus von 2 Prozent – als im EMEA-Raum, wo die Kapitalsumme um 9 Prozent auf 130 Milliarden Dollar geschrumpft ist. Dieser Rückgang ist vor allem dem starken Dollar geschuldet. Leicht zugelegt hat die Region Asien-Pazifik, wo 132 Milliarden Dollar Kapital verfügbar sind.

Die Umsätze in der Ausbaubranche sind 2016 leicht gesunken. Dies spiegelt sich auch im Gesamtumsatz der Hälg Group wieder, der mit 270 Millionen Franken leicht unter dem Vorjahr (274 Millionen Franken liegt). Getrieben werde dieser Rückgang durch das Kerngeschäft Installation von Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen, wie das Unternehmen mitteilt. Die anderen Geschäfte vom Engineering über die Gebäudeautomation, den Service und das Facility Management haben das Volumen gehalten oder sind leicht gewachsen. Die Firmeninhaber Marcel und Roger Baumer zeigen sich mit dem Geschäftsjahr zufrieden: «Wir haben unsere qualitativen Ziele erreicht und sind namentlich auch weiterhin profitabel unterwegs.»

Die Zug Estates Gruppe konnte das Wachstum der vergangenen Jahre erfolgreich konsolidieren, wie die börsenkotierte Gesellschaft mitteilt. Das Konzernergebnis ohne Neubewertungserfolg betrug CHF 24.0 Mio. und lag damit auf Vorjahresniveau. Die Marge konnte trotz Umsatzrückgang von 38.2% auf 39.2% gesteigert werden. Der Liegenschaftenertrag stieg um 2.3% auf 40.1 Mio. Der Leerstand betrug nur noch 1.8%. Entwicklungsvorhaben im Umfang von CHF 440 Mio. befinden sich im Bau oder in Planung und sollen ab 2018 zu einer deutlichen Ertragssteigerung führen. Der Generalversammlung wird eine Erhöhung der Ausschüttung an die Aktionäre um 12.2% auf CHF 23.00 pro Namensaktie Serie B beantragt.

Der Mietwohnungsmarkt steuert ungebremst in den Abschwung. «Ungeachtet steigender Leerstände wird weiter in den Schweizer Immobilienmarkt investiert, was die Bautätigkeit im Mietwohnungssegment ankurbelt. Die Leerstände werden unweigerlich weiterwachsen», halten die Immobileinspezialisten der Credit Suisse in ihrer neusten Studie fest. Der Motor dieser Entwicklung sind die Negativzinsen. Sie sorgen für hohe Renditedifferenzen zu Anlagealternativen und lassen Immobilieninvestitionen nach wie vor attraktiv erscheinen. Diese Konstellation dürfte dazu führen, dass 2017 trotz sinkender Mieten die Preise von Mehrfamilienhäusern nochmals ansteigen. Die Preise von Wohneigentum steigen hingegen nicht mehr. Im 4. Quartal 2016 ist eine 14-jährige Ära des Preiswachstums zu Ende gegangen. Wohneigentum gleicht für die meisten Haushalte laut CS einer Fata Morgana: Die geringen effektiven Wohnkosten sind bloss eine Täuschung, da die Regulierung und die hohen Preise Wohneigentum für viele Haushalte unerschwinglich machen.

In den vergangenen Jahren ist das Vermögen des börsenkotieren IMMOFONDS auf mehr als CHF 1,3 Mrd. angestiegen. Gleichzeitig ist das wirtschaftliche und regulatorische Umfeld noch anspruchsvoller geworden. Der Verwaltungsrat der AG für Fondsverwaltung (AGFO) hat deshalb beschlossen, den aktuell mit einem Teilzeitpensum besetzten Vorsitz der Geschäftsleitung der AGFO auf ein Vollzeitpensum auszubauen. Da Dominik Weber, der Geschäftsführer der AGFO und Leiter des IMMOFONDS, sein Teilzeitpensum aufgrund seiner anderweitigen beruflichen Verpflichtungen nicht erhöhen möchte, wird er per Ende September 2017 von seinen Funktionen zurücktreten. Der Verwaltungsrat hat die Suche nach einem Nachfolger in die Wege geleitet. 

Christoph Schumacher wird per 1. Juni 2017 neuer Leiter Global Real Estate bei Credit Suisse Asset Management und Michel Degen, Leiter Asset Management Schweiz & EMEA, unterstellt sein. Seit März 2011 ist Christoph Schumacher als Geschäftsführer bei der Union Investment Institutional Property GmbH in Deutschland tätig. Dort war er verantwortlich für das institutionelle Geschäft und Mitglied des Real Estate Investment Committee von Union Investment. Seit Januar 2016 ist er Sprecher des Vorstands der Region Nord des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA Region Nord). Per 1. Juni 2017 wird Credit Suisse Asset Management Real Estate die folgenden drei Geschäftsfelder umfassen: Real Estate Switzerland unter der Leitung von Raymond Rüttimann, Real Estate International unter der Leitung von Francisca Fariña Fischer und Real Estate Mandates & Advisory unter der Leitung von Daniel Tochtermann. Alle Leiter/innen werden an Christoph Schumacher berichten.