Ausgabe 23/2025 vom 06.06.2025.

Die Woche im Rückblick: Wichtige Themen, Studien und Hintergründe aus der Immobilienwirtschaft. Am Freitag in der «Crème de la Semaine».

Preise für Wohneigentum steigen im Mai erneut

Eigenheime liegen weiterhin im Trend: Anbieter von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern reagieren im Mai abermals mit Preiserhöhungen. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede, sowohl zwischen den Regionen als auch bei den Objekttypen. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des ImmoScout24-Kaufindex.

Laut dem ImmoScout24-Kaufindex, der in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI erhoben wird, fällt der Anstieg der Angebotspreise im Mai besonders bei Eigentumswohnungen deutlich aus. Diese verzeichnen im Vergleich zum Vormonat einen Zuwachs von 0,8 Prozent. Auch Einfamilienhäuser werden zu höheren Werten ausgeschrieben, wobei mit 0,3 Prozent eine moderate Zunahme zu beobachten ist. Diese Entwicklungen dokumentieren, dass Anbieter den Schweizer Eigenheimmarkt nach wie vor optimistisch einschätzen und davon ausgehen, dass die Zahlungsbereitschaft trotz des sehr hohen Preisniveaus weiterhin nicht ausgeschöpft ist.

Regionale Unterschiede

Wer in der Schweiz ein Eigenheim kaufen möchte, findet je nach Region ganz unterschiedliche Voraussetzungen vor. «Besonders gross ist die Auswahl aktuell in der Genferseeregion. Augenfällig ist dort vor allem das schweizweit mit Abstand grösste Inseratevolumen an Eigentumswohnungen», erläutert Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group. Und auch in der Region Mittelland finden Kaufinteressent:innen ein grosses Angebot vor. Dort sind die Chancen zudem vielversprechend für all diejenigen, die ein Einfamilienhaus suchen: Rund die Hälfte der ausgeschriebenen Objekte gehört zu dieser begehrten Wohnform. «Am knappsten ist das Angebot hingegen in der Grossregion Zürich, eines der drei bevölkerungsreichsten Gebiete der Schweiz: Gerade einmal etwa jedes zwanzigste sich auf dem Markt befindende Objekt liegt in dieser Region», so Waeber weiter.

Preissteigerung in Zürich

Wenngleich die Angebotspreise für Einfamilienhäuser auf nationaler Ebene im Mai nur moderat angestiegen sind, so ist dies mit Blick auf die unterschiedlichen Regionen nicht überall gleich der Fall. Spitzenreiter ist die Grossregion Zürich, in der die ausgeschriebenen Preise im letzten Monat mit plus 3,9 Prozent besonders stark zugelegt haben. Auch das Tessin (plus 1,2 Prozent) und das Mittelland (plus 1,0 Prozent) verzeichnen überdurchschnittliche Zuwächse. Demgegenüber dürfen sich Interessent:innen aufgrund von Preissenkungen insbesondere in der Ostschweiz (minus 2,1 Prozent) wieder vermehrt Hoffnungen machen, ihren Traum vom Besitz eines Eigenheims in die Tat umzusetzen.

Ostschweiz und Zentralschweiz im Fokus

Gerade umgekehrt sieht es bei Stockwerkeinheiten aus: Hier haben Anbieter im Mai ihre Preiserwartungen insbesondere in den Regionen Ostschweiz (plus 2,7 Prozent) und Zentralschweiz (plus 2,3 Prozent) kräftig angehoben. Die preislichen Vorstellungen fallen auch in der Grossregion Zürich (plus 1,1 Prozent) und im Tessin (plus 1,0 Prozent) leicht über dem nationalen Durchschnitt aus. Im Mittelland (minus 0,7 Prozent) und in der Nordwestschweiz (minus 0,4 Prozent) sind für Eigentumswohnungen hingegen Preisreduktionen auszumachen.

Der Preisboom der Zweitwohnungen geht weiter

Zweitwohnungen in den Bergregionen in der Schweiz haben sich seit 2020 um über 30 Prozent verteuert – und damit deutlich stärker als der Gesamteigenheimmarkt, schreibt die UBS im Swiss Alpine Property Focus 2025. Der Preisboom der Zweitwohnungen war regional breit abgestützt. Aufgrund ihrer direkten Nähe zu den grossen Wirtschaftszentren Zürich, Zug und Lausanne haben die Immobilienmärkte der Tourismusgemeinden in Graubünden, in der Zentralschweiz und im Wallis die höchsten Preisanstiege verzeichnet. Deutlich schwächer entwickelten sich die Preise hingegen im Berner Oberland. Die Preisentwicklung in den hochpreisigen Destinationen war insgesamt leicht stärker als in den günstigeren Regionen. Im 1. Quartal 2025 stiegen die Preise im Durchschnitt aller von der UBS analysierten Destinationen um 3,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Damit blieb die Preisdynamik gleich wie im Vorjahr, jedoch deutlich unter den Werten der Jahre 2023 (6,2 Prozent) und 2022 (7,9 Prozent). Die höchsten Preisanstiege im doppelstelligen Prozentbereich verzeichneten die Destinationen Saas-Fee (VS) und Disentis (GR).

Seit der Annahme der Zweitwohnungsinitiative gilt in den Bergregionen praktisch ein Baustopp für neue Ferienwohnsitze. Per 1. Oktober 2024 wurde das Zweitwohnungsgesetz jedoch gelockert («Lex Candinas», genannt nach dem Motionssteller), sodass künftig mehr Zweitwohnungen auf den Markt kommen könnten. Die Revision dürfte die Bautätigkeit gerade in Regionen ankurbeln, wo das Angebot gleichzeitig knapp ist – wie zum Beispiel in Davos/Klosters, Lenzerheide, Gstaad oder Grindelwald. Im 1. Quartal 2025 lag die Anzahl der Baugesuche in den touristischen Destinationen rund 10 Prozent über dem Vor- jahreswert und damit auf dem höchsten Niveau seit 2017.

Regulierungshammer als Risiko

Die potenzielle Abschaffung des Eigenmietwerts könnte sich negativ auf die Preisentwicklung auswirken. Insbesondere der Wegfall der Steuerabzüge für Unterhaltsarbeiten wiegt schwer. Und die daran gekoppelte mögliche Einführung einer Zweitwohnungssteuer droht die Nutzung von Ferienwohnungen zu verteuern. Im März 2025 kündigte der Bundesrat zudem ein Vorhaben zur Verschärfung der Lex Koller an. Das Gesetz regelt den Grundstückserwerb durch Ausländer. Die Vorlage befindet sich zwar noch in der Ausarbeitung, eine Einschränkung des Erwerbs von Ferienwohnungen und Wohneinheiten in Aparthotels durch Personen im Ausland stellt eine potenzielle Massnahme dar. Je nach Umsetzung könnte dies die Nachfrage nach Ferienwohnungen – insbesondere im Luxussegment – stark belasten und das Preisniveau in den Bergregionen auf eine harte Probe stellen.

Engadin / St. Moritz (GR) ist wieder die teuerste touristische Destination im Schweizer Alpenraum. Eine Zweitwohnung im gehobenen Segment kostet dort mindestens 22 300 Franken pro Quadratmeter und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr. An zweiter Stelle steht der letztjährige Spitzenreiter Verbier (VS) mit einem gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Prozent höheren Quadratmeterpreis von mindestens 22 100 Franken. Mit einem Anstieg von über 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr belegt Zermatt (VS) mit Preisen von über 20 900 Franken pro Quadratmeter den dritten Rang, knapp vor Gstaad (BE) mit einem Preisniveau ab
20 600 Franken. Die Top Fünf der teuersten Destinationen werden durch das aufstrebende Andermatt (UR) mit Preisen von etwa 20 200 Franken komplettiert. Das Preisniveau in diesen fünf Destinationen hat sich deutlich von den Preisen an anderen Orten abgekoppelt. In Flims / Laax, Arosa, Davos / Klosters oder Lenzerheide lässt sich eine Zweitwohnung im gehobenen Segment ab 15 000 bis 17 000 Franken pro Quadratmeter erwerben.

Interessante Publikationen rund um die Raumplanung

Der Verband für Raumplanung Espace Suisse hat interessante Publikationen rund um die Raumentwicklung zusammengestellt. Wohnraumknappheit, Lärm, hohe Baukultur, Innenentwicklung, Elektromobilität oder die Grosse Transformation: Zu diesen und weiteren Themen erschienen in den letzten Monaten verschiedene Studien, Berichte und Arbeitsmittel. Nachfolgend ein Auszug aus der Zusammenfassung von Espace Suisse.

Eine wichtige Rolle für das Angebot an bezahlbaren Wohnungen spielt der gemeinnützige Wohnungsbau. Interessante Fakten und Zahlen dazu liefert die «Statistik des gemeinnützigen Wohnungsbaus 2024», welche die Bundesämter für Statistik (BFS) und Wohnungswesen (BWO) gemeinsam zusammengetragen haben. Interessant dazu auch das Projekt zum Generationenwohnen des ETH Wohnforums. Drei Publikationen und ein Dokumentarfilm geben Einblick in diese innovative Wohnform. Als Nischenphänomen liesse sich das sogenannte Hallenwohnen bezeichnen. Dennoch ist es dem BWO eine Studie Wert. Die Publikation «Gemeinschaftlich ausbauen und wohnen» zeigt Chancen und Stolpersteine.

Vom Wohnen in Hallen zum Wohnen an lärmbelasteten Orten: In der Schweiz sind rund eine Million Personen und damit jede siebte Person von lästigem und schädlichem Lärm betroffen. 90 Prozent von ihnen leben in Städten und Agglomerationen. Der Strassenverkehr ist der Hauptverursacher. Dies und weitere interessante Fakten sind im Dossier zum «Tag des Lärms» zu finden, der am 30. April 2025 zum 20. Mal stattfand. Und wie wird die Anzahl lärmbetroffener Personen genau ermittelt? Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat eine Übersicht über verschiedene Auswertungsmethoden publiziert – interessant nicht nur für Statistikerinnen und Statistiker. Das Wohnumfeld hat viel mit Siedlungsqualität zu tun. Der Leitfaden «Ein lebenswertes Wohnumfeld für alle» vom Verein SpielRaum fasst zusammen, was es für eine attraktive Freiraumgestaltung braucht – insbesondere auch für Kinder.

Während die Umgestaltung der Energieversorgung in der Schweiz bereits in verschiedenen Forschungsprogrammen beleuchtet wurde, fehlte dies zur gesellschaftlichen Transformation. Die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) bietet eine Übersicht über bestehende Fragen und Forschungslücken. Um die «Grosse Transformation» geht es auch der Akademie für Raumentwicklung in der Leibnitz-Gemeinschaft (ARL). Ihr Magazin «Raumentwicklung» widmet sich dem Thema Fläche. Mit dem Artikel von EspaceSuisse-Direktor Damian Jerjen kommt einer der Denkanstösse aus der Schweiz. Und schliesslich zeigt eine Analyse des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) von über 180 Zukunftsszenarien aus 57 Ländern: Herausforderungen wie Biodiversität oder Klima lassen sich besser mit integrierten und koordinierten Ansätzen bewältigen. Handlungsstrategien sind demnach am wirksamsten, wenn sie auf eine nachhaltige Produktion und einen nachhaltigen Konsum sowie eine Verstärkung von Klimaschutz und -anpassung setzen. Der Bericht steht auf Englisch zur Verfügung.

Wincasa mit neuen Mandatsabschlüssen im ersten Halbjahr

Wincasa gewann im ersten Halbjahr mehrere neue Mandate. Diese umfassen die Bewirtschaftung der gesamten Portfolios des Akara Swiss Diversity PK Fund (ADPK), des BLKB Sustainable Property Fund und der TX Group sowie Center- und Mixed-Use Site Management für die Arab Bank Switzerland.

Der Akara Swiss Diversity Property Fund PK (ADPK) umfasst rund 160 Wohn- und Gewerbeliegenschaften in allen Landesteilen mit einem Marktwert von ca. CHF 3 Milliarden. Die bisherige Aufteilung zwischen kaufmännischer und technischer Bewirtschaftung wird per 1. Januar 2026 durch ein integriertes Modell ersetzt: Nach dem Gewinn des strukturierten Submissionsverfahrens übernimmt Wincasa den Grossteil des Portfolios im Vollmandat. Ergänzt wird dies durch punktuelle kaufmännische Mandate mit externer technischer Betreuung. Weiter verantwortet Wincasa Zusatzleistungen wie die MWST- Anlagebuchhaltung oder projektorientierte Tätigkeiten wie die Erstellung von Objektbusinessplänen. Einzelne Liegenschaften wurden bereits vorgängig übernommen.

BLKB Fund Management AG: Wincasa begleitet die BLKB Fund Management AG von Beginn an beim Aufbau ihres Immobilienfonds BLKB (CH) Sustainable Property Fund als Bewirtschaftungspartner. Der Fonds investiert in acht energieeffiziente Wohn- und Mischnutzungsliegenschaften mit einem Marktwert von rund CHF 177 Millionen. Nebst der Bewirtschaftung im Sinne eines Single Providers setzt die BLKB Fund Management AG auf umfangreiche ESG-Dienstleistungen wie auch auf weitere Dienstleistungen wie Flächenmanagement und strategisches Facility Management.  

Ein weiteres bedeutendes Mandat stammt von der TX Group. Seit 1. Januar 2025 erbringt Wincasa die Bewirtschaftung für das kommerziell genutzte Immobilienportfolio (Büros und Druckzentren). Dieses umfasst sowohl eigengenutzte als auch an Dritte vermietete Flächen an diversen Standorten in unterschiedlichen Landesteilen, darunter auch architektonische Highlights wie das vom japanischen Stararchitekten Shigeru Ban entworfene Mediengebäude in Zürich. Im Zentrum des Mandats mit einem starken Bezug zum Corporate Real Estate Management steht die Professionalisierung und Entflechtung der Rollen zwischen Eigentümer und Nutzer. Wincasa begleitet diesen Prozess mit massgeschneiderten Lösungen, strukturiertem Onboarding und fundierter Marktkompetenz.

Mit MixCity realisiert die Arab Bank Switzerland in Renens bei Lausanne eine Liegenschaft, die Nachhaltigkeit, gemischte Nutzung und architektonische Qualität verbindet. Auf rund 11’700 m2 realisiert sie ein multifunktionales, Minergie- zertifiziertes Gebäude mit modularen Flächen für Büros, Retail, Gastronomie, Produktion, Logistik, Sport und Freizeit. Bezüglich Nachhaltigkeit geplant sind unter anderem Photovoltaikanlagen, geothermische Sonden, Regenwassernutzung und eine urbane Dachfarm, die von einem professionellen Gemüseproduzenten betrieben wird. Wincasa ist bereits seit der Planungsphase involviert und übernimmt in der Betriebsphase das Property Management, inklusive Onboarding der Mieterschaft, operativer Steuerung und Unterstützung der Eigentümerschaft bei der Vermarktung. Neben MixCity begleitet Wincasa die Arab Bank Switzerland auch im Projekt QuarzUp in Vernier, das sich derzeit in der Bauphase befindet.

Im Bild: Mediengebäude TX Group in Zürich. (Bild: Wincasa)

Referenzzinssatz bleibt bei 1,5 Prozent

Am 2. Juni 2025 hat das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) den hypothekarischen Referenzzinssatz bestätigt: Er verbleibt bei 1.5%. Damit ändert sich an der mietrechtlichen Ausgangslage vorerst nichts, schreibt dazu der SVIT.Es gelte zu betonen, dass der Referenzzinssatz allein keine automatische Anpassung der Mietzinse bewirkt. Weder bei einer Senkung noch bei einer Erhöhung besteht ein Automatismus. Mietzinsanpassungen können nur im Rahmen einer konkreten Mitteilung (seitens Vermieterschaft) oder auf ein entsprechendes Begehren (seitens Mieterschaft) und unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Faktoren – wie Teuerung, Unterhalt oder allgemeine Kostenentwicklung – geltend gemacht werden, so der SVIT weiter. Der Verband rät seinen Mitgliedern sorgfältig zu prüfen, ob bei einer Anpassung des Referenzzinssatzes auch tatsächlich eine rechtliche Grundlage für eine Anpassung des Mietzinses besteht.

Weitere Kapitalerhöhung des Akara Swiss Diversity Property Fund PK

Aufgrund der hohen Nachfrage und des Zuteilungsprinzips «first come, first served» konnten anlässlich der 14. Kapitalerhöhung des Akara Swiss Diversity Property Fund PK (Akara Diversity PK) nicht alle Zeichnungen berücksichtigt werden, teilt die Fondsleitung mit. Um dieser Nachfrage nachzukommen lanciert sie kurzfristig eine weitere Kapitalerhöhung. Die Zeichnungsfrist dieser 15. Kapitalerhöhung dauert von Mittwoch, 11. Juni bis Freitag, 20. Juni 2025, um 12.00 Uhr. Die Liberierung der Fondsanteile erfolgt am 27. Juni 2025. Bei der 15. Kapitalerhöhung des Akara Diversity PK wird ein Emissionsvolumen von maximal 74’307 neuen Anteilen angestrebt. Fünfundzwanzig (25) bisherige Anteile berechtigen zum Bezug von einem (1) neuen Anteil zum Ausgabepreis per Liberierung von je CHF 1’148.00 (inkl. Nebenkosten und Ausgabekommission). Die Emission wird auf einer «best effort basis» im Rahmen eines Bezugsangebots an die gemäss Fondsvertrag zugelassenen Anleger in der Schweiz durchgeführt. Nicht gezeichnete Anteile werden nicht emittiert. Die Kapitalerhöhung wird unter Wahrung der Bezugsrechte der bestehenden Anteileigner erfolgen. Sollte es freie Bezugsrechte geben, haben neue Investoren die Möglichkeit, am Fonds zu partizipieren.

MV Invest entwickelt Leitfaden weiter

Labels und Benchmarks sind geeignete Instrumente, um die Nachhaltigkeit der Anlageprodukte auszuweisen und sie vergleichbar zu machen. Dabei geht es zunächst um die methodische und erst in zweiter Linie um die inhaltliche Vergleichbarkeit, denn die Methode beeinflusst die Performance. Inhaltliche Vergleiche von Immobilien sind innerhalb gleicher Kategorien – in Bezug auf Alter, Nutzung, Grösse und allenfalls sogar Region – möglich. Sie sind aber in der Zwischenzeit so reich an der Zahl, dass sich Investorinnen und Investoren schwer damit tun, sie voneinander zu unterscheiden und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen. MV Invest hat deshalb die Version 2025 des Leitfadens «Standards für nachhaltige Immobilien im Bestand» erarbeitet. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2024 wurde der Leitfaden in unterschiedlichen Kontexten verwendet und hat Interesse geweckt. Rückmeldungen aus der Branche sowie neue Entwicklungen haben MV Invest dazu veranlasst, ihn weiterzuentwickeln und zu optimieren. Ziel dieses technischen Dokuments ist es, einen Überblick über jene Standards zu schaffen, welche Schweizer Ursprungs sind, sowie über ausländische Instrumente, welche in der Schweiz einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben.

Herausgeber der Publikation ist die MV Invest AG, ein auf Immobilienanlagen spezialisiertes Beratungsunternehmen mit Sitz in Zürich. Die neue Fassung des Leitfadens kann kostenlos bezogen werden unter:

https://media.mvinvest.ch/MV_Leitfaden_DEU.pdf

Keine umfangreichen Verkäufe sowie keine Kapitalerhöhung geplant

Der Swiss Life REF (CH) ESG Swiss Properties hat im ersten Halbjahr 2024/25 insgesamt einen realisierten Erfolg von CHF 30,3 Mio. und einen Nettoertrag von CHF 27,4 Mio. erwirtschaftet, wie die Fondsleitung mitteilt. Sowohl die Eigenkapitalrendite (ROE) als auch die Rendite des investierten Kapitals (ROIC) lagen über den Vorjahreswerten per 30.09.2024 und 31.03.2024. Die Total Expense Ratio (TER) sank von 0,70% auf 0,68% des Bruttoanlagewerts. Der Nettoinventarwert (NAV) per 31.03.2025 betrug CHF 112.37 pro Anteil (NAV per 30.09.2024 CHF 113.73, vor Ausschüttung von CHF 2.70). Der Fonds verkaufte in der Halbjahresperiode insgesamt fünf Liegenschaften mit einem Marktwert von rund CHF 60 Mio. Die Bruttoverkaufspreise lagen im Mittel rund 5% über den letzten Marktwerten und der Erfolgsrechnung konnten rund CHF 2,9 Mio. an realisierten Kapitalgewinnen gutgeschrieben werden (netto). Eine Neubewertung der Liegenschaften fand zum Halbjahr nicht statt. Positiv zum Ergebnis beigetragen hat auch das im Juli 2024 zugekaufte Wohnportfolio, das bis Ende des Halbjahres 31.03.2025 eine um rund 0,4 Prozentpunkte höhere Nettorentabilität aufwies als das zuvor bestehende Portfolio, bei vergleichbaren Leerständen (2,3% versus 2,2%).

Beeinträchtigt wurde das Ergebnis durch den Ausfall eines langjährigen, grösseren Mieters an der Löwenstrasse in Zürich. Die betroffenen Flächen konnten per Oktober 2025 bereits wieder vermietet werden. Jedoch wurde die Erfolgsrechnung durch einen ausserordentlichen Delkredere-Aufwand belastet, der den gesamten Ausfall bis zum Ende des Geschäftsjahres per Ende September abdeckt. Dieser Aufwand ist weitgehend für den kurzzeitigen Anstieg der Mietzinsausfallrate auf 3,8% verantwortlich. Derzeit sei keine umfangreichen Verkäufe sowie keine Kapitalerhöhung geplant, heisst es weiter.