Ende 2017 wurden in der Schweiz 1,7 Millionen Gebäude mit Wohnnutzung sowie 4,5 Millionen Wohnungen gezählt, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt. Über die Hälfte der Gebäude waren Einfamilienhäuser und in 46 Prozent dieser Gebäude lebten nur eine oder zwei Personen. Eine Wohnung war durchschnittlich 99 qm gross und verfügte über 3,8 Zimmer. Die durchschnittliche Wohnfläche pro Person in ausländischen Haushalten mit mehr als einer Person lag bei 31 qm. In Haushalten, deren Mitglieder alle Schweizer sind, betrug die Fläche pro Person 44 qm. Durchschnittlich verfügte jede Person in der Schweiz über 1,7 Zimmer. Diese Zahl ist je nach Zusammensetzung des Haushaltes unterschiedlich. Beispielsweise wurde im Durchschnitt für einen Einpersonenhaushalt (1 erwachsene Person) 3 Zimmer pro Person gezählt, während es für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen mit minderjähriger/en Person(en) 1,1 Zimmer waren.

Erneut haben sich in Europa die Mietpreise und Spitzenrenditen für Logistik- und Büroflächen erhöht. Dies zeigt der Quartalsbericht «DNA of Real Estate» von Cushman & Wakefield. Der Schweizer Markt bleibt darin praktisch unverändert – mit einer Ausnahme. Der Quartalsbericht verzeichnet bereits seit acht Quartalen eine kontinuierliche Mietzinserhöhung bei kommerziellen Flächen. Dies gilt inbesondere für Logistik- und Büroflächen, die im Vergleich zum vorherigen Quartal um je 0.7% zugelegt haben. Die Mietzinse für High-Street-Retailflächen sind im gleichen Zeitraum durchschnittlich um 0.4% gesunken: Nur vier der 41 beobachteten Retail-Märkte haben in diesem Quartal ein Wachstum verzeichnet. Die europäischen Core-Märkte in Frankreich, Deutschland, Skandinavien, den Benelux-Staaten und UK haben sich von der Finanzkrise 2008 vollständig erholt; das Mietzinsniveau befindet sich nun wieder auf dem Stand vor der Krise. In der Schweiz – wo von Cushman & Wakefield jeweils die Märkte in Genf und Zürich analysiert werden – ist die Lage weitgehend unverändert. In Genf sind die Büromieten im Vorjahresvergleich sogar um 2.5 Prozent gesunken. Keine Veränderung war year to year bei High-Street-Retail- sowie Logistikmieten zu verzeichnen. Die Spitzenrenditen sind ebenfalls unverändert, mit Ausnahme der Zürcher Bahnhofstrasse, wo ein Rückgang des Capital Value Growth um 8,6 Prozent (quarter to quarter) und ein Yield Shift (quarter on quarter) von 30 bp zu verzeichnen ist.

Die Gruppengesellschaften Wincasa und Swiss Prime Site Immobilien AG nehmen personelle Wechsel in den Geschäftsleitungen vor. Beatrice Landolt, aktuell Head Research & Scouting und Head Competence Center Assisted Living bei Swiss Prime Site Immobilien AG, übernimmt Anfang Februar 2019 die Position als Bereichsleiterin Construction & Facility Management und wird damit Geschäftsleitungsmitglied bei Wincasa. Karin Voigt, aktuell Bereichsleiterin Construction & Facility Management bei Wincasa, übernimmt zeitgleich die Position des Head of Portfolio Management im Executive Board bei Swiss Prime Site Immobilien AG.

Die Schweizer Anlagestiftung AFIAA hat im Rahmen eines Asset Deals ein Bürogebäude im Londoner Westen erworben. Das 1916 errichtete Gebäude «14 Tothill Street» liegt im Teilmarkt Victoria und wurde 2007 umfassend saniert und modernisiert. Es verfügt über sieben Obergeschosse und bietet insgesamt 59‘892 Quadratfuss (rund 5500 Quadratmeter) Nutzfläche. Das Objekt ist vollständig an die Verwaltungseinheit des Unterhauses des britischen Parlaments vermietet. Dank der nahegelegenen U-Bahn-Station St. James’s Park ist die Liegenschaft gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz von London angeschlossen. Verkäufer ist der Bayernfonds Grossbritannien 2, ein Fonds der Real I.S. AG. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

Über eine Million Kunden pilgern jährlich in die Ikea nach Rothenburg LU. Dass seit fünf Jahren gleich neben dem Möbelhaus ein Shoppingcenter steht, ist vielen Konsumenten offenbar nicht bewusst. Das Walige Shopping – ein Retailpark mit 5700 Quadratmetern Einkaufsfläche – in dem sich die Geschäfte Melectronics, Dosenbach, Ochsner Sport, Chicorée und das One Fitness Center befinden, steht im Schatten der grossen Schwester Ikea, schreibt die Neue Luzerner Zeitung. Das wollen die neuen Besitzer nun ändern. Im März dieses Jahres kaufte die Immobilienfirma Helvetica Swiss Commercial AG die Liegenschaft der Vorbesitzerin und Erbauerin Ikea ab. Seither sei man daran eine neue Strategie für das Zentrum zu entwickeln, heisst es weiter. Es geht um eine Neupositionierung und auch um einen neuen Namen. Auch der Angebotsmix stehe zur Diskussion, etwa mit exklusiven Geschäften und Gastronomie.

Der Verwaltungsrat der Mobimo Holding AG hat Daniel Ducrey zum neuen CEO der Mobimo ernannt. Er wird im April 2019 die Nachfolge von Christoph Caviezel antreten, wie das börsenkotierte Unternehmen mitteilt. In einem umfassenden Selektionsprozess kam der Verwaltungsrat zum Schluss, dass Daniel Ducrey aufgrund seiner überzeugenden Persönlichkeit und seinem umfassenden Leistungsausweis in der nationalen sowie internationalen Immobilienbranche eine ideale Besetzung für diese Position ist. Daniel Ducrey wird am 1. März 2019 in das Unternehmen eintreten und sich in seine Aufgabe einarbeiten. Er wird die CEO-Funktion am Tag nach der Generalversammlung vom 2. April 2019 übernehmen. Der 54-jährige Daniel Ducrey ist Architekt FH und begann seine Berufskarriere als Projektleiter in einer Generalunternehmung. Nach 10 Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen bei der Losinger Construction AG wechselte er 2009 in die Geschäftsleitung der Steiner Group. Nach der erfolgreichen Reorganisation der Westschweiz Aktivitäten baute er eine Tochtergesellschaft in Indien auf und wirkte von 2015 bis Mitte 2018 als CEO der Steiner Group.

Bernadette Koch (50) wird neu zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Bernadette Koch war bis Mitte 2018 Wirtschaftsprüferin und Partnerin der Ernst & Young und betreute unter anderem zahlreiche Immobilienmandate. Zudem bearbeitete sie in den letzten Jahren als Mitglied der Geschäftsleitung der Wirtschaftsprüfung Schwerpunktthemen wie Digitalisierung, Produktivität, Change Management, Personalentwicklung und Diversity. Sie soll Wilhelm Hansen als Mitglied des Audit Committee ersetzen, der wie bereits kommuniziert nach 11 Jahren Wirken im Verwaltungsrat der Mobimo altershalber nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Wie bereits an der letzten Generalversammlung vom 27.03.2018 angekündigt, wird Christoph Caviezel der Generalversammlung vom 2. April 2019 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.

Der Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund Hospitality hat das Hotel Fairmont Le Montreux Palace in Montreux verkauft. Der Fonds plant eine erhöhte Ausschüttung von CHF 3.30. Der vorliegende Verkauf des Fünfsternehotels Fairmont Le Montreux Palace ist ein weiterer Schritt im Rahmen der Restrukturierung des Portfolios, gibt die Credit Suisse bekannt. Das im Jahr 1906 gebaute Hotel mit 236 Zimmern und Suiten befindet sich in Montreux am Ufer des Genfersees. Der Verkaufsvertrag wurde am 
22. Oktober 2018 notariell beurkundet. Der Eigentumsübertrag findet Ende 2018 statt. Der Verkaufspreis liegt im Rahmen des aktuellen Verkehrswerts. Mit dem Verkauf des Hotels reduziert sich die Hotelquote des Credit Suisse Real Estate Fund Hospitality (CS REF Hospitality, Valor 11876805). Zudem reduziert sich die Fremdfinanzierungsquote aktuell auf unter 26 Prozent der Verkehrswerte.

Auf dem Mattenhof in Luzern Süd entsteht ein Quartier mit eigener Identität. Eine Stadt in der Stadt, wo Menschen sich entfalten, unterhalten, zusammenfinden und vernetzen. Das war die Vision aus städtebaulicher Sicht. Beim Baustellenrundgang vom letzten Samstag wurde klar: die Marschrichtung stimmt. Am Tag der offenen Baustelle öffnete die Arealentwicklerin Mobimo die Baustelle und gewährte Einblicke in die Mikropole. Zehn Infoposten klärten die Besucherinnen und Besucher über das übergeordnete Verkehrskonzept, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, über Architektur und Städtebau, die Energiegewinnung, Kunst am Bau und über weitere Themen auf. Auch die Musterwohnung, die Hotellobby und die Dachterrasse des Hochhauses standen den Besuchern offen. Neben Themen wie Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität, Energie und Mobilität lieferte vor allem das künftige Zusammenleben der Community im neuen Quartier viel Stoff für angeregte Gespräche. Arealmanager William White von der Mobimo ist zufrieden mit dem Tag der offenen Baustelle: «Es freut uns sehr, dass so viele Leute gekommen sind. Offensichtlich ist das Interesse an der Mikropole gross.» Jetzt geht es am Mattenhof ganz schnell. Schon in einigen Monaten werden die ersten Mikropolitans einziehen. Bis dahin gibt es zwar noch einiges zu tun. Doch die Grundlage für das neue Quartier ist gelegt.

Am 10. Februar 2019 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Zersiedelungsinitiative ab. Der Vorstand des HEV Schweiz hat die Nein-Parole dazu beschlossen, teilt der Verband mit. Die Initiative der jungen Grünen sei zu radikal und ignoriere die Fortschritte, die mit der Revision des Raumplanungsgesetzes seit 2014 bereits erzielt wurden. Die Initianten verlangen eine nach innen gerichtete Siedlungsentwicklung sowie einen vollständigen Einzonungsstopp. In Zukunft sollen Bauzonen nur noch ausgeschieden werden können, wenn an anderer Stelle eine gleichwertige Fläche ausgezont wird. Ausserdem verlangt die Initiative, dass ausserhalb der Bauzone nur noch standortgebundene sowie Bauten für die bodenabhängige Landwirtschaft gebaut werden dürfen. Das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG), welches am 1. Mai 2014 in Kraft trat, erfülle die Forderungen der Initianten bereits weitestgehend, ist der HEV überzeugt. Es lenkt die Siedlungsentwicklung nach innen und legt fest, dass Gemeinden nur noch über Bauzonen für den Bedarf der nächsten 15 Jahre verfügen dürfen. Dem Siedlungsbereich werde somit ein enges Korsett verpasst und das Kulturland wurde besser geschützt. Ein vollständiger Einzonungsstopp sei angesichts des erwarteten Bevölkerungswachstums völlig unrealistisch – bis 2045 sollen gemäss dem mittleren Szenario des Bundes über 10 Millionen Menschen in der Schweiz leben.

Die Avobis Group arbeitet künftig im Bereich der Digitalisierung enger mit der Hypothekarbank Lenzburg (HBL) zusammen. Avobis wird die Kredite für ihre Kunden mit der Open-Banking-Plattform Finstar abwickeln. Im Fokus stehe insbesondere die Kernfunktionalität von Finstar mit Stammdaten und Kontoführung, heisst es in einer Mitteilung. Weiter könne die Avobis Group von den Zahlungsverkehrsoptionen der Open-Banking-Plattform der Hypothekarbank Lenzburg profitieren. Im Rahmen der Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen zudem die Open-Banking-Plattform Finstar im Bereich des Finanzierungs- und Kreditgeschäfts gemeinsam vorantreiben. Zu diesem Zweck sollen die bestehenden offenen Schnittstellen (Open Application Programming Interfaces, Open API) substanziell ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen weitergehende gemeinsame Lösungen entwickelt werden, die die strategische Positionierung der beiden Gesellschaften im Immobilien- und Hypothekenmarkt stärken.