Der US-amerikanische Private-Equity-Investor Blackstone sorgt für den grössten bislang bekannten Logistik-Deal in der Immobilienbranche: Für 18,7 Milliarden Dollar kauft Blackstone ein Portfolio aus Lagerhallen der Firma GLP aus Singapur ab, wie das deutsche Handelsblatt berichtet.  Mit den neu erworbenen 16,6 Millionen Quadratmetern, die allesamt in den USA stehen, kann Blackstone sein dortiges Logistik- und Industrieportfolio auf einen Schlag nahezu verdoppeln. Auch wenn die klassische Lagerhaltung nach wie vor in der Branche überwiegt, gilt neu E-Commerce als einer der wichtigsten Treiber für den Logistik-Investmentmarkt. Nach Informationen des «Wall Steet Journals» umfasst das nun gehandelte Portfolio etwa 1300 Gebäude. Amazon soll der grösste Mieter sein – was eine Bestätigung für E-Commerce als Investmenttrend wäre. Blackstone ist die weltgrößte Private-Equity-Firma im Immobiliengeschäft und verwaltet Immobilien im Wert von mehr als 200 Milliarden Dollar. Erst Anfang des Jahres hatten die Amerikaner mit Canada’s Pure Industrial Real Estate Trust ein Logistik-Portfolio in Kanada gekauft. Logistik-Immobilien sind nicht nur wegen ihrer guten Perspektive in Zeiten eines wachsenden E-Commerce-Handels gefragt. Immobilieninvestoren erfreuen sich auch an den vergleichsweise hohen Renditen. Während Wohninvestments in Innenstadtlagen häufig weniger als drei Prozent einbringen und Büroinvestments immerhin etwas mehr als drei Prozent versprechen, sind es bei Logistik-Immobilien in der Nähe von Grossstädten meist zwischen vier und fünf Prozent.

Die Angebotsmieten haben auch im Monat Mai wieder leicht abgenommen und sind erneut schweizweit um 0.1 Prozent gesunken. Der homegate-Index Schweiz steht bei 113.6 Punkten. Die Angebotsmieten befinden sich damit auf dem Stand des Jahresbeginns. Auch im Kanton Zürich sinken die Angebotsmieten gegenüber dem Vormonat um 0.1 Prozent. Weiter stechen die Kantone Tessin, Waadt, Fribourg, Neuenburg und Jura mit einem hohen Minus ins Auge. Das andere Ende der Skala besetzten Obwalden und Zug mit einem Anstieg von 1.5 respektive 1.6 Prozent.

In ihrem neuen Ranking analysierte die Deutsche Bank Preise und Lebensstandards weltweit, um auf diese Weise Städte mit der höchsten Lebensqualität aber auch die teuersten Städte zu identifizieren. Dabei wurden allerdings nicht alle Metropolen bewertet, sondern nur diejenigen, die «für die globalen Finanzmärkte relevant sind». Bei der Bewertung ging die Deutsche Bank nicht auf kulturelle, soziale oder Freizeit-Möglichkeiten ein, sondern bewertete nach Kaufkraft, regionaler Kriminalität, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Kosten für Konsumgüter, Erschwinglichkeit von Wohnungen, Verkehrsüberlastung, Verschmutzung sowie regionaler Klimafreundlichkeit. Auf Platz 1 landete im diesjährigen Ranking Zürich. Die grösste Stadt der Schweiz ist das globale Zentrum der Bank- und Finanzwirtschaft. Zürich war besonders stark bei Kaufkraft-, Sicherheits- und Schadstoffindizes. Nach San Francisco verfügt Zürich ausserdem über die höchsten Monatslöhne. Nachdem die Hauptstadt Neuseelands, Wellington, im letzten Jahr noch an der Spitze thronte, landete sie in diesem Jahr auf Platz 2. Die Stadt mit Uferpromenade, Sandstränden und einem aktiven Hafen konnte besonders in Bezug auf Erschwinglichkeit von Wohnungen, Verkehrsüberlastung und Umweltverschmutzung punkten. Auf Rang 3 wurde in diesem Jahr die dänische Hauptstadt Kopenhagen, die als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Landes gilt, gewählt. Kopenhagen schnitt vor allem bei Sicherheit, Gesundheitsversorgung, Verkehrsüberlastung und Umweltverschmutzung gut ab. Auf Platz 4 der Städte mit der besten Lebensqualität folgte Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands. Platz 5 belegte die österreichische Stadt Wien, gefolgt von der finnischen Stadt Helsinki auf Rang 6. Platz 7 belegte eine australische Metropole: Melbourne. Die Plätze 8 und 9 gingen an die USA: So weisen auch Boston und San Francisco eine hohe Lebensqualität auf. Schliesslich schaffte es auch noch die australische Stadt Sydney unter die besten 10.

Der vom Bundesamt für Wohnungswesen vierteljährlich publizierte hypothekarische Referenzzinssatz für die Mietzinsen liegt weiterhin bei 1,5% wie das BAW bekannt gibt. Folglich gibt es keinen aktuellen Bedarf zur Mietzinsanpassung. Bei Neuvermietungen drückt die hohe Zahl leerstehender Wohnungen aber auf die Anfangsmieten. Der zugrundeliegende Durchschnittssatz ist allerdings weitergesunken. Der Hauseigentümerverband Schweiz hält daher eine Senkung des Referenzzinssatzes bereits Ende 2019 für durchaus möglich

Auch im 2. Quartal 2019 legt der Bauindex der Credit Suisse deutlich zu (+4.1% gegenüber dem Vorquartal) und erreicht die neue Höchstmarke von 148 Punkten. Während sich die saisonbereinigten Umsätze des Hochbaus leicht abschwächen dürften (–1.7%), erwartet die CS für den Tiefbau ein deutliches Plus (+10.1%). «Beim Hochbau haben sich die Vorlaufindikatoren insgesamt etwas verschlechtert. Das gemäss Baugesuchen geplante Hochbauvolumen der vergangenen 12 Monate liegt mit CHF 46.8 Mrd. 6.6% tiefer als noch vor Jahresfrist. Doch die noch immer prall gefüllte Auftragspipeline sorgt insbesondere beim Wirtschaftsbau für eine stabile Entwicklung, die im weiteren Jahresverlauf noch anhalten dürfte», heisst es weiter. Beim Wohnungsbau scheint der Höhepunkt überschritten, da der Angebotsüberhang die Investitionsbereitschaft zu dämpfen scheint. «Doch mit den Negativzinsen, die bis mindestens 2021 Bestand haben dürften, bleibt einer der wichtigsten Treiber der Baukonjunktur bestehen. Auch das Wachstum der Gesamtwirtschaft dürfte sich nach zwischenzeitlicher Verlangsamung wieder erholen und mittelfristig den Geschäftsgang des Bauhauptgewerbes stützen.»

HIAG arrondiert mit der Übernahme der Jaeger et Bosshard SA ihr Areal ‚Porte Sud‘ in Genf, wie das börsenkotierte Unternehmen mitteilt. Im Zug der Transaktion erwirbt HIAG das von der Jaeger et Bosshard SA im Baurecht gehaltene Grundstück in der Grösse von 4457 qm. Das HIAG-Areal im Genfer Stadtteil Lancy umfasst nach der Erweiterung eine Gesamtfläche von 13‘362 qm. HIAG ist heute der einzige private Eigentümer des in unmittelbarer Nachbarschaft des Stade de Genève gelegenen ‚Porte Sud‘. Neben HIAG besitzen der Kanton Genf und die SBB Anteile am Areal, das an die Bahnlinie Genf-Annemasse (F) und den künftigen Bahnhof Lancy Bachet anschliesst. HIAG erwirbt die auf Metall-Recyling spezialisierte Jaeger et Bosshard SA von der Thommen Gruppe, einem der führenden Recycling-Unternehmen der Schweiz. Bis auf Weiteres nimmt die Thommen Gruppe die operative Führung der Jaeger et Bosshard SA am bisherigen Standort im Mandat wahr. Die Suche nach einem geeigneten neuen Betriebsgelände für die Jaeger et Bosshard SA wurde aufgenommen. Das Areal ‚Porte Sud‘ befindet sich im Perimeter des Quartierplans Praille Acacias Vernets, dem grössten und ältesten industriellen Genfer Quartier, das in den nächsten Jahren zu einem gemischten Stadtteil entwickelt werden soll.

Iosif Bakaleynik tritt als Präsident von Züblin zurück. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung die Wahl von Wolfgang Zürcher zum neuen Präsidenten des Verwaltungsrates vorschlagen, wie Züblin mitteilt. Gleichzeitig kündigte Iosif Bakaleynik seinen bevorstehenden Rücktritt als CEO an. Bis zum Amtsantritt eines Nachfolgers werde er der Geschäfte weiterhin führen. Die Nachfolgeregelung wird soll bis spätestens Ende September 2019 erfolgen. Mit dem Kauf eines Miteigentumsanteils an einer Büro- und Detailhandelsimmobilie in Zürich-Oerlikon, habe Züblin eine erste Immobilienakquisition seit dem Abschluss ihrer Restrukturierung vollzogen, heisst es weiter. Die Vertragsunterzeichnung und Nutzen-/Lastenübertragung erfolgte am 15. April 2019. Die Immobilie weist einen Nutzungsmix von Büro-, Detailhandels- und Gastronomieflächen aus. Der Züblin-Anteil von 3243 qm umfasst mehrheitlich Büroflächen sowie 40 von insgesamt 143 Unterniveau-Parkplätzen. Die jährlichen Mietzinseinnahmen des erworbenen Anteils belaufen sich auf CHF 1.1 Millionen, was nach erfolgter Transaktion rund 12% der Mieterträge des Züblin Portfolios entspricht.

Die Produktion des sekundären Sektors (Industrie und Baugewerbe) hat im 1. Quartal 2019 verglichen mit dem Vorjahresquartal um 3,7% zugenommen. Der Umsatz ist um 3,2% angewachsen. Damit hält der Produktionsanstieg seit dem 1. Quartal 2017 an. Dies zeigen die provisorischen Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS). In der Industrie ist die Produktion im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat im Januar um 4,2%, im Februar um 3,7% und im März um 5,1% gestiegen. Für das gesamte 1. Quartal 2019 ist bei der Produktion im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal eine Zunahme von 4,3% zu verzeichnen. Im Baugewerbe ist die Produktion im 1. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,2% angewachsen. Der Hochbau erfuhr einen Produktionsrückgang von 1,1%, der Tiefbau verzeichnete ebenfalls einen Rückgang (–0,2%). Beim sonstigen Baugewerbe ist die Produktion um 2,9% gestiegen. In der Industrie sind die Umsätze im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 4,3%, im Februar um 2,5% und im März um 4,1% gestiegen. Für das gesamte 1. Quartal 2019 wurde beim Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal eine Zunahme von 3,6% registriert. Im Baugewerbe hat der Umsatz im 1. Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6% zugenommen. Der Umsatz im Hochbau ist um 1,1% gesunken, während der Tiefbau ein Plus erzielte (+0,7%). Das sonstige Baugewerbe konnte den Umsatz um 3,4% steigern.

Der Immobilienfonds Credit Suisse Real Estate Fund International führt vom 5. Juni bis 19. Juni 2019, 12.00 Uhr (MEZ), eine Kapitalerhöhung von maximal CHF 196,9 Mio durch. Jedem bisherigen Anteil wird ein Bezugsrecht zugeteilt. Sechzehn Bezugsrechte berechtigen zum Bezug eines neuen Anteils. Total werden maximal 179 847 neue Anteile ausgegeben, teilt die CS mit. Der Ausgabepreis per Liberierung beträgt CHF 1095.00 netto pro neuen Anteil und beinhaltet eine Ausgabekommission von 1,5 %. Bei einem Nettoinventarwert von CHF 1078.25 pro Anteil. Die am 21. März 2019 in Aussicht gestellte Kapitalerhöhung wird laut CS damit durchgeführt. Die Liegenschaften des Credit Suisse Real Estate Fund International (CS REF International, Valor 1 968 511) wurden im Hinblick auf die Emission per 26. Juni 2019 neu geschätzt. Dabei wurden die Wertveränderungen der Liegenschaften, die Zu- und Verkäufe von Liegenschaften vom 1. Januar bis 26. Juni 2019 sowie der laufende Ertrag für die Periode vom 1. Januar bis 26. Juni 2019 berücksichtigt. Ein regelmässiger, ausserbörslicher Bezugsrechtshandel findet vom 5. Juni bis 17. Juni 2019 über die Credit Suisse AG statt. Total werden maximal 179 847 neue Anteile ausgegeben. Nicht gezeichnete Anteile werden allenfalls nicht emittiert, wodurch sich der Emissionsbetrag verändern würde. Am 21. Juni 2019 wird die effektive Anzahl der neu zu emittierenden Anteile bekannt gegeben. Die Liberierung erfolgt per 26. Juni 2019. Der Emissionserlös wird für den weiteren Ausbau und die Diversifizierung des Immobilienportfolios verwendet.

Die Schweizerische Schätzungsexperten-Kammer SEK/SVIT stellt sich neu auf und gibt sich im Zuge des Rebrandings der Dachmarke ein neues Corporate Identity mit angepasstem Namen und Logo. Die Schätzungsexpertenkammer heisst neu Bewertungsexperten-Kammer SVIT. Dies beschloss die Generalversammlung der SEK. Die Bezeichnung Bewerter sei zeitgemässer und besser fassbar, begründete Präsident Gunnar Gärtner den Namenswechsel. Einzelmitglieder sind Immobilienfachleute mit eidgenössischem Fachausweis in einem anerkannten Immobilienberuf oder einem vergleichbaren international anerkannten Abschluss. Sie müssen über sechs Jahre Berufserfahrung in der Immobilienwirtschaft aufweisen können. Neu sind auch Firmenmitglieder als Kategorie in der Kammer zugelassen. Die Ausgestaltung der Mitgliederbeträge für die Firmenmitglieder will der Vorstand für die nächste GV vorbereiten.