Die COVID-19-Pandemie hat in den letzten Wochen im Eigenheimmarkt für Verunsicherung gesorgt. Bei den Immobilienpreisen konnte aber bisher noch keine Marktreaktion festgestellt werden. Auffällig ist dagegen der massive Einbruch bei den Immobilienanzeigen gewesen. Die Zahl der täglich auf den Markt kommenden Inserate für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen hat sich im April halbiert. Die Raiffeisen-Studie «Immobilien Schweiz» zeigt auf, dass bei den noch geschalteten Anzeigen aufgrund des Lockdowns eine deutliche Zunahme bei virtuellen 3-D-Besichtigungen zu verzeichnen war. «Preiskonzessionen beim Verkaufspreis sehen wir derzeit noch keine. Verkäufer halten offensichtlich an ihren Preisvorstellungen fest, die sie vor der Krise hatten», erklärt Martin Neff, Chefökonom bei Raiffeisen Schweiz.

Raiffeisen ortet dafür primär zwei Gründe. So hat sich die Eigenkapitalausstattung vieler potenzieller Käufer durch massive Börsenverluste verschlechtert. Zudem ist die wirtschaftliche Unsicherheit allgemein gestiegen, sodass mit grossen finanziellen Entscheidungen derzeit eher zugewartet wird. «Verkäufer und Käufer kommen so derzeit nicht miteinander ins Geschäft. Die Anzahl Handänderungen wird weiter einbrechen», prognostiziert Martin Neff. Aufgrund der hohen regulatorischen Tragbarkeits- und Eigenmittelanforderungen seien indes die Risiken im Eigenheimmarkt trotz COVID-19 insgesamt gering. Aufgrund des krisenbedingt nun noch länger anhaltenden Tiefzinsniveaus bleibe Eigentum im Vergleich zur Miete weiterhin die finanziell attraktivere Wahl. Diese Tatsache sichere die Eigenheimpreise gegen grössere Preisrückschläge ab.

In den vergangenen Jahren ist die Wohnbevölkerung insbesondere im städtischen Raum gewachsen. Heute leben rund drei Viertel der Bevölkerung der Schweiz in den 49 Agglomerationen und ihren Kernstädten. Mit diesem Wachstum sind auch zahlreiche neue Wohnungen gebaut und Arbeitsplätze geschaffen worden. Heute sind 4,1 Millionen im Schweizer Arbeitsmarkt Beschäftigte in den Agglomerationen zu finden und rund 72,6% der Arbeitsstätten haben sich hier niedergelassen. Dies sind einige der Erkenntnisse aus der neuen «Statistik der Schweizer Städte» des Schweizerischen Städteverbandes (SSV) und des Bundesamtes für Statistik (BFS), die einen besonderen Fokus auf die Agglomerationen richtet.
Agglomerationen stehen selten im Rampenlicht. Sie haben indes ähnliche Herausforderungen zu bewältigen wie ihre Kernstädte. Die diesjährige Ausgabe der «Statistik der Schweizer Städte» des Schweizerischen Städteverbandes und des Bundesamtes für Statistik BFS zeichnet deshalb mithilfe detaillierter Daten zu Bevölkerung, Arbeit und Erwerb, Bau und Wohnungswesen, Tourismus und Mobilität ein umfassenderes Bild dieser Stadtlandschaften. Die Ergebnisse des Jahrbuchs basieren auf Daten aus 171 Städten und städtischen Gemeinden.

Eine Agglomeration gemäss BFS-Definition umfasst sowohl Agglomerationskerngemeinden (u.a. die Kernstädte) wie auch Agglomerationsgürtelgemeinden. Dabei hat sich die Zahl der Agglomerationen seit Mitte des letzten Jahrhunderts verdoppelt: 1950 existierten in der Schweiz gemäss damaliger Agglomerationsabgrenzung 24 Agglomerationen, in denen 2,1 Millionen Menschen (45% der Schweizer Wohnbevölkerung) lebten. Heute zählt die Schweiz 49 Agglomerationen. In diesen Gebieten sind 73% der über 8,5 Millionen Menschen zuhause, die in der Schweiz leben.

Betrachtet man die Bevölkerung des ganzen Raums mit städtischem Charakter, kommt die urbane Schweiz auf einen Bevölkerungsanteil von 83%. Vor allem seit der Jahrtausendwende haben die Agglomerationen zugelegt und übertrafen mit einer Zunahme von 17,7% sogar das gesamtschweizerische Bevölkerungswachstum von 17,2%. Der Anteil der ausländischen Bevölkerung in den Agglomerationen lag 2018 bei 27,7% und somit leicht über dem Schweizer Durchschnitt
von 25,1%.

Die Wirtschaftsmotoren der Schweiz

Von 5,2 Millionen Beschäftigten im Schweizer Arbeitsmarkt sind 4,1 Millionen in den Agglomerationen zu finden. Diese gewichtige Rolle, welche Agglomerationen auf dem Schweizer Arbeitsmarkt spielen, widerspiegelt sich auch darin, dass sich knapp drei Viertel (72,6%) der Arbeitsstätten in den Agglomerationen befinden. Die Agglomeration Zürich allein beherbergt einen Sechstel der Schweizer Arbeitsstätten. 80,2% der Beschäftigten in den Agglomerationen sind im dritten Sektor tätig. Im industriellen Sektor arbeiten 18,3% und im landwirtschaftlichen 1,5%. Bei der Verteilung der Arbeitslosen zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Beschäftigten: Rund 80% der arbeitslosen Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz sind in einer der 49 Agglomerationen zu finden, 43% davon in den drei grössten Agglomerationen Zürich, Genf und Basel.

Wohnungsbestand wächst mit

Um die rund 6,2 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zu beherbergen, stehen in den Agglomerationen insgesamt mehr als 3,2 Millionen Wohnungen zur Verfügung. Das sind 70,7% aller Wohnungen in der Schweiz. Den grössten baulichen Zugang an Wohnungen verzeichneten zwischen 2000 und 2009 die Agglomerationen mit mehr als 500’000 Einwohner/innen. In der Agglomeration Zürich wuchs der Wohnungsbestand um 64’048 Wohnungen, und in den Agglomerationen Genf und Basel kamen 20’603 resp. 16’907 neue Wohnungen dazu. Auch zwischen 2010 und 2017 rangieren die drei grössten Agglomerationen bezüglich baulichem Zugang an der Spitze. Bemerkenswert ist, dass zwischen 2000 und 2017 allein in den fünf grössten Agglomerationen in etwa gleich viele Wohnungen gebaut wurden wie im Rest der Schweiz.

FDP und SP am stärksten vertreten

Wie gewohnt beinhaltet die «Statistik der Schweizer Städte» ebenfalls Daten zur städtischen Politik. Wie in den letzten Jahren ist die FDP 2019 mit einem Sitzanteil von 28,1% am stärksten in den städtischen Exekutiven vertreten. Die SP folgt mit 20,7%. Die CVP hat gegenüber dem Vorjahr 0,5% verloren und hält noch 15,3% der Sitze. Die SVP bleibt mit 11,6% auf Platz vier, die Grünen kommen auf 6,9%. In den Parlamenten hält die FDP 23,6% der Sitze, gefolgt von der SP mit 21,7% und der SVP mit 15,7%. Auf dem vierten Rang befindet sich die CVP mit 10,2% der Sitze und die Grünen kommen auf einen Sitzanteil von 9,8%.

Auch digital verfügbar

Nebst Daten zu den Agglomerationen enthält die 81. Ausgabe der «Statistik der Schweizer Städte» erneut zahlreiche Informationen und Fakten zu Themen wie Bevölkerung, Arbeit und Erwerb, Finanzen, Mobilität oder Bildung. Die Inhalte sind auch als digitale Publikation mit interaktiven Grafiken in einer App und als Webpublikation verfügbar. Die der Publikation zugrundeliegenden Daten werden zudem über die Datenkataloge des BFS und über die Plattform opendata.swiss einem breiten Publikum zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt.

 

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) hat sich erneut mit der Thematik von möglichen Folgen der COVID-19-Krise auf die Geschäftsraummieten auseinandergesetzt. Sie hat den unterbreiteten Vorschlag der Schwesterkommission des Ständerates klar abgelehnt. Stattdessen hat sie mit knapper Mehrheit eine neue Motion mit einem Zwang zu einem Teilerlass bei Monatsmieten bis zu 20’000 Franken unterstützt. Eine Kommissionsminderheit lehnt einen rückwirkenden Eingriff in die Mietverträge ab. Der HEV Schweiz lehnt den Vorstoss ab. Er würde zu willkürlichen Ungleichbehandlungen und Ungerechtigkeiten führen, ist der Verband überzeugt.

Die neue Variante einer Motion der WAK-N sieht einen Teil-Mieterlass von 60 Prozent des Mietzinses vor. Dieser soll nach einem komplizierten Modell bei monatlichen Mietzinsen bis 20’000 Franken gelten, verbunden mit einer opt-out-Klausel bei Monatsmieten ab 15’000.- Franken. Dieser staatliche Zwang zum Teil-Mieterlass soll bei Covid-19-bedingten Betriebsschliessungen sowie bei bestimmten reduziert geführten Betrieben gelten. Der neue Vorschlag sei für Vermieter und für Mieter ungerecht, weil er eine willkürliche Frankengrenze für den erzwungenen Miet-Teilerlass vorsieht, kritisiert der HEV.

Ungerecht sei auch, dass die Vermieter – welche die Mieterlasse gewähren müssen – ihre eigenen Kosten (Hypozinsen, Amortisationen, Liegenschaftsverwaltungen, Handwerker) weiterhin ungeschmälert bezahlen müssen. Zudem soll die Regelung völlig unabhängig von den konkreten Mietvertragspflichten und von den finanziellen Verhältnissen der jeweiligen Parteien gelten. Profitieren von dieser Regelung würden also laut HEV Unternehmer mit einem Jahresmietzins von bis zu 240’000 Franken – und damit nicht nur eingemietete Kleinunternehmer.

Der staatliche Zwang zum Mieterlass schaffe zudem eigentums- und wettbewerbsfeindliche Benachteiligungen. Eine solche Regelung bevorzuge eingemietete Gewerbetreibende gegenüber Gewerbetreibenden, die ihren Betrieb in der eigenen Liegenschaft führen. «Eigentümer-Wirte sollen sowohl die Einnahmeausfälle durch die COVID-19-Krise selbst tragen und darüber hinaus auch alle Raumkosten – insbesondere die Hypothekarzinsen und Betriebskosten – weiterhin vollumfänglich selber zahlen», bemängelt der HEV.

Nicht auf eine Bundeslösung warten wollen die Kantone Basel-Stadt und Freiburg. Sie haben eine Drittelslösung erarbeitet, das heisst, dass die Mieter nur noch einen Drittel der Miete bezahlen müssen (bis 20 000 Franken pro Monat), einen Drittel übernimmt der Kanton und einen Drittel müssen die Vermieter übernehmen.

Der Bruttoertrag der Varia US Properties belief sich im ersten Quartal 2020 auf USD 27.2 Mio., was einem Anstieg von 17.7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das sei bisher das beste Quartalsergebnis, schreibt die Gesellschaft. Die Mieteinnahmen stiegen um 16.3% auf USD 24.3 Mio. Auf vergleichbarer Basis wuchsen die Mieteinnahmen im Jahresvergleich um 5.8% auf USD 21.9 Mio. Das Nettobetriebsergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19.4% auf USD 12.9 Mio. (Q1 2019: USD 10.8 Mio.). Das Nettobetriebsergebnis abzüglich Finanzkosten erreichte USD 7.6 Mio. und stieg damit um über 25%. Die Vermietungsquote blieb im ersten Quartal 2020 mit 93.1% weiterhin hoch (Q1 2019: 93.3%).

Die SenioResidenz AG (BX Swiss AG: SENIO) plant, ihr bestehendes Immobilienportfolio durch weitere Zukäufe auszubauen, schreibt sie in einer Mitteilung. Mit diversen Akquisitionen von Liegenschaften in den Bereichen Alters- und Pflegeeinrichtungen beziehungsweise Spitäler im vergangenen Jahr beläuft sich das aktuelle Liegenschaftenportfolio per 1. Januar 2020 auf einen Wert von CHF 163.1 Mio. 
Die Gesellschaft plant, unter Wahrung des Bezugsrechts der bisherigen Aktionäre, eine ordentliche Kapitalerhöhung in der Zeit vom 25. Mai 2020 bis 10. Juni 2020 durchzuführen. Das Bezugsverhältnis beträgt 1:1, das heisst eine bisherige Namenaktie berechtigt zum Bezug von einer neuen Namenaktie. Im Rahmen der Kapitalerhöhung werden somit maximal 1’277’604 neue Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 49.50 geschaffen. Der Ausgabepreis pro neuer Namenaktie beläuft sich auf CHF 51.75. Es ist kein Bezugsrechtshandel vorgesehen. Neue Aktien, die nicht im Rahmen des Bezugsrechtsangebots bezogen werden, werden der Bank J. Safra Sarasin AG zur weiteren Zuteilung an Investoren zugewiesen. Die neuen Aktien werden für das gesamte Geschäftsjahr 2020 vollumfänglich dividendenberechtigt sein. 
Die Gesellschaft wird voraussichtlich am 12. Juni 2020 über das Ergebnis der Kapitalerhöhung informieren. Der erste Handelstag der neuen Namenaktien an der BX Swiss ist auf den 18. Juni 2020 vorgesehen.

Aufgrund der bundesrätlichen Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus mussten viele Mieter ihre Flächen schliessen. Davon betroffen waren innerhalb des Portfolios von Swiss Prime Site besonders Mieter der Nutzungsarten Retail und Gastronomie. Bis Ende April 2020 haben sich mehr als 400 Betriebe beim Unternehmen gemeldet und verschiedene Begehren gestellt. Alle Anfragen wurden vom Portfolio Management analysiert und direkt beantwortet, schreibt Swiss Prime Site. Zusammen mit den Mietern werde nach individuellen Vereinbarungen gesucht. Der Fokus liege dabei auf Mietzinsstundungen. Swiss Prime Site befürworte den Vorschlag des Bundesrates, dass politisch nicht in private Rechtsverhältnisse eingegriffen wird.

Besonders für Kleinunternehmen und Selbständigerwerbende (KMU) ist die aktuelle Situation sehr herausfordernd. Aus diesem Grund habe das Management von Swiss Prime Site entschieden, diesen Mietern partnerschaftlich weitergehende Hilfestellung zu leisten. Dabei wird Kleinunternehmen und Selbständigerwerbenden, deren monatliche Bruttomiete den Betrag von CHF 5000 nicht übersteigt und die ihren Betrieb aufgrund der Coronakrise schliessen mussten, die Nettomiete (exkl. Nebenkosten) für die Dauer von zwei Monaten gänzlich erlassen. Dazu René Zahnd, CEO Swiss Prime Site: «In der politischen Diskussion betreffend Mietzinsen ist es unerlässlich, zwischen stark betroffenen und in der Existenz bedrohten Schweizer KMU einerseits und grösseren Unternehmen sowie internationalen/nationalen Konzernen andererseits zu unterscheiden. Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Lösung einer bedeutenden Anzahl kleiner und lokaler Mieter eine grosse Stütze in dieser schwierigen Zeit sein können.»

Die Anlagegruppe «Swiss Development Commercial» der Steiner Investment Foundation (SIF) eröffnet eine zweite Emission. Mit den ersten Projektakquisitionen gewinne das Portfolio an Kontur und Wert, schreibt Steiner. Der Net Asset Value steigerte sich im ersten Quartal 2020 auf CHF 103.14. Die Anlagestiftung verspricht den Investoren eine optimierte Risikoallokation sowie eine faire Beteiligung am Entwicklungserfolg.Die Eckdaten der 2. Emission:Emissionsvolumen: CHF 30 Mio,Beginn der Zeichnungsfrist am 11. Mai 2020, Ende der Zeichnungsfrist am 22. Mai 2020,Zuteilung: am 27. Mai 2020,Liberierung bis am 10. Juni 2020 (100%, max. CHF 30 Mio.), Ausgabekommission: 1.50 Prozent.

 

 

Die Anträge des Verwaltungsrats wurden an der Generalversammlung der Cham Group AG allesamt mit deutlicher Mehrheit angenommen. Philipp Buhofer (Präsident), Felix Thöni (Vize-Präsident), Christoph Caviezel, Claude Ebnöther und Annelies Häcki Buhofer wurden für eine weitere Amtszeit von einem Jahr im Verwaltungsrat bestätigt. Die Generalversammlung genehmigte auch die unveränderte Ausschüttung von CHF 6.00 pro Aktie. Ausserdem wurden die Statuten der Gesellschaft aufgrund der Kapitalherabsetzung mit Nennwertreduktion sowie des Wechsels der Cham Group-Aktien von der SIX Swiss Exchange ins ausserbörsliche Handelssegment angepasst.

Die durchschnittliche Ausschreibungszeit für Einfamilienhäuser (EFH) auf den führenden Online-Immobilienportalen der Schweiz hat sich 2019 erneut verkürzt, und zwar um 9 auf 72 Tage. Dies zeigt die Online Home Market Analysis (OHMA) von homegate.ch in Zusammenarbeit mit dem Swiss Real Estate Institute der HWZ Hochschule für Wirtschaft Zürich. Das ist der tiefste Wert seit Beginn dieser Erhebung (2015). Dieser elfprozentige Rückgang ist hauptsächlich auf eine stetig wachsende Nachfrage zurückzuführen und weniger auf eine Verknappung des Angebotes. Die Zahl der online zum Verkauf ausgeschriebenen EFH verringerte sich in der Berichtsperiode nur um 2,9% auf gut 33’000 inserierte Objekte. Weiterhin finden Einfamilienhäuser in der Region Zürich am schnellsten einen Käufer (nach 52 Tagen), was weniger als die Hälfte der Vermarktungszeit ist, die für ausgeschriebene EFH im Tessin aufgewendet werden muss (107 Tage).