Der Immobilienfonds Swiss Life REF (CH) European Properties hat zwei Jahre nach seiner Lancierung mit drei Zukäufen in Dortmund, Offenbach und Den Haag die Schwelle von EUR 500 Millionen Gesamtvermögen per Ende 2019 überschritten. Das teilt die Fondsleitung mit. Ein Wohnblock mit 111 Wohnungen zu durchschnittlich 70 Quadratmetern befindet sich in Dortmund zwischen der Uhland- und Münsterstrasse im Norden der Ruhrmetropole. Das zweite Wohnobjekt steht in Offenbach bei Frankfurt an der Fritz-Remy-Strasse 5-13 und besteht aus zwei freistehenden Wohnblocks, welche 317 Wohnungen zu durchschnittlich 70 Quadratmetern beherbergen. Im Südosten von Frankfurt gelegen, ist dessen Stadtzentrum mit öffentlichen Verkehrsmitteln in rund 30 Minuten erreichbar.Mitte Dezember 2019 erwarb dr Fonds die erste Liegenschaft in den Niederlanden. Der Haagsche Hof in Den Haag befindet sich im historischen Stadtzentrum in Gehdistanz zum Niederländischen Regierungssitz und der zentralen Einkaufslage. Für Sommer 2020 plant die Fondsleitung eine Kapitalerhöhung.

Ton Büchner (1965) soll neuer Verwaltungsratspräsident bei Swiss Prime Site werden. Er wird an der kommenden Generalversammlung am 24. März 2020 den Aktionärinnen und Aktionären zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Der niederländisch-schweizerische Doppelbürger und studierte Bauingenieur war zwischen 2012 und 2017 CEO und Vorstandsvorsitzender der in den Niederlanden börsenkotierten Unternehmensgruppe AkzoNobel NV. Davor war Ton Büchner während beinahe 20 Jahren für die Schweizer Unternehmensgruppe Sulzer tätig. Von 2007 bis 2011 als deren CEO. Aktuell ist Ton Büchner Verwaltungsrat sowie Mitglied des Audit and Compliance Committees der Novartis AG und gehört darüber hinaus dem Präsidial- und Gesellschafterausschuss der Voith GmbH an. Hans Peter Wehrli stellt sich an der kommenden Generalversammlung nicht mehr zur Wiederwahl. Er wurde 2002 in den Verwaltungsrat des Unternehmens gewählt. Ab 2005 war er der Präsident des Gremiums.

Basel-Stadt kauft der MCH Group AG das Musical Theater und die Messehalle 3 ab. Diese beiden Gebäude sollen in den kommenden zehn Jahren abgerissen und durch Wohngebäude ersetzt werden. Die Verantwortlichen des Kantons rechnen mit einem Potenzial von bis zu 200 Wohnungen beim Basler Messe-Areal. Die MCH Group AG hielt bislang das Land im Baurecht. Obwohl die zwei Gebäude rückwirkend auf 1. Januar 2020 ins Finanzvermögen der Einwohnergemeinde übergehen, werde nicht sofort gebaut. Die Messehalle 3 wird noch bis Ende 2025 von der Messe zurückgemietet. Das verschaffe der Stadt Zeit, die Planung für eine Neubebauung der Parzelle im Finanzvermögen voranzutreiben.

Die Anlagegruppe CSA Real Estate Germany hat drei kommerzielle Liegenschaften in Hamburg erworben. Diese befinden sich zwischen Binnenalster, Mönckebergstrasse und Hauptbahnhof. Der Verkäufer der Liegenschaften hatte diese selber genutzt und ist kürzlich ausgezogen, teilt Credit Suisse mit. Die Gebäude verfügen über eine Büromietfläche von insgesamt rund 14’000 qm. Das Liegenschaftsportfolio hat Credit Suisse Asset Management Global Real Estate für den CSA Real Estate Germany (CSA RE Germany, Valor 23 547 751) erworben, eine Anlagegruppe der Credit Suisse Anlagestiftung ausschliesslich für Schweizer Vorsorgeeinrichtungen. Die Anlagegruppe CSA RE Germany ist quartalsweise für Neuzeichnungen geöffnet. Per Zeichnungsschluss 31. Dezember 2019 flossen der Anlagegruppe CSA RE Germany Neugelder in der Höhe von EUR 122,97 Mio. zu. Ein Teil davon wurde für die Akquisition des Hamburg-Portfolios verwendet. Zudem hat der Stiftungsrat der Credit Suisse Anlagestiftung beschlossen, die Referenzwährung der Anlagegruppe CSA RE Germany per 31. Dezember 2019 von Schweizer Franken auf Euro umzustellen. Dadurch werde die Volatilität der Anlagerendite nicht mehr durch Fremdwährungsschwankungen beeinflusst. Die Strategie der Anlagegruppe bleibe unverändert.

Das Zuger Blockchain-Unternehmen TokenFactory hat für den ersten regulierten Immobilienfonds in Europa die sichere und skalierbare Tokenisierungslösung entwickelt. Die FMA (Finanzmarktaufsicht Liechtenstein) hat ihn als «Alternative Investmentfonds» (AIF) autorisiert. Als Technologie-Partner entwickelte TokenFactory die Lösung in Zusammenarbeit mit der Bank Frick. 

In der Blockchain-Branche werden immer wieder neue Tokenisierungs-Projekte geplant oder angekündigt. Bis zur effektiven Umsetzung tun sich aber viele schwer. Dieser erste Immobilienfonds in Token-Form wurde von der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) nun autorisiert, schreibt TokenFactory in einer Mitteilung. Es handelt sich dabei um den ersten regulierten Alternative Investmentfonds (AIF) in Europa. Blockchain beschränkt sich nicht mehr nur auf Krypto-Währungen wie Bitcoin oder Ether: Auf Grundlage der Ethereum-Blockchain lassen sich aus nahezu allen Vermögenswerten sogenannte Security Token kreieren. Die TokenFactory in Zug hat im März 2019 als erster Blockchain-Anbieter eine Immobilie in der Schweiz tokenisiert, und zwar über ihre Plattform blockimmo. Inzwischen unterstützt das Startup andere Unternehmen bei der Tokenisierung von Projekten, die demnächst publiziert werden sollen. Als Security Token bezeichnet man eine digitalisierte Form von Wertpapieren.

Eine wichtige Voraussetzung für die Genehmigung durch die FMA war ein Nachweis über die Sicherheit des Codes. Der wurde von einer externen Audit-Firma (ChainSecurity) erbracht. «Unsere Tokenisierungslösung basiert auf Standard-Protokollen wie ERC20 und der offenen Blockchain Ethereum. Dies ermöglicht, das Potenzial der Blockchain-Technologie maximal zu nutzen, ohne dass sie sich auf einen zentralen Technologie-Partner oder proprietäre – geschlossene –  Lösung festlegen müssen», erklärt Bastiaan Don, Managing Director der TokenFactory. Dies sei möglich, weil die TokenFactory das Eigentum am Smart-Contract überträgt und die zuständigen Personen instruiert werden, wie die Lösung künftig selbstständig genutzt werden kann. Dazu teilt die TokenFactory ihr vorhandenes Blockchain-Know-how mit ihren Kunden und ist aktiv an der Umsetzung involviert. Die Lösung könne auch problemlos in bestehende Applikationen (wie CRM) und Prozessen (wie Anti Money Laundring / Know Your Client (AML/KYC) integriert werden.

Die Lösung des Technologie-Providers

Der Security Token ist verknüpft mit einer On-Chain-Whitelist: «Im Endeffekt lassen sich ausschliesslich konforme Transaktionen abwickeln. Nur Investoren, welche sich via AML/KYC identifiziert haben, werden in der Lage sein, in die entsprechenden Security Token zu investieren oder die Token zu halten oder mit ihnen zu handeln. Dabei fungiert die auf der Ethereum-Blockchain gebaute Lösung als Grundlage für die Durchsetzung von Regeln und für die sichere Dokumentation der Eigentumsrechte», heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kontrolle über die Whitelist hat in diesem Fall die Bank Frick – sie führt die Investoren durch ihren Onboarding Prozess und nimmt diese in die Whitelist auf, sofern alle Angaben vollständig vorhanden sind sowie die Mittelherkunft ausreichend plausibilisiert ist. Dasselbe gilt anschliessend für das Minting der Token.

Token Factory Switzerland AG („TokenFactory“) bezeichnet sich als ein Blockchain-basiertes Startup, das kurz davor stehe, der bevorzugte Anbieter für die Tokenisierung von Vermögenswerten zu werden. Die gesetzeskonforme Tokenisierungslösung ermögliche fraktioniertes Investieren und Eigentum, alle Vermögenswerte würden offiziell und rechtlich als Security-Token auf der öffentlichen Ethereum-Blockchain dargestellt. Das Unternehmen arbeitet mit Finanzinstituten und anderen strategischen Partnern in verschiedenen Ländern zusammen, um den grenzüberschreitenden Markt zu ermöglichen und zu erweitern. Von der Schweiz aus operierend, konzentriere sich TokenFactory darauf, die Tokenisierung von Vermögenswerten an einen grossen Investorenkreis zu bringen, was letztendlich zu einem globalen und effizienteren Vermögenshandelsplatz führe.

Swiss Prime Site Immobilien hat Ende 2019 Investitionen im Umfang von rund CHF 90 Millionen getätigt. Dabei handelte es sich einerseits um zwei Käufe im Kanton Basel-Landschaft. Die Liegenschaften sind zu 100 Prozent vermietet. Beide Landparzellen verfügen über  Potenzial für zukünftige Projektentwicklungen. Zudem hat das Unternehmen zwei Zuschläge in den Kantonen Bern und Zürich erhalten. In Zollikofen (Bern) wird Swiss Prime Site Immobilien per März 2020 Eigentümerin einer vollständig vermieteten Büroliegenschaft. In Uster (Zürich) hat das Unternehmen den Zuschlag für eine benachbarte Parzelle einer Bestandesliegenschaft, die bereits im Portfolio ist, erhalten. Die Projekte YOND in Zürich und Schönburg in Bern wurden per Ende 2019 in den Bestand übernommen.

Das auf Immobilien spezialisierte Blockchain-Unternehmen Brickmark hat für über 130 Mio CHF ein Haus an der Zürcher Bahnhofstrasse erworben. Realisiert wurde die Immobilientransaktion mit digitalen Wertpapieren. Laut Brickmark ist dies der bisher grösste Immobilienhandel, der auf einer Blockchain abgewickelt wurde. Ein grosser Teil des Kaufpreises soll laut einer Mitteilung in Brickmark-Token bezahlt werden. Diese repräsentieren eine Art digitales Wertpapier. Abgewickelt werde die Transaktion im Rahmen eines «Share Deals»: Brickmark erwerbe dabei zunächst 80 Prozent der Anteile an der Bahnhofstrasse Immobilien AG mit einer Option zum Kauf der restlichen 20 Prozent innerhalb von neun Monaten. Verkäufer des Objekts ist die deutsche RFR Holding GmbH, eine Immobilienfirma mit Sitz in Frankfurt, die das Haus an der Bahnhofstrasse 52 erst im Sommer 2019 gekauft hatte.

Nach dem Taucher unter die «magische Marke» von 1 Prozent steigen die Richtzinsen zehnjähriger Hypotheken wieder leicht an. Ein Faktor, der ebenfalls zu einer Verteuerung der Hypotheken führen könnte, sind die Negativzinsen. Dies schreibt Comparis im Hypobarometer Q4 2019. Der Wirtschaftsmotor werde seit Jahren mit ultratiefen Zinsen am Laufen gehalten. So richtig auf Touren komme er dennoch nicht. Die anhaltende Tiefzinspolitik drückt die Hypothekarzinsen auf Rekordtiefen. Auf dem Zenit der Finanzkrise im September 2008 veranschlagten Kreditinstitute für eine zehnjährige Hypothek mehr als 4 Prozent. Ende Dezember 2019 sind es mit 1,09 Prozent fast viermal weniger.

Allerdings: Negativzinsen könnten künftig den gegenteiligen Effekt auslösen und Hypotheken verteuern, ist Comparis überzeugt. «Je länger die Negativzinsphase dauert, umso grösser werden die Anreize, das Ersparte nicht mehr zur Bank zu tragen oder es abzuheben. Sinken die Spareinlagen, ist weniger Geld für die Refinanzierung von Hypothekargeschäften vorhanden. Passiert das im grossen Stil, kommt es zu einer Verknappung des Angebots. Die logische Antwort auf eine Verknappung sind höhere Preise, also höhere Hypothekarzinsen», heisst es im Bericht weiter.

Im Schlussquartal des Jahres 2019 kletterte der Richtzins für eine zehnjährige Festhypothek auf bis zu 1,10 Prozent. Das sind 11 Basispunkte mehr als im Rekordtief vom August 2019. Am 31. Dezember 2019 lag der Satz mit 1,09 Prozent minimal höher als Ende des dritten Quartals. Zwei- und fünfjährige Hypotheken sind nahezu gleich teuer wie im vergangenen Quartal. Trotz tiefem Zinsniveau sind die Zinsunterschiede im Anbietervergleich teils beträchtlich, wie Comparis aufzeigt. Die Zinsspanne der von Hypothekarinstituten veröffentlichten Zinssätze für eine zehnjährige Festhypothek beträgt 1,40 Prozent im Maximum und 0,82 Prozent im Minimum. Bei einem Hypothekarvolumen von 500’000 Franken beträgt das Sparpotenzial bis zu 2’900 Franken pro Jahr. Beeindruckend ist die anhaltende minimale Zinsdifferenz. Zehnjährige Hypotheken kosten nur 16 Basispunkte mehr als fünfjährige und 22 Basispunkte mehr als zweijährige Hypotheken. «Der Zeitpunkt, sich zu günstigen Zinskonditionen langfristig zu verschulden, ist somit günstig.»

Die Angaben zu den Zinssätzen des Comparis-Hypothekenbarometers basieren auf den Richtzinssätzen von über 50 Kreditinstituten. Sie werden täglich aktualisiert. Die Erfahrung zeige, dass die Zinsen der Hypothekarofferten in den meisten Fällen unter den offiziellen Richtsätzen liegen.

Axept Business Software AG lanciert mit AXimmo eine neu entwickelte Branchenlösung für Schweizer Immobilienunternehmen auf Basis von Abacus Business Software. «AXimmo ist eine vollintegrierte ERP-Gesamtlösung aus einer Hand für Schweizer Immobilienunternehmen basierend auf der Abacus Business Software», heisst es in einer Medienmitteilung. Die Abwicklung aller relevanten Geschäftsprozesse sei in AXimmo möglich. Die Branchenlösung biete eine komplette Immobilien- sowie Mieterverwaltung, eine umfassende Liegenschaftsbuchhaltung, eine automatisierte Sollstellung und ein umfangreiches Mahnwesen. Die Lösung könne für Baugenossenschaften, für Miet- und Gewerbeliegenschaften sowie die Verwaltung von Stockwerkeigentum eingesetzt werden und decke auf der Basis von Standard Software sämtliche Prozesse von grösseren als auch kleineren Immobilienunternehmen ab.