Zug Estates: Erfreuliches operatives Ergebnis im ersten Halbjahr 2026


Zug Estates blickt auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 zurück. Der Liegenschaftenertrag blieb auf dem Niveau der Vorjahresperiode, obwohl zwei Senkungen des Referenzzinssatzes im Jahr 2025 bei allen Wohnungsmieterinnen und Wohnungsmietern umgesetzt wurden. Im Segment Hotel & Gastronomie entwickelten sich die Umsätze ebenfalls positiv und die Profitabilität konnte weiter verbessert werden.
Die Nachfrage institutioneller Investoren nach zentral gelegenen Liegenschaften an wirtschaftlich attraktiven Standorten blieb im ersten Halbjahr 2026 hoch. Dies führte zu einem positiven Neubewertungsergebnis im Immobilienportfolio, das jedoch unter dem Wert der Vorjahresperiode lag. Das Konzernergebnis betrug CHF 42.9 Mio. und lag damit um CHF 21.0 Mio. bzw. 32.9% unter dem Vorjahreswert von CHF 63.9 Mio. Der Rückgang ist auf den tieferen Neubewertungsgewinn zurückzuführen. Bereinigt um Neubewertungs- und Sondereffekte stieg das Konzernergebnis hingegen um CHF 1.3 Mio. bzw. 6.6% von CHF 19.9 Mio. auf CHF 21.2 Mio.
Verbesserung der Umsätze aus Hotel & Gastronomie
Der Liegenschaftenertrag blieb mit CHF 35.8 Mio. nahezu stabil gegenüber dem der Vorjahresperiode von CHF 35.9 Mio. Der Rückgang fiel mit CHF 0.1 Mio. bzw. 0.1% gering aus. Reduzierende Effekte aus den beiden Senkungen des Referenzzinssatzes im Jahr 2025 konnten durch Indexanpassungen bei gewerblichen Mietverträgen sowie durch eine Entschädigungszahlung für eine vorzeitige Mietvertragsauflösung kompensiert werden. Die betroffene Fläche wurde ohne Leerstand weitervermietet. Da es im Vergleich zum Vorjahr zu keinen Veränderungen im Immobilienbestand kam, reduzierte sich der Liegenschaftenertrag auch bei einer Like-for-Like-Betrachtung um CHF 0.1 Mio. bzw. 0.1%.
Der Ertrag aus Hotel & Gastronomie erhöhte sich gegenüber der Vorjahresperiode um CHF 0.2 Mio. bzw. 2.5% von CHF 7.8 Mio. auf CHF 8.0 Mio. Die Zunahme ist insbesondere auf eine höhere Auslastung in der Beherbergung zurückzuführen, während die Gastronomie weiterhin von einer konstant guten Nachfrage profitierte. Auch die Profitabilität verbesserte sich. Die Gross-Operating-Profit-Marge (GOP-Marge) stieg von 41.2% auf 42.3%. Zusammen mit dem einmaligen Effekt von CHF 0.4 Mio. im Zusammenhang mit der Abwicklung eines abgeschlossenen Versicherungsfalls erhöhte sich der Betriebsertrag insgesamt um CHF 0.4 Mio. bzw. 0.9% von CHF 45.3 Mio. auf CHF 45.7 Mio.
Bautätigkeit und Neubewertungen
Der Marktwert des gesamten Portfolios erhöhte sich aufgrund von Investitionen und Neubewertungseffekten um CHF 46.3 Mio. bzw. 2.4% von CHF 1‘935.5 Mio. per 31. Dezember 2025 auf CHF 1‘981.8 Mio. per 30. Juni 2026. Der Neubewertungsgewinn betrug im ersten Halbjahr 2026 CHF 24.6 Mio., verglichen mit CHF 50.1 Mio. in der Vorjahresperiode. Bezogen auf sämtliche Renditeliegenschaften entsprach der Neubewertungsgewinn 1.3% des Portfoliowerts. Der durchschnittliche reale Diskontierungszinssatz betrug per 30. Juni 2026 2.72% gegenüber 2.76% per 31. Dezember 2025. Insgesamt wurden in der Berichtsperiode CHF 21.7 Mio. in das Portfolio investiert, gegenüber CHF 11.9 Mio. in der Vorjahresperiode. Mit CHF 18.4 Mio. entfiel der überwiegende Teil der Investitionen auf die Realisierung des Projekts S43/45 in Rotkreuz (Vorjahr: CHF 7.3 Mio.).
Solide Eigenkapitalquote
Die getätigten Investitionen resultierten in einer Zunahme des verzinslichen Fremdkapitals um CHF 21.1 Mio. bzw. 3.2% von CHF 660.3 Mio. per 31. Dezember 2025 auf CHF 681.4 Mio. per 30. Juni 2026. Der Anteil des verzinslichen Fremdkapitals an der Bilanzsumme erhöhte sich leicht von 34.6% auf 34.8%. Die Eigenkapitalquote reduzierte sich leicht von 57.1% per 31. Dezember 2025 auf 56.6% per 30. Juni 2026. Mit Liberierung am 30. Juni 2026 wurde das ausschliesslich aus grünen Anleihen bestehende Portfolio um einen zusätzlichen vierten Green Bond mit einem Volumen von CHF 100 Mio. und einem Coupon von 1.35% bei einer Laufzeit von sieben Jahren ergänzt. Die durchschnittliche Restlaufzeit des verzinslichen Fremdkapitals erhöhte sich damit von 3.7 Jahren per 31. Dezember 2025 auf 4.1 Jahre per 30. Juni 2026. Der durchschnittliche Zinssatz verblieb unverändert bei 1.6%.
Tiefe Leerstandsquote
Im ersten Halbjahr 2026 konnten Gewerbemietverträge im Umfang von über 16‘000m2 mit einem Mietertrag von über CHF 7.0 Mio. p. a. verlängert oder neu abgeschlossen werden. Die Vertragsabschlüsse betrafen sowohl Verkaufsflächen in der Metalli in Zug als auch Büroflächen in Zug und Rotkreuz. Aufgrund der sehr tiefen Leerstandsquote im Portfolio handelte es sich mehrheitlich um Vertragsverlängerungen von bestehenden Mietverhältnissen. So konnte unter anderem mit der Genossenschaft Migros Luzern eine langfristige Mietvertragsverlängerung für die Filiale in der Metalli unterzeichnet werden. Trotz leichter Erhöhung liegt die Leerstandsquote weiterhin auf einem sehr tiefen Niveau. Sie nahm von 0.7% per 31. Dezember 2025 auf 1.2% per 30. Juni 2026 zu. Die gewichtete durchschnittliche Mietvertragsrestlaufzeit (WAULT) erhöhte sich dank den Mietvertragsverlängerungen von 5.3 Jahren per 31. Dezember 2025 auf 5.9 Jahre.
Die Entwicklung des Projekts S43/45 verläuft planmässig
Die Hochbauarbeiten für die beiden Gebäude S43 und S45 auf dem Suurstoffi-Areal mit insgesamt rund 15‘500m2 Büro- und Schulungsflächen sowie 1‘100m2 Wohnfläche für studentisches Wohnen schreiten planmässig voran. Der Abschluss der Rohbauarbeiten ist im September 2026 vorgesehen. Anschliessend kann fristgerecht mit den Fassaden- und Innenausbauarbeiten begonnen werden. Die Übergabe der Flächen an die künftigen Mieterinnen und Mieter ist Mitte 2027 geplant. Zwei Mieterinnen, die bereits auf dem Suurstoffi-Areal ansässig sind, benötigen zusätzliche Flächen und haben Mietverträge über insgesamt rund 5‘000m2 Büroflächen im Gebäude S43 unterzeichnet. Mit diesen Flächenerweiterungen unterstreichen sie ihr Bekenntnis zum Standort Suurstoffi. Die heute von ihnen genutzten Flächen von insgesamt rund 2‘400m2werden nach dem Umzug im Jahr 2027 der Wiedervermietung zugeführt. Zusammen mit dem bereits abgeschlossenen Mietvertrag mit XUND für die Büro- und Schulungsflächen im Gebäude S45 sowie den an die Hochschule Luzern vermieteten Flächen für studentisches Wohnen beträgt die Vermietungsquote damit 70% für die Büro- und Schulungsflächen und 100% für das studentische Wohnen.
Positives Abstimmungsergebnis für den Lebensraum Metalli
Der Lebensraum Metalli hat im ersten Halbjahr 2026 einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die Stimmbevölkerung der Stadt Zug hat den Bebauungsplan Metalli am 14. Juni 2026 mit einem Ja-Stimmenanteil von 57.8% gutgeheissen. Während der anschliessenden zweiten öffentlichen Auflage sind keine Beschwerden eingegangen. Die Genehmigung des Bebauungsplans durch den Kanton Zug wird daher bis Ende 2026 erwartet. Mit dem positiven Abstimmungsergebnis wurde nach einem mehrjährigen Planungsprozess mit städtebaulichem Wettbewerb und umfangreichen Mitwirkungsverfahren die Grundlage für die weitere Projektentwicklung geschaffen. In der weiterführenden Planung des Projekts ist als nächster Schritt die Durchführung eines Architekturwettbewerbs für das Hochhaus und die angrenzenden Aussenräume vorgesehen.
