Die Angebotspreise auf dem Schweizer Mietwohnungsmarkt machen im Mai eine Pause und steigen nur minimal. Das ändert jedoch nichts daran, dass die Angebotsmieten seit Mai 2025 deutlich gestiegen sind. Und auch kantonal haben die ausgeschriebenen Mieten im letzten Jahr ausnahmslos zugelegt, während sich im Monatsvergleich Schwankungen ergeben. Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Homegate-Mietindex.

Der Homegate-Mietindex für Angebotsmieten wird vom Immobilienmarktplatz Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhoben. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote. Gegenüber dem Vormonat ist der Index im Mai 2026 um 0.2 Punkte gestiegen und steht nun bei 133.7 Punkten (plus 0.2 %). Gegenüber dem Vorjahr konnten die Angebotsmieten schweizweit um 2.5 % zulegen.

Veränderung in den Kantonen
Bei den Kantonen reicht die Spanne der Schwankungen bei den Angebotsmieten im Mai 2026 von plus 2.1 % im Appenzell (die Appenzeller Kantone werden zusammengefasst) bis minus 1.9 % in Nidwalden. Daneben verzeichnen auch noch vier weitere Kantone eine Zunahme von über einem Prozentpunkt, darunter auch im Bündnerland (plus 1.8 %). Während das Appenzell damit im Mai einen neuen Höchststand erreicht (plus 4.6 % gegenüber dem Vorjahr), kehren die ausgeschriebenen Mieten im Kanton Graubünden nach einem dreimonatigen Tief nun wieder zu bisherigen Werten zurück – dies aber nach wie vor unter der Höchstmarke von Dezember 2025. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich die höchste Preissteigerung – unbeeindruckt vom Rückgang im Mai 2026 – in Nidwalden (plus 7.7 %), gefolgt von Graubünden (plus 5.9 %) und Uri (plus 5.8 %).

Veränderung in den Städten
Auch bei den untersuchten Städten zeigt sich in Lugano nicht nur der höchste Anstieg (plus 1.7 %) gegenüber dem Vormonat, sondern damit auch ein neues Allzeithoch bei den Angebotsmieten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die ausgeschriebenen Mieten damit um 4.5 % gestiegen. Mit einem Plus von 7.2 % wird diese Jahresentwicklung lediglich noch von der Stadt Luzern übertroffen. In Zürich hingegen – sowohl in der Stadt als auch auf Kantonsebene – sind die Angebotsmieten derweil nahezu gleichbleibend zum Vormonat.