Nationalbank belässt SNB-Leitzins unverändert bei null Prozent

Die Nationalbank belässt den SNB-Leitzins unverändert bei 0%. Der Zinsabschlag auf Sichtguthaben oberhalb dieser Limite beträgt nach wie vor 0,25 Prozentpunkte. Angesichts des Konflikts im Nahen Osten sei die Bereitschaft der Nationalbank, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht, heisst es in einem Communiqué. Damit wirke die Nationalbank einer raschen und übermässigen Aufwertung des Frankens entgegen, welche die Preisstabilität in der Schweiz gefährden würde. Die bedingte Inflationsprognose liegt für die nächsten Quartale wegen des Anstiegs der Energiepreise höher als im Dezember. Der mittelfristige Inflationsdruck hat sich gegenüber der letzten Lagebeurteilung aber kaum verändert. Die Geldpolitik trage dazu bei, die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und stützt die Wirtschaftsentwicklung. Die Nationalbank will die Lage weiter genau beobachten und die Geldpolitik wenn nötig anpassen, um die Preisstabilität in der mittleren Frist sicherzustellen.
Die Inflation stieg seit der letzten Lagebeurteilung leicht an, von 0,0% im November auf 0,1% im Februar. Zu diesem Anstieg hat insbesondere eine höhere Warenteuerung beigetragen. Mit den aufgrund der Eskalation im Nahen Osten gestiegenen Energiepreisen dürfte die Inflation in den nächsten Quartalen stärker zunehmen, schreibt die SNB weiter. Entsprechend liegt die bedingte Inflationsprognose in der kurzen Frist höher als im Dezember. In der mittleren Frist ist sie aufgrund des stärkeren Frankens leicht tiefer. Die Prognose befindet sich über den gesamten Prognosezeitraum im Bereich der Preisstabilität. Sie liegt im Jahresdurchschnitt bei 0,5% für 2026, 0,5% für 2027 und 0,6% für 2028 (vgl. Tabelle). Die Prognose beruht auf der Annahme, dass der SNB-Leitzins über den gesamten Prognosezeitraum 0% beträgt.
