Wohnimmobilien bleiben stabiler Wachstumspfeiler

Laut dem neusten Quartalsbericht des unabhängigen Hypothekenvermittlers Resolve hat sich der Schweizer Hypothekenmarkt im vierten Quartal 2025 deutlich erholt. Gegenüber dem Vorquartal stieg das Neugeschäft um 11,9 % auf CHF 23,62 Milliarden, während die Anzahl der Transaktionen um 9,4 % auf 24’526 zunahm. Damit bestätige sich eine klare Belebung nach der im dritten Quartal beobachteten zyklischen Abschwächung. Der Markt für selbstgenutztes Wohneigentum zeigt sich weiterhin robust. Das Volumen der Neukredite stieg leicht auf CHF 11,07 Milliarden, wobei insbesondere höhere Finanzierungssummen zum Wachstum beitrugen. Die Medianhypothek erhöhte sich im Quartalsvergleich um 5 % auf CHF 630’000.
Nach mehreren vorsichtigen Quartalen verzeichnete das Segment der Renditeobjekte eine ausgeprägte Erholung. Das Neukreditvolumen stieg um 21,3 % auf CHF 12,55 Milliarden. Banken agieren jedoch weiterhin selektiv und verschärfen ihre Anforderungen an Objektqualität, Energieeffizienz und nachhaltige Mieterträge.
„Der Markt hat im vierten Quartal klar an Dynamik gewonnen. Während selbstgenutztes Wohneigentum weiterhin Stabilität bietet, kehrt das Investoreninteresse bei Renditeobjekten schrittweise zurück, allerdings unter deutlich strengeren Qualitätskriterien“, erklärt Romain Dequesne, CEO von Resolve. Die Bankmargen bleiben hoch und weitgehend stabil, gestützt durch das anhaltende Niedrigzinsumfeld sowie regulatorische Vorgaben im Zuge von Basel III. Der Wettbewerb ist intensiv, aber stark segmentiert: Im Wohnsegment beträgt die Zinsdifferenz zwischen dem besten und dem teuersten Angebot bis zu 0,72 %.
Die regionalen Unterschiede bleiben ausgeprägt:
Für 2026 erwartet Resolve bei moderater Inflation eine Beibehaltung des SNB-Leitzinses bei 0,00 %. Gleichzeitig könnten Festhypothekarzinsen aufgrund internationaler Markteinflüsse leicht um rund 0,15 % bis 0,30 % ansteigen und damit das Ende der allgemeinen Zinssenkungsphase markieren.
