Eigentumswohnungen waren im Jahr 2025 der Top-Seller am Schweizer Immobilienmarkt. Das zeigt die starke Erhöhung der Preisforderungen im Jahresverlauf. Auch Anbieter von Einfamilienhäusern traten vermehrt mit höheren Preisvorstellungen am Markt auf, allerdings in deutlich moderaterem Ausmass. Insgesamt zeigt der Jahresrückblick: Tiefe Zinsen, bevorstehende steuerliche Entlastungen und ausgeprägte regionale Unterschiede prägen das Marktgeschehen und eröffnen Käufern und Käuferinnen für 2026 neue Perspektiven.

Eigentumswohnungen waren 2025 das Mass der Dinge im Schweizer Eigenheimmarkt. Landesweit stiegen die Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Jahr 2025 um 4,2 Prozent, wie aus der Auswertung der Verkaufsinserate hervorgeht. Ebenfalls steigend, aber etwas weniger dynamisch zeigte sich hingegen der Markt für Einfamilienhäuser: Dieser verzeichnete 2025 ein Plus von 2,6 Prozent. Verkäuferinnen antizipierten hier folglich einen schwächeren Anstieg der Nachfrage, wie der ImmoScout24-Kaufindex in Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Beratungsunternehmen IAZI ausweist.

Grösseres Angebot bei Häusern
Auffällig ist im letzten Jahr die Entwicklung des Angebotsvolumens, gemessen an der bereinigten Anzahl inserierter Objekte. Bei Einfamilienhäusern hat dieses spürbar zugenommen – insbesondere da mehr Altbauten auf den Markt kamen. Im Gegensatz dazu blieb das Angebotsvolumen bei Eigentumswohnungen gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant. Insgesamt überwiegt diese Objektkategorie am Markt deutlich, denn rund zwei Drittel aller angebotenen Eigenheime sind Stockwerkeinheiten. Martin Waeber, Managing Director Real Estate der SMG Swiss Marketplace Group, äussert sich zum Wohnimmobilien-Jahr 2025 wie folgt: “Unabhängig von der Objektkategorie hat das vergangene Jahr die Attraktivität von Eigenheimen weiter gestärkt. Tiefe Hypothekarzinsen senken die Wohnkosten im Vergleich zur Miete merklich, zusätzlich wird die im Herbst beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts bei vielen Eigentümer:innen für Steuerentlastungen in den kommenden Jahren sorgen”. In unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Zeiten bestätige sich damit einmal mehr die Wertstabilität des Schweizer Wohneigentums, so Waeber weiter. Teilweise deutlich ausgeprägter als im Landesdurchschnitt zeigen sich die unterschiedlichen Entwicklungen auf regionaler Ebene – sowohl bei der Preisanpassung als auch beim Preisniveau gehen die Märkte weit auseinander. Allen voran verzeichnen die Grossregion Zürich sowie die Zentralschweiz hohe Zuwachsraten und erreichen inzwischen ein Preisniveau, das rund 20 bis mehr als 30 Prozent über dem Schweizer Mittel liegt. Demgegenüber zeigen das Tessin und das Mittelland kaum Preiswachstum und verbleiben rund 10 bis 25 Prozent unter dem Landesdurchschnitt.

Eigentumswohnungen: Hohe Dynamik
Analog zum generellen Preisanstieg können Eigentumswohnungen auch regional die stärkste Dynamik im Jahr 2025 verzeichnen. Wie in der Gesamtschweiz führt die Zentralschweiz mit einem markanten Preisanstieg von 9,5 Prozent das Feld an. Die Ostschweiz folgt mit einem Plus von 6,5 Prozent. In der Grossregion Zürich entspricht die Zunahme mit 4,2 Prozent derweil dem Schweizer Durchschnitt, während die Nordwestschweiz (+3,6 Prozent) und die Genferseeregion (+3,3 Prozent) leicht darunter liegen. Deutlich zurückhaltender entwickelte sich das Mittelland mit +1,4 Prozent, im Tessin bewegten sich die Angebotspreise für Eigentumswohnungen gar nur sehr zaghaft nach oben (+0,3 Prozent).

Regionaler Häusermarkt: Zentralschweiz an der Spitze
Im regionalen Vergleich der Angebotspreise von Einfamilienhäusern ragt die Zentralschweiz ebenfalls deutlich heraus. Mit einer Jahreszunahme von 7,7 Prozent weist sie den mit Abstand höchsten Anstieg aus. Es folgen die Ostschweiz und die Genferseeregion mit jeweils einem Plus von 4,1 Prozent sowie die Nordwestschweiz mit 3,7 Prozent. Unterdurchschnittlich zugenommen haben die Angebotspreise hingegen in der Grossregion Zürich (+1,4 Prozent) und im Mittelland (+0,4 Prozent). Im Tessin sanken die Preise für Einfamilienhäuser 2025 gar um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Waeber fasst das Wohneigentumsangebot im Jahr 2025 denn auch so zusammen: “Insgesamt präsentiert sich der Schweizer Eigenheimmarkt 2025 äusserst robust. Während sich das nationale Angebotswachstum auf moderatem Niveau bewegt, sorgen regionale Hotspots und das starke Segment der Eigentumswohnungen für anhaltende Dynamik. Anbieter von Eigenheimen trafen 2025 weiterhin auf zahlungskräftige Käufer:innen, was in vielen Regionen höhere Angebotspreise ermöglichte.” Nicht überall liessen sich Objekte jedoch problemlos teurer veräussern: Im Tessin mussten die Angebotspreise gesenkt werden, und ausserhalb der grossen Arbeitsmarktzentren und Agglomerationen war etwas mehr Geduld bis zum Verkauf erforderlich.