CBRE Switzerland veröffentlicht aktuelle Zahlen vom dritten Quartal 2025 zum Büroangebot in der Schweiz. Die schweizweit innerhalb von drei Monaten verfügbaren Büroflächen verharren per Ende September 2025 mit 2,12 Mio. qm bzw. 4,3% des Bestandes auf unverändertem Niveau im Vergleich zu den beiden Vorquartalen. Es ist das sechste Quartal in Folge mit einer Büroverfügbarkeit oberhalb von zwei Millionen qm.

Diese Stabilität täuscht darüber hinweg, dass im laufenden Jahr 2025 bei Vermietungen nur noch ein durchschnittlicher Quartalsumsatz von rund 425’000 qm  Bürofläche verzeichnet werden konnte (siehe Abb. 1). Dieser lag über das ganze Jahr 2024 hinweg noch bei rund 540’000 qm. Das Jahr 2025 war durch langsamere Entscheidungsprozesse der Unternehmen und auch vereinzelte Rückzüge aus Anmietungsprozessen geprägt.

Die Ursache kann im ausbleibenden Beschäftigungswachstum und in einem erhöhten Kostendruck gesucht werden. Lag das Wachstum der Vollzeitstellen in den typischen Bürobranchen (exkl. öffentlicher Sektor) in 2024 bei tiefen 0,3%, so ist dieses im Jahr 2025 auf nur noch 0,1% gesunken (per Q3 2025). Im verarbeitenden Gewerbe hat sich der Stellenrückgang von -0,2% in 2024 im Jahresverlauf 2025 weiter auf -1,1% verschärft, wobei sich hier vor allem die hohen US-amerikanischen Importzölle und der starke Schweizer Franken bemerkbar machten. Mit der geplanten Herabsetzung der Zölle auf 15% sollte eine weitere Verschlechterung der generellen Flächennachfrage verhindert werden können. Auch wenn seit der Ankündigung des Zolldeals im November noch kaum aktuelle Konjunkturprognosen publiziert bzw. durch die Konjunkturforschungsinstitute nur erste Andeutungen zum mässigenden Effekt der Beilegung des Zollstreits gemacht wurden, dürfte die Beschäftigungsentwicklung auch nächstes Jahr verhalten bleiben. Mit einer verbesserten Nachfragesituation ist erst 2027 zu rechnen.

Polarisierung zwischen Zentren und Peripherie

Mit Ausnahme der Stadt Basel verweilt die Büroverfügbarkeit in den Stadtgebieten der fünf grössten Schweizer Zentren auf einem niedrigen Niveau – im Durchschnitt bei 3,7% in den CBDs (Central Business Districts) bzw. 3,6% in den Stadtgebieten ausserhalb der CBDs (siehe Abb. 2). Damit bleibt die Nachfrage in zentralen Lagen konstant gut. Die Städte Zürich (3,3%), Genf (3,5%), Bern (3,1%) und Lausanne (2,7%) zeichnen sich durch ein attraktives Marktumfeld aus. In Basel bleibt das Büroangebot mit 5,6% überdurchschnittlich, dürfte sich jedoch in den nächsten Quartalen weiter leicht erholen. Die Verfügbarkeitsquoten in den Vororten der Schweizer Grossstädte ist mit 9% stabil und profitiert allgemein von einer weiterhin reduzierten Neubautätigkeit, wobei diese in den Vororten der Westschweizer Grossstädte nach wie vor einiges höher ist als in der Deutschschweiz.