Im Rahmen der Tagung «Baukultur und Rendite» in St.Gallen hat die Stiftung Baukultur Schweiz den Kodex hohe Baukultur lanciert. Als Bekenntnispapier ruft der Kodex alle Akteure und Akteurinnen der Bauwirtschaft, Planung, Politik und Verwaltung dazu auf, gemeinsam Verantwortung für die Qualität der gebauten Umwelt zu übernehmen. «Der Kodex hohe Baukultur vereint alle, die sich die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Fragen gleichzeitig stellen und dies im Bau- und Planungswesen umsetzen,» sagt Enrico Slongo, Präsident der Stiftung Baukultur Schweiz. Am Tag der Lancierung unterzeichneten bereits mehrere namhafte Unternehmen, Organisationen und Institutionen den Kodex hohe Baukultur:

– Allen + Crippa Architektur GmbH
– Burkhalter AG
– Fondation Sotto Voce
– i2a Istituto Internazionale di Architettura – Immofonds Asset Management AG

– Kanton Genf
– Losinger Marazzi AG
– Marti Gesamtleistungen AG
– Pensionskasse der Technischen Verbände PTV
– SBB Immobilien
– Swiss Prime Site
– Schweizer Heimatschutz
– Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
– Stadt Lugano
– Stadt St.Gallen
– Schweizer Alpen-Club
– Terresta Immobilien- und Verwaltungs AG
– UTO Real Estate Management AG
– VSI.ASAI Vereinigung Schweizer Innenarchitekt:innen

Mit ihrer Unterschrift bekennen sich die Beteiligten dazu, hohe Baukultur aktiv zu fördern, umzusetzen und weiterzuentwickeln. Dieses gemeinsame Versprechen steht für eine qualitätsvolle Baukultur in der Schweiz – über Fachgrenzen hinweg.

Ein gemeinsames Versprechen

Der Kodex hohe Baukultur ist eine freiwillige Selbstverpflichtung, die Eigenverantwortung, Dialog und Wertschätzung in den Mittelpunkt stellt. Er richtet sich an private und öffentliche Bauherrschaften, Investierende, Geldgebende, Planungs-, Bau- und Immobilienunternehmen, baunahe Organisationen sowie an Gemeinden, Städte und Kantone. Er basiert auf den acht Qualitätskriterien des Davos Qualitätssystems für Baukultur, die im Anschluss an die Erklärung von Davos als Referenzrahmen für hohe Baukultur in der Schweiz entwickelt wurden. Eine hohe Qualität der gebauten Umwelt und ihrer Prozesse schafft Lebensqualität und sichert Ressourcen nachhaltig.

Hohe Baukultur versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, in dem soziale, kulturelle und emotionale ebenso wie technische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. Sie verbindet Perspektiven aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kultur.

Ein Engagement mit Wirkung

Mit der Unterzeichnung bekennen sich die Beteiligten dazu,

  • die acht Qualitätskriterien in ihre Projekte und Prozesse zu integrieren,
  • eine Qualitätskultur in ihren Organisationen zu fördern,
  • ihr Engagement sichtbar zu machen und andere zum Mitwirken zu ermutigen.