Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index ist leicht gestiegen

Der UBS Swiss Real Estate Bubble Index stieg im 3. Quartal 2025 leicht von 0,20 auf 0,29 Indexpunkte. Der Indexstand wurde jedoch aufgrund neuer Daten zur gesunkenen Bautätigkeit im Vorjahr nach unten revidiert. Das Risiko einer Immobilienblase wird als moderat eingestuft. Die Dynamik auf dem Markt für Wohneigentum blieb im 3. Quartal 2025 hoch. Im Vorjahresvergleich stiegen die Eigenheimpreise inflationsbereinigt um rund 3,5 Prozent – der höchste Wert seit über drei Jahren. Auf dem Mietwohnungsmarkt hat sich der Anstieg der Mieten deutlich verlangsamt. Die realen Angebotsmieten liegen aktuell 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Bestandsmieten stiegen innert Jahresfrist um 1,4 Prozent. Der im September 2025 nochmals gesunkene Referenzzinssatz dürfte den Anstieg der Bestandsmieten in den kommenden Quartalen weiter dämpfen.
Ausblick: Die UBS erwartet in den kommenden Quartalen eine leichte Verlangsamung der Preisanstiege auf dem Eigenheimmarkt. Die Preise dürften 2026 nominal um rund 3 Prozent zulegen und damit sowohl die Einkommen als auch die Mieten übertreffen.
Der aktuelle Anstieg des UBS Swiss Real Estate Bubble Index war das Resultat höherer Werte bei den Perspektiven Fundament und Umfeld als Folge der stärkeren Preisentwicklung auf dem Eigenheimmarkt und einer Zunahme der Haushaltsverschuldung. Das Risiko einer Immobilienblase ist aus Sicht der fundamentalen Faktoren ungebrochen hoch. Trotz der Beschleunigung der Preisentwicklung im aktuellen Quartal ist das Überhitzungsrisiko (Perspektive Dynamik) weiterhin nur moderat. Sehr tiefe Zinsen und vergleichsweise geringe Nutzungskosten sprechen gegen eine Preiskorrektur. Auch die Hypothekarnachfrage bleibt im historischen Vergleich unterdurchschnittlich. Zusammen mit der niedrigen Neubautätigkeit sprechen diese Faktoren gegen eine Preisblase.
In der Westschweiz haben die Ungleichgewichte am Genfersee zugenommen. In der Region Genf besteht allerdings weiterhin kein erhöhtes Ungleichgewicht als Folge der zuletzt unterdurchschnittlichen Preisentwicklung. Ein hohes Ungleichgewicht weisen zudem die Regionen Yverdon und Pays d’Enhaut auf. In den Erstwohnungsmärkten der Deutschschweiz besteht neben der Region Einsiedeln neu auch in der Stadt Zürich und in Nidwalden ein hohes Ungleichgewicht.
