Die Leerwohungsziffer ist auf 1 Prozent zurückgegangen

Die Leerwohnungsziffer ist innert Jahresfrist um 0,08 Prozentpunkte von 1,08% auf 1% zurückgegangen. Damit setzte sich die Abnahme bereits im fünften Jahr in Folge fort – seit 2021 insgesamt um 0,72 Prozentpunkte. In allen Grossregionen der Schweiz wurden am Stichtag 1. Juni 2025 weniger leer stehende Wohnungen angeboten als noch ein Jahr zuvor. Die grössten Abnahmen der Leerstandsquote wurden in der Grossregion Tessin (von 2,08% auf 1,92%) und der Genferseeregion (von 0,96% auf 0,83%) beobachtet. Am wenigsten stark fiel sie in der Grossregion Nordwestschweiz (von 1,06% auf 1,04%).
Im Kantonsvergleich lag die tiefste Leerwohnungsziffer in Genf (0,34%), gefolgt von Zug (0,42%) und Zürich (0,48%). Insgesamt blieben 15 Kantone mit einer Leerstandsquote unter der 1-Prozent-Marke. Die Kantone Jura (3,03%) und Solothurn (2,05%) wiesen die höchsten Leerwohnungsziffern aus und lagen als Einzige über der 2-Prozent-Marke. In 19 Kantonen nahm die Quote gegenüber dem Vorjahr ab, in sechs stieg sie an und im Kanton Graubünden blieb sie unverändert.
Am Stichtag 1. Juni 2025 wurden insgesamt 37 194 unbewohnte Wohnungen zur Miete angeboten. Dies entspricht im Jahresvergleich einem Rückgang von 3229 Mietwohnungen bzw. einem Minus von 8%. Schon in den letzten 5 Jahren verringerte sich das Angebot an leer stehenden Mietwohnungen kontinuierlich, mit Rückgängen in einer Spanne von 8,4% bis 15,9%. Auch nahm die Zahl der unbewohnten und zum Kauf angebotenen Wohnungen innert Jahresfrist um 290 Einheiten oder 2,5% auf insgesamt 11 261 Wohnungen ab.
3959 leer stehende Neubauwohnungen (nicht älter als zwei Jahre) waren am 1. Juni 2025 in der Schweiz zur Dauermiete oder zum Kauf ausgeschrieben. Das waren 251 Einheiten bzw. 6% weniger als noch ein Jahr zuvor. Die Zahl der am Stichtag angebotenen und unbewohnten Einfamilienhäuser nahm im Jahresvergleich um 25 Einheiten bzw. 0,4% leicht ab. Insgesamt standen am Stichtag schweizweit 6797 Einfamilienhäuser leer, die weder einen Mieter noch einen Käufer fanden. Die meisten Leerwohnungen haben drei (14 664 Einheiten) oder vier Zimmer (12 804 Einheiten). Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich der Leerwohnungsbestand bei allen Wohnungen mit ein bis fünf Zimmer um 9% bis 3,9%. Demgegenüber nahm die Zahl von Grosswohnungen zu. Ein Plus von 2,3% (+84 auf 3717 Einheiten) resultierte bei den Wohnungen mit sechs und mehr Zimmer.
