Minergie lanciert das neue Zertifikat «Minergie-Betrieb»

Um im laufenden Betrieb fehlerhafte oder ineffiziente Einstellungen zu vermeiden, lanciert Minergie das neue Zertifikat «Minergie-Betrieb». «Das neue Zertifikat Minergie-Betrieb schlägt nun die Brücke zwischen Planung, Bau und Betrieb, indem es die Einstellungen der Gebäudetechnik und den damit verbundenen Energieverbrauch anhand von automatisch erfassten Energiedaten und Auswertungen prüft und zertifiziert. So wird sichergestellt, dass das Potenzial der Energieeffizienz im laufenden Betrieb gewährleistet ist», erklärt Sabine von Stockar, Leiterin Bildung und Entwicklung bei Minergie. Alle Gebäude bräuchten eine regelmässige Optimierung im laufenden Betrieb.
Das Zertifikat kann frühstens nach einem Jahr Betrieb erlangt werden. Da Einstellungen immer wieder Abweichungen erfahren und einzelne Teile von haustechnischen Anlagen auch kaputt gehen können, wird eine Rezertifizierung nach drei Jahren empfohlen. Minergie-Betrieb ist gerade für Immobilienbesitzende mit grossen Portfolios und nachhaltigen Ambitionen als Ergänzung zum Baustandard interessant. Durchschnittlich kann eine Energie-Einsparung von 15 Prozent über das ganze Portfolio erwartet werden, am einzelnen Gebäude ist sogar deutlich mehr möglich. Das führt zu erheblichen Kosteneinsparungen und fördert die Langlebigkeit der gebäudetechnischen Installationen. Minergie-Betrieb gibt ausserdem Orientierung, wie die Energieeffizienz sichergestellt werden kann und zeichnet Gebäudeeigentümerschaften aus, die durch einen guten Betrieb ihren Beitrag an den Klimaschutz leisten.
Bild: Mit den Massnahmen der energetischen Betriebsoptimierung konnte beim Gebäude der Pensionskasse Graubünden in Chur eine Einsparung von 30 Prozent erreicht werden. (Bild: Minergie)
