Die Zinsen von Staatsanleihen und Hypotheken stiegen Ende 2022 leicht an, schreibt die UBS in ihrer Zinsprognose. Allerdings folgte bereits zu Beginn des neuen Jahres ein deutlicher Zinsrückgang – die Inflation scheint sich endlich abzuschwächen. Die Gesamtinflation hat in den USA wie auch in der Eurozone und in der Schweiz den Zenit überschritten. Bei der Kerninflation (Inflation ohne Energiepreise) ist dies allerdings noch nicht so klar ersichtlich. Deshalb erwartet die UBS von der Schweizerischen Nationalbank und von den anderen Zentralbanken, dass sie die Leitzinsen im ersten Quartal 2023 nochmals erhöhen werden. Ab dem zweiten Quartal dürfte dann eine Abkühlung der Kerninflation und der Konjunktur dazu führen, dass die Zentralbanken die Zinsen stabil halten. Die Zinserhöhungen im ersten Quartal 2023 werden vom Kapitalmarkt jedoch bereits antizipiert. In den kommenden Quartalen dürften die Renditen von Staatsanleihen und die Hypothekarzinsen im Vergleich zu heute auf einem ähnlichen Niveau verharren. Die UBS rechnet mit ähnlichen Zinsschwankungen wie im letzten halben Jahr (Stand 27.01.2023).