Ist zu viel Überwachung schlecht?

Im Bereich des eigenen Zuhauses erfreut sich die Videoüberwachung immer grösserer Beliebtheit. Es gibt verschiedenste Gründe, weshalb eine Kamera eingesetzt wird. Über die Gesamtschweiz betrachtet ist der meistgenannte Grund die Sicherung von Beweismaterial bei Diebstählen (82%). Und auch bei einem unguten Gefühl mit fremden Personen im eigenen Zuhause kann eine Überwachung Aufklärung bringen (71%). Das geht aus einer Umfrage von homegate.ch hervor. Allerdings empfinden 54% der Befragten die Überwachung von Personen ohne ihr Wissen im eigenen Zuhause als unmoralisch. Etwa ein Viertel ist der Ansicht, dass zu viel Überwachung schlecht ist. Im Tessin sieht ein Drittel der Teilnehmer die Videoüberwachung von Babys oder Haustieren aber als einen Sicherheitsvorteil. Etwa ein Drittel der Schweizer Befragten gab an, dass schon mal bei ihnen selbst oder bei ihren Nachbarn eingebrochen wurde. 16% der Befragten aus der Westschweiz haben schon mal einen Einbruch erlebt. Im Tessin liegt der Anteil mit 7% deutlich tiefer. Insbesondere bei 55+ Jährigen (23%) und Mehrpersonen-Haushalten ohne Kinder (16%) verschaffte sich ein Einbrecher schon mal widerrechtlich Zutritt. Zu den häufigsten Massnahmen zum Schutz vor Einbrecher gilt, keine Spuren über die eigene Abwesenheit zu verbreiten (38%). Auf Platz zwei wird das Licht brennen lassen oder eine Zeitschaltuhr genannt (32%). Auf Platz drei wird das Schliessen von Rollläden (24%) erwähnt, gefolgt von einer Alarmanlage (13%) oder der Adoption eines Hundes (10%).