Auf dem Mattenhof in Luzern Süd entsteht ein Quartier mit eigener Identität. Eine Stadt in der Stadt, wo Menschen sich entfalten, unterhalten, zusammenfinden und vernetzen. Das war die Vision aus städtebaulicher Sicht. Beim Baustellenrundgang vom letzten Samstag wurde klar: die Marschrichtung stimmt. Am Tag der offenen Baustelle öffnete die Arealentwicklerin Mobimo die Baustelle und gewährte Einblicke in die Mikropole. Zehn Infoposten klärten die Besucherinnen und Besucher über das übergeordnete Verkehrskonzept, die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, über Architektur und Städtebau, die Energiegewinnung, Kunst am Bau und über weitere Themen auf. Auch die Musterwohnung, die Hotellobby und die Dachterrasse des Hochhauses standen den Besuchern offen. Neben Themen wie Nachhaltigkeit, Aufenthaltsqualität, Energie und Mobilität lieferte vor allem das künftige Zusammenleben der Community im neuen Quartier viel Stoff für angeregte Gespräche. Arealmanager William White von der Mobimo ist zufrieden mit dem Tag der offenen Baustelle: «Es freut uns sehr, dass so viele Leute gekommen sind. Offensichtlich ist das Interesse an der Mikropole gross.» Jetzt geht es am Mattenhof ganz schnell. Schon in einigen Monaten werden die ersten Mikropolitans einziehen. Bis dahin gibt es zwar noch einiges zu tun. Doch die Grundlage für das neue Quartier ist gelegt.

Am 10. Februar 2019 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Zersiedelungsinitiative ab. Der Vorstand des HEV Schweiz hat die Nein-Parole dazu beschlossen, teilt der Verband mit. Die Initiative der jungen Grünen sei zu radikal und ignoriere die Fortschritte, die mit der Revision des Raumplanungsgesetzes seit 2014 bereits erzielt wurden. Die Initianten verlangen eine nach innen gerichtete Siedlungsentwicklung sowie einen vollständigen Einzonungsstopp. In Zukunft sollen Bauzonen nur noch ausgeschieden werden können, wenn an anderer Stelle eine gleichwertige Fläche ausgezont wird. Ausserdem verlangt die Initiative, dass ausserhalb der Bauzone nur noch standortgebundene sowie Bauten für die bodenabhängige Landwirtschaft gebaut werden dürfen. Das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG), welches am 1. Mai 2014 in Kraft trat, erfülle die Forderungen der Initianten bereits weitestgehend, ist der HEV überzeugt. Es lenkt die Siedlungsentwicklung nach innen und legt fest, dass Gemeinden nur noch über Bauzonen für den Bedarf der nächsten 15 Jahre verfügen dürfen. Dem Siedlungsbereich werde somit ein enges Korsett verpasst und das Kulturland wurde besser geschützt. Ein vollständiger Einzonungsstopp sei angesichts des erwarteten Bevölkerungswachstums völlig unrealistisch – bis 2045 sollen gemäss dem mittleren Szenario des Bundes über 10 Millionen Menschen in der Schweiz leben.

Die Avobis Group arbeitet künftig im Bereich der Digitalisierung enger mit der Hypothekarbank Lenzburg (HBL) zusammen. Avobis wird die Kredite für ihre Kunden mit der Open-Banking-Plattform Finstar abwickeln. Im Fokus stehe insbesondere die Kernfunktionalität von Finstar mit Stammdaten und Kontoführung, heisst es in einer Mitteilung. Weiter könne die Avobis Group von den Zahlungsverkehrsoptionen der Open-Banking-Plattform der Hypothekarbank Lenzburg profitieren. Im Rahmen der Partnerschaft wollen die beiden Unternehmen zudem die Open-Banking-Plattform Finstar im Bereich des Finanzierungs- und Kreditgeschäfts gemeinsam vorantreiben. Zu diesem Zweck sollen die bestehenden offenen Schnittstellen (Open Application Programming Interfaces, Open API) substanziell ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen weitergehende gemeinsame Lösungen entwickelt werden, die die strategische Positionierung der beiden Gesellschaften im Immobilien- und Hypothekenmarkt stärken.

«Die Liegenschafter AG» ist seit über 30 Jahren als Immobilienverwalterin im Immobilienmarkt tätig. Der Firmengründer Rudolf Stärkle und sein Team betreuen über 9000 Objekte in der Deutschschweiz. Rudolf Stärkle bleibt als Verwaltungsrat der Eicher Holding AG und Geschäftsleitungsmitglied der «Die Liegenschafter AG» in der Firma tätig. Durch die Integration des Bewirtschaftungsunternehmens in die Firmengruppe von Thomas Denzler, könne die Eicher Holding AG ihr Dienstleistungsangebot auf dem Immobilienmarkt ausbauen und weitere Standorte in der Deutschschweiz bewirtschaften, heisst es in einer Mitteilung. Seit dem 1. Oktober 2018 arbeiten nun 32 Mitarbeitende in den Geschäftsfeldern Projektentwicklung, Generalunternehmung, Verkauf und Vermarktung, sowie Investition in neue Anlagegefässe. Die Führung der Eicher Holding AG bleibt in den Händen von Thomas Denzler.

In einem Tauschgeschäft mit Swiss Prime Site Immobilien erwirbt Credit Suisse Asset Management für zwei ihrer Immobilienfonds sämtliche restlichen Anteile des Urban Entertainment Center Sihlcity in Zürich. Im über 10-jährigen Bestehen habe sich Sihlcity als moderner, multifunktionaler Gebäudekomplex erwiesen, der den Bedürf­nissen eines fortschrittlichen urbanen Lebensstils entspreche, teilt CS mit. Credit Suisse Asset Management werde weiterhin die Entwicklung von Sihlcity vorantreiben, um dessen Charakter als eigenständiges kleines Quartier in Zürich zu fördern und dessen Wert als attraktive Anlage in verschiedenen Immobilienfonds zu steigern, heisst es weiter.  Im Gegenzug für 24.2% Miteigentum von Swiss Prime Site Immobilien am Sihlcity erwirbt SPS per 1. Oktober 2018 drei vollvermietete Liegenschaften in Zürich und Worblaufen. Der Transaktionswert beträgt rund CHF 221 Mio. Der jährliche Mietertrag aus den drei neuen Immobilien beläuft sich laut SPS auf CHF 11.7 Mio. und liege damit um CHF 0.8 Mio. höher als derjenige des Anteils am Sihlcity.

Die Generalversammlung der FM Kammer des SVIT hat als Nachfolger von Andreas Meister Christian Hofmann als Präsident gewählt. Er ist FM-Verantwortlicher bei der RUAG Real Estate AG in Emmen. Zusammen mit Meister sind auch die langjährigen Vorstandsmitglieder Peter Gallmann und Guiseppe Santagada aus dem Vorstand ausgeschieden. Als neue Vorstandsmitglieder wurden Martina Reinholz und Dominik Dräyer gewählt. Der neue Präsident Christian Hofmann und die Präsidenten der befreundeten Verbände IFMA Schweiz (Susanna Caravatti-Flelchlin) und RealFM Deutschland (Thomas Knoepfle) würdigten Andreas Meister für seinen über zehnjährigen Einsatz für das FM in der Schweiz.

Nach Butterbergen und Milchseen in früheren Jahren hat die Schweiz jetzt Berge von leeren Wohnungen, schreibt die Credit Suisse in ihrem neusten Immobilienmonitoring. Diese sind 2018 erneut um 8020 Wohnungen gewachsen. Im Unterschied zur landwirtschaftlichen Überproduktion in den 1980er-Jahren sei diese Fehlentwicklung jedoch nicht durch eine Subventionspraxis bedingt, sondern durch rein privatwirtschaftliches Agieren. Die Investoren, die unermüdlich noch mehr Mietwohnungen bauen, handeln laut CS grundsätzlich rational: Sie sichern sich die attraktiven Nettorenditen, die Immobilienanlagen versprechen. In einem Umfeld, in dem es sehr schwierig geworden ist, mit begrenztem Risiko eine positive Rendite zu erzielen, bieten Immobilienanlagen eine ansprechende Alternative. Die steigenden Leerstände setzen zwar die Mieterträge unter Druck, vermögen die vorteilhaften Renditeperspektiven aber nicht wirklich einzutrüben.

Swiss Prime Site Immobilien und die Unternehmensgruppe Halter haben einen langfristigen Mietvertrag für einen Grossteil der noch verfügbaren und bestehenden Flächen in der ehemaligen NZZ-Druckerei in Schlieren abgeschlossen. Das Areal wurde 2015 von Swiss Prime Site Immobilien erworben und wird nun zu einem Zentrum für Innovation, Unternehmertum und Wissenstransfer weiterentwickelt. Nach 100 Jahren verlegt Halter ihren Hauptsitz von Zürich-West nach Schlieren. Auf einer Fläche von 5000 qm werden insgesamt rund 200 moderne Arbeitsplätze für die Halter AG sowie die Schwesterunternehmen Halter Immobilien AG und Raumgleiter AG eingerichtet. Ganz im Sinne der Ausrichtung des Areals wird Halter ebenfalls Co-Working Arbeitsplätze realisieren, um Wissenstransfer und Innovation noch stärker zu fördern. Das Unternehmen wird die Flächen voraussichtlich im vierten Quartal 2020 beziehen.

Die Anlagegruppe AFIAA Global der AFIAA Anlagestiftung befindet sich auf Wachstumskurs. Per 30. Juni 2018 verzeichnete das verwaltete Immobilienvermögen im Jahresvergleich einen Zuwachs von über CHF 500 Millionen, teilt AFIAA mit. Insgesamt sind aktuell rund CHF 2 Milliarden in die Anlagegruppe investiert. Der nächste Kapitalabruf erfolgt am 1. Dezember 2018. Dabei haben die Anleger die Wahl zwischen einer währungsgesicherten und einer ungesicherten Investition. In beiden Fällen beträgt die Mindestanlagesumme CHF 1 Million.

Am 1. Juni 2018 wurden in der Schweiz 72 294 Leerwohnungen gezählt, das sind 1,62% des Gesamtwohnungsbestands (einschliesslich Einfamilienhäuser). Im Vergleich zum Vorjahr standen damit 8020 Wohnungen mehr leer, was einem Anstieg um knapp 13% entspricht. Dies geht aus der Leerwohnungszählung des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. Die Leerwohnungsziffer steigt seit 2010 kontinuierlich an. In den beiden Grossregionen Ostschweiz (2,08%) und Tessin (2,02%) überschritt sie nun erstmals seit mehr als 15 Jahren die Zwei-Prozent-Marke. Am stärksten war die Zunahme im Tessin (+0,43%), gefolgt von der Nordwestschweiz (+0,26%). Der schwächste Anstieg wurde in der Grossregion Zürich registriert (+0,09%). In sechs Kantonen (Uri, Appenzell Innerrhoden, Graubünden, Glarus, Bern und Schwyz) war die Leerwohnungsziffer rückläufig. Im Kantonsvergleich verzeichnete der Kanton Solothurn (2,98%), wie bereits im Vorjahr, die schweizweit höchste Leerwohnungsziffer. An zweiter und dritter Stelle folgten die Kantone Aargau (2,65%) und Jura (2,56%). Die tiefste Leerwohnungsziffer wies – ebenfalls wie im Vorjahr – der Kanton Zug auf (0,44%). In den Kantonen Genf (0,53%) und Obwalden (0,70%) war die Leerwohnungsziffer nur geringfügig höher.

Am 1. Juni 2018 wurden in der Schweiz 7192 leer stehende Einfamilienhäuser gezählt. Das sind 450 Einheiten bzw. 7% mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der unbewohnten Neuwohnungen stieg innerhalb eines Jahres um 99 Einheiten bzw. um 1% an. Insgesamt standen am Stichtag 10 148 Neuwohnungen leer. Bei den Mietwohnungen waren am 1. Juni 2018 in der Schweiz 59 724 unbewohnt. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Anstieg von 7015 Einheiten bzw. 13%. Die Zahl der leer stehenden Eigentumswohnungen nahm innert Jahresfrist um 9% bzw. 1005 Einheiten auf 12 570 Wohnungen zu. Im Vergleich zum 1. Juni 2017 stieg der Leerwohnungsbestand damit in allen Wohnungskategorien (nach Anzahl Zimmer) an. Die Zunahme betrug zwischen 7% (Einzimmerwohnungen) und knapp 15% (Zweizimmerwohnungen). Die meisten Leerwohnungen haben drei (23 475 Einheiten) bzw. vier Zimmer (21 451 Einheiten).