Die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) hat sich für die Abschaffung der Eigenmietwertbesteuerung ausgesprochen. Die von ihr vorgelegten Eckpunkte sehen einen Systemwechsel bei der Wohneigentumsbesteuerung vor. Die Ausarbeitung der Eckpunkte beinhaltet auch eine Reihe von detaillierten Abklärungen der Verwaltung. Gemäss den festgelegten Eckpunkten der Kommission sollen Eigentümer zukünftig kein fiktives Einkommen für ihr selbstbewohntes Eigenheim am Hauptwohnsitz mehr versteuern müssen. Der Eigenmietwert würde damit aufgehoben. Gleichzeitig entfallen die Abzugsmöglichkeiten in bisheriger Form, zum Beispiel für den Unterhalt. Dies ist systemkonform. Zur Förderung von energetischen Sanierungen, Denkmalpflege und Umweltschutz sieht die Kommission jedoch vor, dass die Kantone Abzüge einführen können. Der Systemwechsel wird zudem auf das Wohneigentum am Hauptwohnsitz beschränkt. Der Hypothekarzinsabzug bei selbstgenutztem Wohneigentum soll grundsätzlich entfallen. Der private Schuldzinsabzug in Zusammenhang mit weiterhin steuerbaren Vermögenserträgen soll nach Meinung der Kommission jedoch erhalten bleiben. Zudem soll dem Verfassungsauftrag der Wohneigentumsförderung Rechnung getragen werden. Die Kommission will mit einem befristeten Ersterwerberabzug gewährleisten, dass der Traum der eigenen vier Wände für Junge keine Illusion bleibt. 

Die Wirtschaftskommission des Nationalrats WAK-N möchte vor der Beratung über die Volksinitiative «mehr bezahlbare Wohnungen» und den damit verbundenen Beschluss über eine Erhöhung des Rahmenkredits für gemeinnützige Wohnungen weitere Abklärungen treffen. Die Initiative «mehr bezahlbare Wohnungen» verlangt, dass zehn Prozent aller neugebauten Wohnungen durch gemeinnützige Träger zu erstellen sind. Der Bundesrat lehnt die Initiative zwar ab, schlägt aber eine Aufstockung der Bundesgelder für den gemeinnützigen Wohnungsbau um 250 Millionen Franken vor. Die Kommission möchte nun die Faktenlage verbessern, bevor über eine Erhöhung der Fördermittel entschieden wird.

Swiss Prime Site steigert mit CHF 585.3 Mio. (+10.3%) den Betriebsertrag im 1. Halbjahr 2018, wie das Unternehmen mitteilt. Dies sei sowohl auf die gute Leistung des Kerngeschäfts Immobilien wie auch des Segments Dienstleistungen zurückzuführen. Immobilien steigerte den Ertrag um 16.3% gegenüber dem Vorjahr. Dienstleistungen konnten ebenfalls mit 7.2% zulegen. Das Immobilienportfolio erreichte mit CHF 10.8 Mrd. einen neuen Höchstwert. Gleichzeitig sei die Nettorendite mit 3.7% stabil gehalten worden. Die Leerstandsquote sank im Vorjahresvergleich von 5.5% auf 4.7% (Ziel 2018: unter 5%). Der erzielte Gewinn stieg um 7.8% auf CHF 152.0 Mio. respektive um 15.4% auf CHF 151.1 Mio. ohne Neubewertungen und latenten Steuern. Pro Aktie beträgt der Gewinn CHF 2.13 [CHF 1.97] bzw. CHF 2.11 [CHF 1.83] ohne Neubewertungen und latente Steuern. Entsprechend bestätigt Swiss Prime Site die für das Geschäftsjahr 2018 gesteckten Ziele. Der Verwaltungsrat hat zudem Barbara Frei-Spreiter als neue Vorsitzende des Nominations- und Vergütungsausschusses und Thomas Studhalter als Mitglied des Prüfungsausschusses ernannt. Damit soll die gezielte Erneuerung der Gremien fortgesetzt werden.

Das Ergebnis der Mobimo für das erste Halbjahr 2018 liegt erwartungsgemäss unter jenem der Vorjahresperiode, das insbesondere durch einen kräftigen Schub in der Neubewertung und den besonders hohen Erfolg aus dem Verkauf von Liegenschaften geprägt war, teilt das Unternehmen mit. Der den Aktionären der Mobimo zurechenbare Gewinn inklusive Neubewertung belief sich in der Berichtsperiode auf CHF 37,6 Mio. (1. Halbjahr 2017 CHF 62,4 Mio.) respektive CHF 24,4 Mio. exklusive Neubewertung (1. Halbjahr 2017 CHF 40,1 Mio.). Auf Stufe EBIT wurde ein Ergebnis von CHF 57,3 Mio. (1. Halbjahr 2017 CHF 92,9 Mio.) respektive CHF 39,6 Mio. exklusive Neubewertung (1. Halbjahr 2017 CHF 62,3 Mio.) erwirtschaftet. Aus diesem Unternehmensergebnis resultiert ein Gewinn je Aktie von CHF 6.04 (1. Halbjahr 2017 CHF 10.03). Exklusive Neubewertung resultierten CHF 3.92 je Aktie (1. Halbjahr 2017 CHF 6.46).Die Mieteinnahmen lagen mit CHF 54,7 Mio. (1. Halbjahr 2017 CHF 56,4 Mio.) leicht unter der Vorjahresperiode. Grund dafür waren Veränderungen im Bestand. So wurden im Zuge der Portfoliooptimierung sechs kleinere Wohnliegenschaften im Grossraum Genf und zwei Geschäftsliegen-schaften in Luzern und Neuhausen verkauft. Aus diesen Veräusserungen resultierte ein Erfolg aus Verkauf von Anlageliegenschaften von CHF 6,8 Mio. (1. Halbjahr 2017 CHF 17,8 Mio.). Die Leerstandsquote per 30. Juni 2018 liegt mit 5,1% (31. Dezember 2017 4,9%) praktisch unverändert auf tiefem Niveau. 
Dank der Fertigstellungen der Wohn- und Gewerbeflächen im Zürcher Labitzke-Areal, den Seehallen in Horgen, im Aeschbachquartier in Aarau und im Mattenhof in Kriens und dank kleinerer Projekte sowie der Integration des umfangreichen Portfolios der Fadmatt-Immobilien erwartet Mobimo im Geschäftsjahr 2019 eine Zunahme der Mieteinnahmen von rund CHF 27 Mio. im Vergleich zum Geschäftsjahr 2017. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 24%.

Claus Thomas (54), Vorsitzender der Geschäftsführung bei LaSalle Investment Management in Deutschland wird auf eigenem Wunsch und im besten Einvernehmen LaSalle Anfang 2019 verlassen, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen, wie das Unternehmen mitteilt. Claus Thomas begann seine Tätigkeit im JLL-Konzern im Jahre 1991 im Bereich Capital Markets, wo er bis 2000 tätig war. 2000 fand dann der Wechsel zur damals neu gegründeten LaSalle Investment Management statt, deren deutsche Niederlassung er über die vergangenen 18 Jahre mit aufgebaut hat. Das Unternehmen wuchs in dem Zeitraum von anfangs drei auf heute knapp 50 Mitarbeiter mit einem aus Deutschland heraus betreuten Immobilienvermögen von über 2,5 Milliarden Euro heran. In diese Zeit fiel auch die Gründung der LaSalle Investment Management Kapitalverwaltungsgesellschaft im Jahre 2010, wo Thomas zunächst als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und dann ab 2013 als Geschäftsführer tätig war. Darüber hinaus war er seit 2009 Mitglied des European Management Boards.

Per Anfang 2019 verlegt der weltweit führende Braukonzern Anheuser-Busch AB InBev bis zu 130 Arbeitsplätze von Steinhausen in das Suurstoffi Areal in Rotkreuz. Für seine beiden Abteilungen «Globales Beschaffungswesen» und «Nachhaltigkeit» mietet der Bierbrauer ein komplettes Stockwerk über 1455 qm im S22 – dem ersten Schweizer Holzhochhaus. Bradley Skinner, Global People Director Sustainability and Procurement, hat für die Standortwahl der Suurstoffi in Rotkreuz gute Gründe: «Das Areal ist mit dem öffentlichen Verkehr bestens erschlossen und bietet mit Schulen sowie einem Fitness- als auch einem Gastronomieangebot viele Vorzüge für unsere Mitarbeitenden. Zudem deckt sich das schweizweit einzigartige Nachhaltigkeitskonzept der Suurstoffi mit unseren hohen Anforderungen in diesem Bereich.»

Bis zum Ablauf der Angebotsfrist wurden der Mobimo insgesamt 96 Prozent der Fadmatt-Aktien angedient. Mobimo hat deshalb das Angebot unter Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Bedingungen als zustande gekommen erklärt. Die Nachfrist dauert bis zum 17. August 2018 um 16.00 Uhr. Das Angebot der Mobimo an die Aktionäre der Immobiliengesellschaft Fadmatt AG untersteht weiterhin den Angebotsrestriktionen und –bedingungen gemäss dem öffentlichen Kauf- und Tauschangebot vom 18. Juni 2018. Die Erfüllung aller weiteren Bedingungen vorausgesetzt, ist der Vollzug per 22. August 2018 geplant. Gemäss den bisher angedienten Fadmatt- Aktien wird der Übernahmepreis von CHF 183 Mio. zu knapp über 50% mit Aktien aus dem genehmigten Kapital der Mobimo entrichtet werden. 

Die Bauausgaben in der Schweiz sind im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um nominal 0,8% gestiegen. Die Bauinvestitionen in Hochbauprojekte erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1% und jene in Tiefbauprojekte sanken um 5,2%. Dies zeigen die provisorischen Daten der Baustatistik 2017 des Bundesamts für Statistik (BFS). Die gesamten Bauausgaben setzen sich aus den Bauinvestitionen und den öffentlichen Unterhaltsarbeiten zusammen. Sie stiegen im Jahr 2017 um 0,8% (real +1,4%). Im Jahr 2016 hatten die Bauausgaben um 0,5% und 2015 um 1,4% zugenommen. Die Ausgaben in öffentliche Unterhaltsarbeiten stiegen gegenüber 2016 um 0,7%. Die Bauinvestitionen, also Bauausgaben ohne öffentliche Unterhaltsarbeiten, erhöhten sich um 0,8%. Die Investitionssumme in Neubauprojekte nahm im Jahresvergleich um 1,5% zu und die Investitionen in Umbauprojekte sanken gegenüber dem Jahr 2016 um 0,4%. Die öffentlichen Auftraggeber – also Bund, Kantone und Gemeinden – investierten in den Umbau weniger (–1,7%), der Neubau (–1,6%) hat sich ebenfalls rückläufig entwickelt. Die privaten Auftraggeber erhöhten ihre Investitionen sowohl bei den Umbauprojekten (+0,4%) wie auch bei den Neubauprojekten (+2,3%). Die Investitionen in Hochbauprojekte nahmen im Jahresvergleich um 2,1% zu und jene in Tiefbauprojekte sanken um 5,2%. Die privaten Auftraggeber erhöhten die Investitionen im Hochbau (+2,6%), während die Investitionssumme in den Tiefbau markant abnahm (–14,4%). Die Investitionen der öffentlichen Auftraggeber nahmen sowohl im Hochbau (–0,3%) wie auch bei den Tiefbauprojekten (–2,9%) ab. Der Arbeitsvorrat (Ausgaben) für das Folgejahr 2018 der im Bau befindlichen Bauprojekte (inkl. öffentliche Unterhaltsarbeiten) hat sich per Stichtag 31.12.2017 um 2,6% gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöht. 

Der Verwaltungsrat von Implenia wählte André Wyss als Nachfolger von Anton Affentranger zum neuen CEO. Der 51-jährige Schweizer übernimmt die Leitung des Bau- und Baudienstleistungsunternehmens am 1. Oktober 2018. André Wyss verfüge über grosse internationale Führungserfahrung in unterschiedlichen Geschäftsmodellen und komplexen Projekten, heisst es in einer Mitteilung. Zusammen mit dem Verwaltungsrat, dem Management-Team und den Mitarbeitenden soll der neue CEO die Strategie von Implenia weiterentwickeln und so zusätzlichen Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeitende schaffen. Mit der Regelung seiner Nachfolge wird Anton Affentranger am 30. September 2018 als CEO zurücktreten. 

40% der in der Schweiz wohnhaften Personen sind Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung. Im Tessin gibt es mit 58% überdurchschnittlich viele Eigenheimbesitzerinnen und –besitzer. Dies zeigt eine von homegate.ch jüngst durchgeführte Umfrage zum Thema Eigenheim-Finanzierung in der Schweiz. Überraschend dabei ist, dass zumeist nur eine bis zwei Offerten für die Aufnahme einer Hypothek eingeholt werden und dabei mehrheitlich auf die bereits bestehende Geschäftsbeziehung bei der Wahl des Anbieters gesetzt wird. Die Festhypothek ist bei den Befragten mit 82% das mit Abstand beliebteste Modell zur Finanzierung des Wohneigentums. Deutlich weniger verbreitet sind die Libor-Hypothek (11%) und die variable Hypothek (nur gerade 2%). Dabei schliesst die Hälfte der Befragten ihr Immobiliendarlehen in Tranchen ab. Die wichtigsten Gründe für die Wahl der Festhypothek sind die fixe Laufzeit und die damit verbundene Planungssicherheit (58%) sowie der fixe Zins, der Schutz vor steigenden Zinsen bietet (46%). Die Mehrheit der Befragten mit einer Festhypothek (67%) hat eine Hypothek mit einer Laufzeit von sechs bis zehn Jahren abgeschlossen. In der Schweiz werden am häufigsten Hypotheken zwischen CHF 500’001 und CHF 750’000 aufgenommen (25%). In der Westschweiz und im Tessin fallen die Summen geringer aus. Dort werden Darlehen zwischen CHF 400’001 und CHF 500’000 am häufigsten nachgefragt. Jeder Vierte setzt dabei sein Pensionskassenguthaben für die Finanzierung ein. In der Westschweiz liegt der Anteil mit 32% am höchsten, gefolgt vom Tessin (30%) und der Deutschschweiz (23%). Das Eigenheim wird von 32% der Befragten zu maximal 40% belehnt, bei 21% liegt der Prozentsatz mit 41-60% schon höher, 22% geben sogar an, ihr Eigenheim zu 61-80% zu belehnen. Hauptsächlich haben sich die Befragten vor der Aufnahme ihrer Hypothek bei einer Bank oder einer Versicherung beraten lassen (64%). Auch Vergleichsportale (21%) oder Kontakte zu Bekannten, welche ebenfalls Immobilien besitzen (20%), werden oft genutzt, um sich Einblicke zu verschaffen.

Dabei haben sich die Befragten vor allem über die aktuellen Zinssätze (75%), die Vor- und Nachteile der verschiedenen Hypothekarmodelle (54%) oder über die Laufzeiten (49%) informiert. Die Interessierten scheinen dennoch zu wissen, was sie wollen. Die Mehrheit (80%) hatte sich tendenziell schon vor der Informationsbeschaffung für ein Modell entschieden. Wer sich einmal auf einen Anbieter festgelegt hat, bleibt diesem bei Erneuerung oder Verlängerung in 77% der Fälle treu. Am loyalsten sind die Deutschschweizer (79%), während von den Tessinern nur 56% beim gleichen Hypothekargeber bleiben. Bei der Entscheidung wird vor allem die bestehende Geschäftsbeziehung berücksichtigt (55%), gefolgt von der guten Beratung (36%) und den Filialen in der Nähe (27%).

Erstaunlich ist auch, dass vor dem Abschluss häufig nur eine Offerte eingeholt wird (42%). Von den italienischsprachigen Befragten gab sogar mehr als die Hälfte (53%) an, nur ein Angebot angefragt zu haben. In der Westschweiz scheint man sich etwas genauer zu informieren, denn 68% der Befragten verlässt sich auf mehr als eine Offerte. Dabei haben knapp drei Viertel (74%) diese persönlich bei einem Berater eingeholt.